Kurz-Tipps 2021 - Evangelische Medienzentrale

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Kurz Tipp

EZEF

Algo-Rhythm

Kurzfilm von Manu Luksch
Großbritannien, Österreich, Senegal 2019
14 Minuten – DVD1094 und online

Dafür gehen sie neue Wege: Sie engagieren einen digitalen Djinn, einen algorhythmischen Geist. „Mr. X“ garantiert ihnen Erfolg. Wahlbetrug, Bestechung, Gewalt ist „old school“- jetzt heißt die Devise: Daten, Daten, Daten. Viel subtiler und zielführender. Der Film findet eine eigene audiovisuelle Sprache, wirbelt pop-kulturelle Referenzen, futuristisch- abstrakte Oberflächen mit schnellen Rap-Texten durcheinander. Er erzählt weniger eine Geschichte, als dass er die Zuschauer*innen auffordert, genau hinzusehen und –hören. Manu Luksch will sichtbar machen, was schwer vorstellbar ist – algo-rhythmische Prozesse. Dabei sind Themen wie Politik, korrupte Medienpolitik, Datenmissbrauch, Big Data und Maschinenintelligenz in die Bits und Bytes ihres Films verwoben. 
Algo-Rythm als eine Art Rap-Musical versucht, auf sehr originelle Weise ein kritisches Bewusstsein zu schaffen. Es ist ein Film, bei dem sich mehrfaches Anschauen lohnt. Die Schnelligkeit der Bilder, der Texte erfordert Konzentration – der Film verweigert sich schlichtem Konsumieren. Algo-Rhythm ist nicht nur ein Film über eine technisierte Welt, sondern er kommentiert gleichzeitig die Hip-Hop-Szene Dakars und hinterfragt gängige Afrika-Klischees. Filmemacherin Manu Luksch setzt sich in ihren interdisziplinären Arbeiten und Filmen immer wieder mit sozialpolitischen Fragen zur hyper-vernetzten Gesellschaft auseinander. (ig)

Besonders geeignet für: Schule - Jugendarbeit - Erwachsenenbildung

Kurz Tipp

Methode-Film

Die Größe der Dinge

Kurzspielfilm von Carlos Felipe Montoya
Kolumbien 2018
12 Minuten – online
Diego stapft durch den urwüchsigen Wald. Plötzlich entdeckt er mitten auf einer Lichtung einen unscheinbaren Holzstuhl. Er nimmt ihn in sein karges Zuhause mit. Sein Vater fordert ihn jedoch auf, den Stuhl zurück  zu bringen. „Es ist nicht gut, fremde Dinge zu nehmen.“ Auch der Einwand des Jungen, der Stuhl gehöre doch niemanden, überzeugt den Vater nicht. Im Laufe der märchenhaften Geschichte beginnt der Stuhl ein rätselhaftes Eigenleben zu entwickeln – wird größer, kleiner, winzig. Relationen, Wirklichkeiten, Wahrnehmungen ändern sich. Ob pädagogische Fabel oder der Blick eines Kindes in seine Welt, der Film lässt verschiedene Deutungen zu und öffnet damit eine Fülle von Diskussionsansätzen zu grundlegenden Lebensfragen. 
Mal sind Diego oder sein Vater groß im Bild zu sehen, mal liegt der Fokus auf einem Detail, mal eröffnet die Kamera eine größere Perspektive. Alles in einem langsamen doch stetigen Wechsel, der zusammen mit der Geräuschkulisse eine magische Stimmung erzeugt. Gerade dadurch, dass der Film komplett auf Musik verzichtet und nur mit Natur- oder Alltagsgeräuschen arbeitet, bekommt er eine zusätzliche  Intensität. Dem Regisseur geht es jedenfalls nicht um eine bestimmte Moral oder eindeutige Interpretation seines Films wie er einmal in einem Interview sagte. Er möchte zu kreativer Auseinandersetzung inspirieren. Insofern ist „Die Größe der Dinge“ ein Film, der auf alle Fälle gemeinsam mit anderen geschaut werden sollte, um genau dies zu ermöglichen: lebendigen Austausch. (ig)

Besonders geeignet für: Schule - Kinder– und Jugendarbeit - Erwachsenenbildung

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