Kurz-Tipps 2020 - Evangelische Medienzentrale

Evangelische Medienzentrale

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Evangelische Medienzentrale Frankfurt

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Kurz Tipp

Katholisches Filmwerk GmbH

Die brillante Mademoiselle Neila

Spielfilm von Yvan Attal
Belgien, Frankreich 2017
92 Minuten – DVD2210

Neila kommt abgehetzt und zu spät zur Vorlesung. Von nun an hat sie die ungeteilte Aufmerksamkeit ihres Professors – sehr zu ihrem Leidwesen. Denn Professor Mazard tut sich gern mit rassistischen Bemerkungen hervor. Allerdings geht er dieses Mal zu weit. Es droht ein Eklat an der Universität. Um die Wogen zu glätten, soll er Neila auf einen renommierten Rhetorikwettbewerb vorbereiten. „Was zählt, ist recht zu haben. Scheiß auf die Wahrheit“, formuliert Professor Mazard an einer Stelle derb die Grundhaltung. Und führt anschaulich vor, wie sich Menschen durch Redekunst manipulieren lassen. Neila entwickelt sich zu einer brillanten Rhetorikerin, die schließlich alle Spielregeln der Kunst mühelos beherrscht. Eindrucksvoll zeigt der Film, was Sprachfähigkeit bedeutet und welche Macht Worte haben - besonders, wenn sie gezielt und gekonnt eingesetzt werden. Er fordert zum genauen Hinschauen und –hören auf und ist gleichzeitig ein Plädoyer für Verständigung. 
Zunächst stehen sich zwei Menschen gegenüber, die beide ihre eigene Agenda haben, warum sie sich auf das Wettbewerbsprojekt einlassen. Doch es dauert nicht lange, bis sie merken, dass ihr Gegenüber beileibe nicht so leicht in eine Schublade einzusortieren ist, wie gedacht. Neila und Professor Mazard haben sich auf das Wagnis eingelassen, miteinander um Erkenntnis zu ringen und damit den Weg für Veränderung zu ebnen. In einer Welt, in der mit „fake news“ Politik gemacht wird, in der Populisten Meinungsmache betreiben, ist die Fähigkeit, sich nicht mit Oberflächlichem zufrieden zu geben, sondern sich mit Themen und Menschen jenseits von Klischees und Vorurteilen zu beschäftigen, unerlässlich für die Gestaltung einer gerechten und demokratischen Gesellschaft. 

Besonders geeignet für: Erwachsenenbildung - Schule - Filmreihe

Kurz Tipp

©Samsa Film/TS Productions/Lama Films/Artemis Productions

Tel Aviv On Fire 

Spielfilm von Sameh Zoabi
Belgien, Frankreich, Israel, Luxemburg 2018
93 Minuten – DVD2230

Gebannt sitzen sie jeden Abend vor den Fernsehgeräten – egal ob Palästinenser oder Israelis: Die Seifenoper „Tel Aviv On Fire“ lässt alle Herzen gleichermaßen höherschlagen. Salam, Palästinenser aus Ostjerusalem ist Teil der Filmcrew und muss jeden Tag den Checkpoint nach Ramallah passieren. Bei einer Kontrolle behauptet er, der Drehbuchautor zu sein, was zu skurrilen Entwicklungen und einer kreativen Verbrüderung mit einem israelischen Kommandanten führt. Regisseur Sameh Zoabi schafft es, ein bitterernstes Thema warmherzig, witzig und pointiert in eine Filmhandlung zu verpacken. Der Nahostkonflikt einmal anders. 
Denn Filme über den seit Jahren dauernden, scheinbar unlösbaren Nahostkonflikt gibt es einige. Vielfach sind es Dokumentationen oder fiktive Geschichten, die sich auf Themen wie Gewalt, Ursachenergründung oder die Entwicklung der Auseinandersetzungen konzentrieren. „Tel Aviv on Fire“ dagegen, setzt an einem heute weitverbreiteten Phänomen der Filmserienleidenschaft an und schafft damit einen allgemein verständlichen Ansatzpunkt, der gleichzeitig innerhalb der Rahmenhandlung der Geschichte Menschen verbindet, die in der Realität auf verschiedenen Seiten stehen. Und er vermittelt trotzdem ein Gefühl für die Menschen unabhängig davon, auf welcher Seite der Mauer sie leben. 

Besonders geeignet für: Erwachsenenbildung - Filmreihe

Kurz Tipp

DVD Complett -Evangelisches Medienhaus Stuttgart

Der Wind im Schilfrohr

Animationsfilm von von Nicolas Liguori und Arnaud Demuynck
Belgien, Frankreich 2017
27 Minuten – DVD2215

In einem imaginären Land zu einer fernen Zeit will ein Troubadour die Menschen mit seiner Musik erfreuen. Doch kaum betritt er das Königreich, beschlagnahmen Soldaten rabiat all seine Instrumente. Denn seit der Königssohn taub und stumm aus einem Krieg zurückgekehrt ist, darf es keine Musik mehr geben. Nur eine kleine Flöte kann der Troubadour vor den Soldaten verstecken. Doch dank seiner Findigkeit und der Widerständigkeit der Menschen, die sich doch nicht alles verbieten lassen, gelingt es, dass wieder Freude und Musik in das Land einziehen können. Die künstlerische und liebevolle Gestaltung der Bilder unterstreicht die märchenhafte Geschichte, die von Mut, Zusammenhalt und Freiheit erzählt.
Geeignet ab acht Jahre, eröffnen Machart und Inhalt des Kurzfilms verschiedene Zugänge. Die Beschäftigung mit der Ästhetik der Bilder sensibilisiert für Farben und Formen und veranschaulicht Zusammenhänge von Inhalt und Form. Gleichzeitig bietet die Musik als sowohl inhaltlicher Teil der Geschichte als auch Gestaltungselement des Films einen direkten Anknüpfungspunkt für Kinder. Darüber hinaus regt der Film an, darüber nachzudenken, wie ein gutes Miteinander aussehen könnte, was es braucht, um für seine Überzeugungen einzustehen. Ob in der Grundschule oder im Kindergottesdienst, „Der Wind im Schilfrohr“ verzaubert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen.  

Besonders geeignet für: Grundschule - Sekundarstufe I - Kindergottesdienst

Link zum Verleih im Medienportal



Kurz Tipp

Methode Film

Obon

Animationsfilm von André Hörmann, Anna Samo
Deutschland 2018
15 Minuten – online

„Jahrelang hat es mich in meinen Träumen verfolgt…“, sagt eine Frau auf Japanisch. Es ist die Stimme von Akiko Takakura, die den Atombombenabwurf auf Hiroshima überlebt hat. Jedes Jahr zu Obon, dem buddhistischen Fest des Totengedenkens, besucht sie die Gräber ihrer Familie. Mit diesem Anknüpfungspunkt erzählt der Film ihre Geschichte und vereint Gegenwart mit Vergangenheit, den Tod mit der Hoffnung. Der Film basiert auf mehrstündigen Interviews, die André Hörmann mit der damals 87-Jährigen machte. Zusammen mit Anna Samos Bildsprache ist ein zutiefst berührender Animationsfilm entstanden. 

Besonders geeignet für: Erwachsenenbildung - Schule

Kurz Tipp

BjF

Gelato – Die sieben Sommer der Eisliebe

Animationsfilm von Daniela Opp
Deutschland 2017
12 Minuten – DVD2223 (Kurzfilme für Kinder - Mit Prädikat! - 4)

Genüsslich ein Eis schleckend, sitzen Molly und Rosa gemütlich auf dem Sofa in Rosas Wohnung über der Eisdiele. Die beiden trennen zwar 80 Jahre, aber die Liebe zum Speiseeis verbindet beide ungemein. Rosa erzählt von früher, als das Eis seinen Siegeszug von Italien nach Deutschland antrat. Mit dem Eis kam auch Paolo, dessen Eltern die Eisdiele gehörte. Sommer für Sommer verbrachten sie miteinander, bis daraus eine zarte Liebe wurde. Der Krieg zwang die Familie schließlich Deutschland zu verlassen. “Du hast ihn nie wieder gesehen?“, fragt Molly ungläubig. Aber das Happy End lässt zum Glück nicht lange auf sich warten. Im Garten der Eisdiele erleben Rosa und Paolo im hohen Alter dann doch noch ihren siebten Sommer der Eisliebe. Fröhlich und pfiffig erzählt mit einem Einblick in deutsch-italienische Geschichte.

Besonders geeignet für: Schule - Seniorenarbeit

Kurz Tipp

imFilm Agentur

Camino al la Paz

Spielfilm von Francisco Varone - Argentinien, Deutschland, Niederlande 2015 - OmU
85 Minuten – DVD 2181

Ein Anruf nach dem anderen. Vermeintlich in der Taxizentrale, doch tatsächlich landen die Telefongespräche aufgrund eines technischen Fehlers bei dem arbeitslosen Sebástian. Zuerst unfreiwillig, aber dann mit zunehmender Ernsthaftigkeit betreibt der Mittdreißiger im alten Peugeot 505 seines verstorbenen Vaters nun einen Fahrdienst. 
Stammkunde Jalil heuert eines Tages den zunächst zögerlichen Sebastián an, ihn von Argentinien nach Bolivien zu chauffieren. Dort will sich der gebrechliche alte Herr mit seinem Bruder treffen, um eine Pilgerfahrt nach Mekka anzutreten. 3000 Kilometer Zeit, Altes über Bord zu werfen, Neues zu wagen, Unbekanntes zu entdecken. Am Ende nehmen beide von der Reise mehr mit, als am Anfang für möglich gehalten. Leise und berührend erzählt Filmregisseur Francisco Varone eine Geschichte von Begegnung, Verantwortung, Respekt. 

Besonders geeignet für:  Erwachsenenbildung - Filmreihe

Kurz Tipp

katholisches Filmwerk gmbH

Him und Her

Animationsfilm von Nathalie Lamb
Deutschland 2018
8 Minuten – DVD 2204

Telefonklingeln. Eine Männerstimme: „Ich kann es kaum erwarten, Dich in zwei Wochen zu sehen“. Eine Frauenstimme: „Ich habe den Flug noch nicht gebucht. Kobayashi hat mich aufgefordert zu bleiben, bis der Deal abgeschlossen ist“. Ein Konflikt liegt in der Luft. Doch zunächst nimmt das Gespräch eine andere Richtung. Er und sie entwickeln eine leichtfüßige Fantasie, wie sie ein gemeinsames Baumhaus einrichten würden. Nathalie Lamb setzt dies in liebevoll ausgestaltete Bilder um, die dann die zunehmende Dramatik im Gespräch widerspiegeln. Denn es gibt unterschiedliche Vorstellungen, wie sich herauskristallisiert. „Him and Her“ verwebt geschickt Themen wie Träume, Liebe, Geschlechterrollen miteinander und ist gleichzeitig ein Kommentar zur Arbeit in der modernen Welt.

Besonders geeignet für: Schule - Erwachsenenbildung

Link zum Verleih im Medienportal



Kurz Tipp

Bild: © Johannes Waltermann – Film: Joe Boots

Joe Boots

Dokumentarfilm von Florian Baron - Deutschland 2017
28 Minuten – DVD2185 + online

Zunächst ertönt nur eine Stimme aus dem Off, erzählt von Wut, Angst, Aggressionen, unkontrollierbaren Ausrastern. In Zeitlupe ziehen Bilder vorbei. „Ich heiße Joe Boots und komme aus einer Arbeitersiedlung in Pittsburg, Pennsylvania“, stellt sich der Protagonist des Films schließlich vor. „Wann immer es Krieg gibt, kommen die Soldaten aus Gegenden wie dieser.“ Joe Boots kehrt aus dem Irakkrieg mit einer posttraumatischen Belastungsstörung zurück. Er berichtet von seiner ursprünglichen Kriegsbegeisterung, der Desillusionierung, den Schwierigkeiten in seinem Heimatland wieder Fuß zu fassen. Klug und reflektiert blickt Joe Boots auf sein Leben und die USA.

Besonders geeignet für:  Gymnasiale Oberstufe - Erwachsenenbildung

Link zum Verleih im Medienportal



Kurz Tipp

EZEF - Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogenen Filmarbeit

Chicks on Boards

3 Kurzfilme von Dörthe Eickelberg - Deutschland 2017
Jeweils 26 Minuten – DVD 1880 + online

2020 feiert Surfen seine Premiere bei den Olympischen Spielen. Filmemacherin und arte-Moderatorin Dörthe Eickelberg hat sich auf den Weg gemacht und leidenschaftliche Surferinnen in Indien, Gaza sowie Südafrika besucht. Steht Surfen als Sport für Freiheit, Toleranz und Naturverbundenheit, so machen die jungen Frauen in der Realität doch andere Erfahrungen. Sie müssen gleich an mehreren Fronten kämpfen – in der Surferszene ringen sie um Anerkennung und gleichzeitig sind sie gezwungen, sich in Gesellschaften zu behaupten, die ein anderes Rollenverständnis haben, als sie selbst. Das tun sie mutig und authentisch. Anhand der persönlichen Geschichten öffnet Dörthe Eickelberg den Blick auf Lebensbedingungen von Mädchen und Frauen in anderen Teilen der Welt.

Besonders geeignet für:  Schule - Jugendarbeit

Link zum Verleih im Medienportal



Kurz Tipp

EZEF

Watu Wote 

Kurzspielfilm von Katja Benrath - Deutschland/Kenia 2017
23 Minuten – DVD1370

Der Bus ist voll. Verstohlene Blicke hier und da, die meisten schlafen. Für Jua bedeutet es 31 Stunden Unsicherheit und Angst vor Überfällen. Die junge Christin ist unterwegs zu ihrer kranken Mutter im Norden Kenias. Hin und wieder schaut sie aus dem Augenwinkel kurz zu der  Muslima neben sich. Plötzlich ertönen Schüsse, Milizen stürmen den Bus und fordern alle auf, den Bus zu verlassen. Christen und Muslime getrennt. Blitzschnell entreißt Juas Sitznachbarin ihr die Gebetskette und wirft ihr ein Kopftuch über. Draußen kauern alle verängstigt zusammen. „Wo ist die Christin“, brüllt der Anführer und entsichert  sein Maschinengewehr, zielt auf ein kleines Mädchen. Doch niemand antwortet. Keine Drohung funktioniert. Auch nicht, als einer der Fahrgäste angeschossen wird. Lehrer Salah Ferrah tritt den Terroristen entgegen. „Ist es das, was der Koran dich gelehrt hat?“, fragt er. „Töte mich“. In dem Augenblick kommen Polizeiautos herangebraust. Im Weglaufen feuert einer der Terroristen noch auf den Lehrer. Dieser geht zu Boden. Er wird später seinen Verletzungen erliegen, aber alle anderen sind gerettet.  Anschaulich vermittelt der Film ein Gespür für die Atmosphäre und zeigt die Folgen von Hass und Gewalt. Zugleich ist er ein starkes Plädoyer für Mitmenschlichkeit und die Kraft von Gemeinschaft.

Besonders geeignet für: Schule - Erwachsenenbildung 

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