Kurz-Tipps 2019 - Evangelische Medienzentrale

Evangelische Medienzentrale

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Evangelische Medienzentrale Frankfurt

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Kurz Tipp

Katholisches Filmwerk GmbH

Im Namen des Vaters

Kurzspielfilm von Timothy Josha Wennekes
Belgien 2012
14 Minuten – DVD2175

„In Deinem Namen singen wir von Deiner Kraft und Herrlichkeit“, singt Thomas mit kratziger Stimme. Die nächsten Textzeilen machen sofort klar, in welchem Gottesdienst sich der junge Gläubige befindet: „Segne seinen Namen, ja wir zeigen Reue und sind unserem Gott Jehova für immer treu.“ Noch scheint alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Gottesdienst, gemeinsame Mahlzeit der Familie mit Gebeten, die Taufe des jüngeren Bruders steht an. Doch es gibt einen älteren Bruder, der aus der Gemeinschaft ausgeschlossen ist und nicht mehr bei der Familie lebt. Heimlich besucht Thomas Lucas. Als der Vater Thomas‘ „Fehlverhalten“ zufällig entdeckt, wird der Junge vor den Ältestenrat zitiert, denn - so die Meinung der Gemeinschaft -  Jehova erlaube den Umgang mit einem Abtrünnigen nicht. Thomas ringt mit sich und kann doch den strengen Glaubensregeln nicht folgen. Da er trotz eindringlicher Ermahnung nicht bereut, wird er ebenfalls ausgeschlossen. Am Ende schaut er von Ferne traurig der Taufe seines jüngeren Bruders zu. Ein Film über die Sehnsucht nach Gemeinschaft und was es bedeutet, wenn es keinen Raum für freie Entscheidungen gibt.

Besonders geeignet für: Schule - Erwachsenenbildung - Jugendarbeit

Link zum Verleih im Medienportal



Kurz Tipp

Katholisches Filmwerk

Carlotta’s Face

Animationsfilm von Frederic Schuld und Valentin Riedl
Deutschland 2018
5 Minuten – DVD2172

Ein Kopf wie ein Blütenblatt, ein kleiner schwarzer Körper. Menschen und Dinge tauchen auf, schemenhafte Figuren, ohne Gesichter. Alles ist in Bewegung: Carlottas Welt, visualisiert als kunstvoller Animationsfilm. Die junge Frau leidet an so genannter Gesichtsblindheit, erkennt noch nicht einmal ihr eigenes Antlitz im Spiegel. Aus dem Off kommentiert und beschreibt sie ihre Erfahrungen. „Schule war der absolute Horror für mich. Alle sahen gleich aus“, erzählt sie. Jede Pause wurde zur Qual. Dann entdeckt sie eine Zeichenmethode, bei der sie ihr Gesicht abtastet und versucht, das Ganze zweidimensional aufs Papier zu bringen. Vor den Augen der Zuschauerinnen und Zuschauer entsteht nach und nach ein Gesicht. Am Ende schaut Carlotta selbstbewusst ins Publikum.

Besonders geeignet für: Schule - Erwachsenenbildung - Jugendarbeit

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Kurz Tipp

Katholisches Filmwerk GmbH

How long, not long

Animationsfilm von Michelle Kranot und Uri Kranot
Dänemark 2016
6 Minuten – DVD2141

Bilder der Vergangenheit, Bilder der Gegenwart, verfremdet und doch erkennbar, virtuos kombiniert. Eindringliche Musik bestimmt den Rhythmus. Allem voran steht die Frage Martin Luther Kings: „Wie lange wird es dauern?“ Wie lange werden Vorurteile noch die Vorstellungen der Menschen trügen?“ Und seine Antwort: „Nicht lange“. Es sind düstere Kapitel der Geschichte, drängende Fragen unserer Zeit, die in leuchtenden Farben in schneller Folge vorbeiziehen. Von Hexenverfolgung bis Klimawandel spannt der Animationsfilm den Bogen. Und immer wieder die Frage „Wie lange?“.  Eine furiose Reise, die die Zuschauerinnen und Zuschauer auffordert, über ein universelles Verständnis von menschlicher Zusammengehörigkeit nachzudenken. Damit  aus Martin Luther Kings „nicht lange“ ein „jetzt“ wird.

Besonders geeignet für: Schule - Erwachsenenbildung - Jugendarbeit

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Kurz Tipp

Verleih: Katholisches Filmwerk GmbH

Capernaum – Stadt der Hoffnung

Spielfilm von Nadine Labaki
Frankreich/Libanon/USA 2018
122 Minuten – DVD2192

Zain ist 12 Jahre alt. Vielleicht. Weder er noch seine Eltern wissen es genau. Er hat keine Papiere, Schulunterricht ist ein Fremdwort für ihn. Mit Gelegenheitsjobs muss der junge Libanese Geld verdienen. Jetzt steht er vor Gericht und klagt seine Mutter und seinen Vater an: Sie sollen keine Kinder mehr in die Welt setzen, weil sie sich um die, die sie schon haben, nicht kümmern. Während des Prozesses entfaltet sich langsam Zains Geschichte. Bittere Armut, drogendealende Erwachsene, Kriminalität bestimmen seinen Alltag. Als Zain seine elfjährige Schwester vor der Verheiratung nicht schützen kann, reißt er aus. Unterschlupf findet der Junge bei einer Äthiopierin, die ihn in ihre winzige Wellblechhütte aufnimmt, obwohl sie selbst kaum über die Runden kommt und ständig mit Abschiebung rechnen muss. Bei Rahil erfährt er erstmals so etwas wie Zuwendung und kümmert sich selbst liebevoll um das Baby der Äthiopierin, während sie arbeitet. Doch eines Tages kehrt Rahil nicht mehr zurück. Zain versucht daraufhin alles Menschenmögliche, sie zu finden. Als dies nicht gelingt, will er zumindest dem Baby eine Zukunft verschaffen. Ein großes Drama von beeindruckender Intensität und ein Film, der einem noch lange nachgeht.
Film des Monats der Jury der Evangelischen Filmarbeit – Januar 2019, Cannes 2018: Preis der Jury, Preis der Ökumenischen Jury
Besonders geeignet für: Erwachsenenbildung

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Kurz Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Gabi

Kurzspielfilm von Michael F. Nathansky
Deutschland 2017
30 Minuten – DVD1851

Gabi schleppt wuchtige Zementsäcke auf der Arbeit, hilft nebenbei ihrer Schwester im Frisiersalon. Auch um den pflegebedürftigen Vater kümmert sie sich liebevoll. Alles klaglos, unermüdlich und ohne jegliche Anerkennung. Bis zu dem Tag, als ihr Lehrling sie bittet, ihm mit einem Rollenspiel zu helfen. Zunächst etwas widerwillig, lässt sie sich schließlich darauf ein. Plötzlich öffnet sich ihr eine neue Welt. Gabi schlüpft nun in der Begegnung mit anderen in verschiedene Rollen. Gewohntes wird auf den Kopf gestellt. Das sorgt für Irritationen. Nicht nur bei den Filmfiguren. Auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer bleiben Fragen offen. Doch dies macht auch den Reiz des Kurzspielfilms „Gabi“ von Michael F. Nathansky aus. Hauptdarstellerin Gisa Flake überzeugt mit Wandelbarkeit und Intensität. Mit „Gabi“ lässt sich trefflich über Themen wie Identität und Kommunikation diskutieren. Das „perfekt komponierte Portrait einer guten Seele, kombiniert mit fließendem Timing und stimmiger Bildgestaltung macht GABI zu einem herausragenden Beispiel aktueller deutscher Erzählkunst“, meint die Jury des Deutschen Kurzfilmpreises. (ig)

geeignet für: Schule - Erwachsenenbildung - Jugendarbeit

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Kurz Tipp

Foto: Lingua Video.com

Nacht der Nächte 

Dokumentarfilm von Yasemin und Nesrin Şamdereli
Deutschland, Indien, Japan, USA 2017
93 Minuten – DVD2156

„In guten wie in schlechten Tagen“, wollen Eheleute beieinander sein. Ein großes Versprechen, das für immer gelten soll. Wie funktioniert das? Gibt es ein Rezept? Unterhaltsam, nachdenklich und anrührend beantwortet „Nacht der Nächte“ diese Fragen. Die beiden Dokumentarfilmerinnen stellen vier Paare aus drei Kontinenten vor, die 55 Jahre und länger miteinander verbunden sind. Und die unterschiedlicher kaum sein könnten: ein indisches Paar, das gegen das Kastensystem geheiratet hat, ein japanisches Ehepaar, das zwangsverheiratet wurde, ein Paar aus dem Ruhrgebiet und zwei homosexuelle Männer, die erst heiraten durften, als sie schon 50 Jahre zusammen waren. Offen erzählen die Ehepartner von Höhen und Tiefen ihrer gemeinsamen Zeit. Selbst wenn die Liebe nicht bei allen von Anfang an eine Rolle spielte – am Ende ist sie doch bei allen spürbar. (ig)

geeignet für: Seniorenarbeit - Erwachsenenbildung - Jugendarbeit


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Kurz Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Pfau

Animationsfilm von Julia Ocker
Deutschland 2017
4 Minuten – DVD2157 + online

Der Vorhang öffnet sich, stolz schreitet ein tiefblauer Vogel auf die Bühne. Er tänzelt nach links, er tänzelt nach rechts. Er präsentiert voller Anmut seine bunten Pfauenfedern. Doch bei der Zugabe entwickeln die Federn plötzlich ein Eigenleben. Ihnen fehlt die Anerkennung, denn der Pfau ließ sich ohne ausgebreitete Federn feiern. Und so sorgen sie für Durcheinander. Die Aufmerksamkeit ist ihnen erst einmal damit sicher. Allerdings fackelt der Pfau nicht lange und zieht die Federn stracks wieder ein. Nun kommt er mit dieser Methode aber auch nicht weit, dem Publikum gefällt die Darbietung keineswegs. Erst als der Pfau mitsamt seinem Federnensemble in schönster Harmonie immer neue  Pirouetten dreht, braust der Applaus erneut auf. In klassischer Erzähltradition knüpft Julia Ocker in ihrem Animationsfilm an das literarische Genre der Tierfabel an, in der jedes Tier eine kleine Lektion über das Leben lernt. (ig)

geeignet für: Kindergarten und Grundschule

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Kurz Tipp

Foto: Farbfilm Verleih

Nicht ohne uns 

Dokumentarfilm von Sigrid Klausmann
Deutschland 2016 - 87 Minuten – DVD2088

15 Länder, 16 Kinder, 5 Kontinente, 1 Stimme. Sie sind zu Fuß, mit dem Bus, der Bahn, einem Skateboard, einem Esel oder gar auf Skiern unterwegs: Sechzehn Kinder an unterschiedlichen Ecken dieses Globus. Jeden morgen machen sie sich auf den Weg zur Schule. Das ist teilweise mühselig oder gefährlich, aber sie lassen sich nicht davon abhalten, denn sie wollen lernen. Der Film begleitet die einzelnen Kinder vom ersten Zähneputzen bis sie das Schultor erreichen. Dabei erzählen sie von ihren Träumen, Ängsten und Sorgen wie Hoffnungen. So verschieden die Persönlichkeiten und Lebensumstände der Kinder sind, ist doch der Wunsch groß nach einer Zukunft in Frieden. Gleichzeitig haben sie aber auch einen realistischen Blick auf globale Herausforderungen und benennen Gefahren wie Umweltzerstörung, Klimawandel und die Furcht vor Krieg und Gewalt. Mit seiner Besonderheit, dass er rein aus der Sicht von Kindern erzählt, bietet „Nicht ohne uns“ viele Anknüpfungspunkte für Mädchen und Jungen hierzulande. (ig)

geeignet für: Schule - Kinder- und Jugendarbeit

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Kurz Tipp

Methode Film

Ein gelungener Nachmittag

Kurzspielfilm von Martin Turk
Kroatien, Slowenien 2016
8 Minuten – DVD2150 + online

Wieder ein erfolgloses Bewerbungsgespräch. Zum Glück wartet danach Sohn Luka auf den Vater. Auf geht’s nach Hause durch die regennasse, graue Stadt. Ein bisschen Quatsch machen, ein bisschen herumtrödeln. Und für eine Kugel Eis reichen die Münzen gerade noch. Dann der unverhoffte Segen. Luka findet ein Portemonnaie mit Geld. Aber da versteht sein Vater keinen Spaß: Die Börse muss mit komplettem Inhalt zurückgegeben werden. Vielleicht wartet ja sogar ein kleiner Finderlohn. Doch weit gefehlt – mehr als ein mageres „Danke“ gibt es nicht und ruckzuck stehen die beiden vor der erneut geschlossenen Haustür. Schulterzuckend machen sich Vater und Sohn wieder auf den Heimweg. Die Laune lassen sie sich durch das Erlebnis nicht verderben.  Martin Turk hat eine kleine Studie über Arm und Reich, über Gedankenlosigkeit und liebevolle Zuwendung gemacht. Präzise, stimmig, berührend. (ig)

geeignet für: Schule - Konfirmandenunterricht - Erwachsenenbildung

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Kurz Tipp

Foto: Bundesverband Jugend und Film

Zugvögel – Wenn Freundschaft Flügel verleiht

Spielfilm von Yves und Olivier Ringer
Belgien / Frankreich 2015 - 84 Minuten – DVD2090

Wieder so eine verrückte Idee. Ein Ei in einer Kiste. Was für ein Geburtstagsgeschenk! Cathy verdreht im Stillen ein wenig die Augen über ihren Vater. Das neue Handy von ihrer Mutter gefällt ihr sichtlich besser. Nichtsdestotrotz kümmert sich Cathy sorgsam um das ungewöhnliche Präsent. Hat ihr der Vater doch eingeschärft, sie müsse unbedingt dabei sein, wenn das  Küken schlüpft, damit es sie als Mutter begreift. Aber wie so vieles im Leben kommt es anders. Statt Cathy sitzt gerade ihre beste Freundin vor dem kleinen Brutkasten als das Entenkind aus dem Ei krabbelt. Margaux ist entzückt, ihre Eltern ganz und gar nicht. Sie sind der Meinung, dass ihre im Rollstuhl sitzende und bewegungseingeschränkte Tochter überhaupt nicht in der Lage sei, für das Tier zu sorgen. So machen sie kurzen Prozess und geben das Küken klammheimlich in einen Entenzuchtbetrieb. Als die beiden Mädchen herausfinden, was mit dem Federvieh dort geschieht, ist ihr Ärger groß. Flugs entwickeln sie einen Plan zur Rettung. „Zugvögel“ ist ein Roadmovie, eine feinfühlig erzählte Geschichte über Freundschaft, Zu- und Vertrauen und Freiheit. Ganz nebenbei wirft der Film mit großer Selbstverständlichkeit einen Blick auf das Leben mit einer Behinderung. (ig)

geeignet: Schule - Kinder- und Jugendarbeit - Konfirmandenarbeit

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Kurz Tipp

Foto: Filmsortiment

Mein Leben als Zucchini

Animationsfilm von Claude Barras
Frankreich/Schweiz 2016 - 63 Minuten – DVD1327

Mit seinen verwegen blauen Haaren, den niedlichen abstehenden Ohren und seiner charmanten Schüchternheit gewinnt die neunjährige Hauptfigur mit Spitznamen Zucchini schnell die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. In seinem Puppentrickfilm erzählt Claude Barras mit Hilfe seiner liebevoll gestalteten Figuren mit überdimensionalen Köpfen auf zierlichen Körpern eine Geschichte von Verlust und Ausgrenzung aber auch vom Ankommen und Angenommensein. Zucchini muss nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus. Doch bei den anderen Kindern, die alle auch ihr Päckchen zu tragen haben, findet Zucchini Freundschaft, Geborgenheit und Spaß. Und ganz am Ende steht sogar für Zucchini und seine beste Freundin ein neues Zuhause. Die Frage, ob es sich hierbei um einen Kinderfilm, einen Familienfilm oder doch einen Film für Erwachsene handelt, ist nicht eindeutig zu beantworten. Und das ist eine der Stärken dieses warmherzigen Films. (ig)

geeignet für: Erwachsenenarbeit  - Kinder- und Jugendarbeit

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