Kurz-Tipps 2022 - Evangelische Medienzentrale

Evangelische Medienzentrale

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Evangelische Medienzentrale Frankfurt

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Kurz Tipp Juni

Bambirak
Kurzspielfilm von Zamarin Wahdat
Deutschland 2020
15 Minuten – DVD2332 + online

Vorsichtig späht Kati durch ein kleines Loch in der Tür. Doch sie wird sofort entdeckt, als ihr Vater die Lieferwagentür öffnet. „Was machst du hier drinnen?“, fragt er entgeistert und ärgerlich. „Warum bist du nicht bei Oma?“ „Oma ist nicht da“, antwortet die Achtjährige. Also muss Kati wohl oder übel mit auf die Paketauslieferungstour. Schnell wird sie zur kleinen Helferin, packt mit an, gibt Weganweisungen beim Fahren. Im Laufe des Tages entsteht eine unausgesprochene Verbundenheit zwischen Vater und Tochter. Doch diese wird jäh auf die Probe gestellt, als Kati ungerechterweise in einem Blumenladen als Diebin beschimpft wird. Faruk verlangt von ihr, sich zu entschuldigen, obwohl er ihr anscheinend glaubt. Wortlos sitzen sie danach im Auto. Faruk reicht ihr ein buntes Fruchtgummi, nimmt sich auch eine Süßigkeit und kaut schweigend. Nach einer Weile schaut Kati ihn von der Seite an und sagt, „Danke“. Einfühlsam erzählt „Bambirak“ eine Vater-Tochter-Geschichte vor dem Hintergrund prekärer Arbeitsverhältnisse und gesellschaftlicher Vorurteile. (ig)

Besonders geeignet für:

Schule
Kinder-und Jugendarbeit
Erwachsenenbildung

Link zum Verleih im Medienportal

Kurz Tipp Mai

Ich bin dein Mensch
Spielfilm von Maria Schrader
Deutschland 2021
104 Minuten – DVD2328 + online

Alma betritt leicht zögernd das Tanzlokal, wo bereits ein attraktiver Mann an einem Tisch auf sie wartet. Soweit erst einmal keine ungewöhnliche Situation. Doch die Konversation gestaltet sich irritierend. Tom macht Komplimente, Alma stellt nur Fragen wie: Was ist der Sinn des Lebens? Direkt gefolgt von: 3587 mal 982 durch 731? Tom antwortet jedes Mal blitzschnell und freundlich. Es stellt sich heraus, dass Alma als Wissenschaftlerin an einem Projekt teilnimmt, bei dem sie drei Wochen mit einem humanoiden Roboter zusammenlebt, der als ihr idealer Partner programmiert wurde. Ihr Job dabei – die Beurteilung, ob Maschinenwesen Bürgerrechte erhalten sollen. Zunächst skeptisch, fällt es Alma zunehmend schwerer, Ihre Objektivität zu behalten. Die Jury der Evangelischen Filmarbeit schreibt in ihrer Begründung zum Film des Monats: „Die Beziehungsdynamiken zwischen Mensch und Maschine werden gesellschaftliche Debatten noch lange beschäftigen. Dieser Film ist, auch dank der überzeugenden Hauptdarsteller:innen, guter Dialoge und vieler überzeugender Regieeinfälle ein intelligenter wie unterhaltsamer Beitrag dazu.“ (ig)

Besonders geeignet für:

Erwachsenenbildung
Filmreihe

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Kurz Tipp April

Gestrandet
Dokumentarfilm von Lisei Caspers
Deutschland 2016
76 Minuten – DVD2030 + online

Ostfriesland – weites Land, keine Großstadt. Ausgerechnet hierhin, in ein 1500-Seelen Dorf, verschlägt es eine kleine Gruppe eritreischer Flüchtlinge. Aman, Mohamed, Ali, Hassan und Osman lernen sich erst in Strackholt kennen, wo sie in einem alten Backsteinhaus außerhalb des Dorfes untergebracht sind. Die Gemeinschaft ist nicht unwillig, zu helfen, weiß aber nicht so recht wie. Journalistin Christiane fackelt nicht lange, backt einen Kastenkuchen und besucht die jungen Männer. „Sie waren total froh, dass überhaupt jemand kommt,“ erzählt sie. Zu der engagierten Frau gesellt sich Helmut, ein pensionierter Lehrer, der den Neuankömmlingen mit Leidenschaft Deutschunterricht gibt. Doch bei allen guten Vorhaben treten trotzdem Konflikte auf, die Ungewissheit, was die Zukunft und der Asylbescheid bringen, zehrt an den Nerven aller Beteiligter.
Lisei Caspers stellt die Menschen in den Mittelpunkt ihres Films. Lässt das Publikum an berührenden Momente, fröhlichem Miteinander teilhaben. Dabei verschweigt sie keineswegs, dass das Aufeinandertreffen mitunter durchaus Missverständnisse und Irritationen auslöst. „Gestrandet ist ein Film, der Hoffnung macht. Der zeigt, dass ein Zusammenleben Offenheit, Empathie und Konfliktfähigkeit braucht – gepaart mit einer Portion Pragmatismus und Durchhaltewillen. (ig)

Besonders geeignet für: Erwachsenenbildung - Filmreihen

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Kurz Tipp März

Zibilla
Animationsfilm von Isabelle Favez
Schweiz/Belgien 2019
26 Minuten – DVD2301 + online

„Ich finde deine Streifen superschön,“ sagt Karino, seines Zeichens ein braunes Pferd. Zebramädchen Zibilla freut sich. Allerdings nicht sehr lange, denn Karino ist zunächst der einzige, der das so sieht. Am ersten Schultag schlägt ihr nur Ablehnung und Spott entgegen. Alle Pferdekinder beäugen mit Misstrauen Zibillas schwarze Streifen. Als ihr der geliebte Plüschlöwe weg genommen wird, macht sie sich mit Karino auf die Suche. Es wird turbulent: Zibilla landet in einem Zirkus, befreit einen richtigen Löwen, macht ein Pferd im Löwenkostüm glücklich, indem sie dessen Talent zur Komik entdeckt und ihm im Zirkus einen neuen Job verschafft. Ihre Klassenkameradinnen und –kameraden beeindruckt Zibilla dann am Schluss selbst noch mit einem gewaltigen Löwengebrüll. Ende gut, alles gut.
Die zweidimensionalen, eher eckigen Figuren purzeln munter durch die Geschichte, begleitet von der entsprechenden Musik. Isabelle Favez packt ein schwieriges Thema, nämlich Ausgrenzung, in bunte Bilder mit einer Mut machenden kindgerechten Handlung. (ig)

Besonders geeignet: Grundschule - Kindertagesstätte

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Kurz-Tipp Februar

Made in Bangladesh
Spielfilm von Rubaiyat Hossain
Bangladesh, Dänemark, Frankreich, Portugal 2019
95 Minuten – DVD 2316

Schon wieder Nachtschicht. Die Nähmaschinen surren unablässig. Dicht an dicht sitzen die Frauen an ihren Arbeitstischen, Kabel hängen von der Decke, Fenster lassen sich nicht öffnen. Von gerechtem Lohn können die Arbeiterinnen nur träumen. Als eines Tages Feuer in der Fabrik ausbricht und eine der Kolleginnen dabei stirbt, reicht es der 23-jährigen Shimu. Sie will die Bedingungen so nicht länger hinnehmen. Mutig geht sie ans Werk, eine Gewerkschaft zu gründen. Dabei muss sie sich gegen Einschüchterung, Bestechung aber auch Widerstand von Seiten der Arbeiterinnen zur Wehr setzen. Doch beharrlich, listig und kühn treibt Shimu ihr Projekt, das zu einer Herzensangelegenheit geworden ist, weiter voran. Als es ihr am Ende gelingt, die Gewerkschaftsgründung vom Arbeitsministerium genehmigt zu bekommen, ist ein erster großer Schritt getan. Rubaiyat Hossein greift ein Thema auf, das traurige Berühmtheit erlangt hat - die prekären Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen in Bangladesch. Mit ihrem Film schafft die Regisseurin es, zugleich das Entwicklungsporträt einer starken jungen Frau zu zeichnen und gleichzeitig auf gesellschaftliche Verhältnisse aufmerksam zu machen, verpackt in eine fesselnde Handlung. (ig)

Besonders geeignet für: Schule - Erwachsenenarbeit - Filmreihe

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Kurz Tipp Januar

Youth Unstoppable - Der Aufstieg der globalen Jungend-Klimabewegung
Dokumentarfilm von Slater Jewell-Kemker
Kanada 2020 (OmU)
88 Minuten – DVD1215 und Online

Filmemacherin Slater Jewell-Kemker ist 11 Jahre alt, als sie den renommierten Meeresbiologen Jean-Michel Cousteau kennenlernt. Eine Begegnung, die ihr Leben nachdrücklich prägt. Als sie mit ihren Eltern auf eine Farm nach Ontario zieht, lernt sie in den nächsten Jahren viel über Klimawandel und ist entschlossen, dagegen anzugehen. Mit 15 bekommt sie die Gelegenheit als Jugenddelegierte auf dem G-8 Gipfel in Tokio zu sprechen. Sie nimmt ihre Kamera mit. Damit beginnt ein Langzeitfilmprojekt, das bis in die Gegenwart führt. Über viele Jahre hinweg interviewt sie Prominente und Politikerinnen und Politiker, zeigt Jugendliche mit ihrem Einsatz für eine bessere Umweltpolitik. Klimakonferenzen, Demonstrationen, Gesprächsrunden. Mal voller Hoffnung, mal voller Frustration. Entstanden ist eine sehr persönliche Beobachtung der weltweiten Jugendklimabewegung, die trotzdem einen grundlegenden Überblick gibt. 
Ganz nebenbei entwickelt sich der Film auch zu einer Coming-of-Age Geschichte. Über zwölf Jahre hinweg zeigt „Youth Unstoppable“ die Entwicklung von Slater auf ihrer Suche nach ihrem Platz im Leben wie auch in der Klimaschutzbewegung. Offen thematisiert sie immer wieder ihre Zweifel. Ist es sinnvoller, sich als Aktivistin einzusetzen oder liegt ihr Beitrag darin, Geschichten zu erzählen und zu dokumentieren? Entscheidend wird für sie eine Reise nach Nepal, nach der sie beschließt, sie müsse ihre eigene Lebensweise ändern und wird Bienenzüchterin. Slater begegnet Jean-Michel Cousteau noch einmal viele Jahre nach ihrem ersten Treffen und fragt ihn, was ihm im Angesicht der weltweiten Entwicklungen Hoffnung gibt. Darauf antwortet er: „Menschen wie Du“. (ig)

Besonders geeignet für:  Schule - außerschulische Jugendarbeit - Konfirmandenarbeit

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Kurz Tipp

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