Kurz-Tipps 2012 - Evangelische Medienzentrale

Evangelische Medienzentrale

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Beispiel zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht

Evangelische Medienzentrale Frankfurt

Menümobile menu

Kurz-Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Sturm

Spielfilm von Hans-Christian Schmid
105 Minuten, Deutschland/Dänemark/Niederlande 2009 – DVD1544

Mit den Kindern am Strand herumtollen, Kaffeetrinken an der Strandpromenade. Und doch wird schnell klar: hier stimmt etwas nicht. Rasant entwickelt sich dann die Geschichte zu einer Mischung aus Gerichtsfilm und Politthriller. Es geht um Schuld und Sühne, um Wahrheit und Gerechtigkeit. Verhandelt wird ein Fall vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Ein Ex-Befehlshaber der jugoslawischen Armee wird wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagt. Doch der Hauptbelastungszeuge verstrickt sich in Widersprüche. Schnörkellos und ohne Pathos inszeniert Hans-Christian Schmid das Drama um eine Staatsanwältin und die Folgen eines Krieges. Er wirft dabei einen präzisen Blick auf die Mühlen der internationalen Justiz. Denn im Spiel von Diplomatie, Politik und Bürokratie droht das Recht auf der Strecke zu bleiben.
(ig)

Geeignet für: Erwachsenenarbeit - Seniorenarbeit - Filmreihe / Filmabend

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Vergissmeinnicht

Kurzspielfilm von Till Endemann
15 Minuten, Deutschland 2004 – DVD1129

„Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ Die ältere Dame nickt freundlich. „Sie sind neu hier“, fragt der ältere Herr. Damit beginnt für die beiden ein vergnüglicher Tag, den sie gemeinsam verbringen werden. Ein Besuch im Planetarium, Spaziergänge im Park, ein kleines Tänzchen am Abend. Alles formvollendet. Am nächsten Morgen treffen sie sich wieder im Speisesaal. „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“ Sie nickt gelassen. „Sie sind neu hier?“ Und schon sind sie wieder unterwegs ins Planetarium, gehen durch den Park, tanzen zusammen als wäre es das erste Mal. Denn Walter Radtke kann sich an nichts erinnern. Jeden Tag lernt er Margarethe aufs Neue kennen. Als er plötzlich seine Krankheit realisiert, kommt es zu einer Krise. Doch gemeinsam finden sie einen Weg. „Vergissmeinnicht“ ist eine zarte Liebesgeschichte über Zeit und Vergessen, Erinnerung und Abschied.
(ig)

Geeignet für: Erwachsenenarbeit - Seniorenarbeit

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Haus aus kleinen Klötzchen

Animationsfilm von Kunio Kato
12 Minuten, Japan 2008 – DVD1528

Ein alter Mann baut bedächtig Stein um Stein sein Haus höher, da der Meeresspiegel stetig steigt. Er ist allein. Eines Tages fällt seine geliebte Pfeife in einen Schacht und sinkt in die Etagen unter ihm hinunter. Der alte Mann beschließt ihr hinterher zu springen. Mit jedem Stockwerk taucht er beim Anblick längst vergessener Möbelstücke tiefer in seine Erinnerungen ein. Es wird zu einer Reise in seine Geschichte, aus der er verändert und getröstet hervorgeht. Ohne Worte aber mit zarten Musikakzenten und poetischen Bildern erzählt Kumio Kato in dem Animationsfilm „Haus aus kleinen Klötzchen“ von einem langen Leben - von Liebe und Abschied, von Kindern und Familie, von Aufbruch und Ankommen. Ein berührender Film, der die Zuschauerinnen und Zuschauer auf ihre eigenen Erinnerungsreisen schickt. „Haus aus kleinen Klötzchen“ ist sowohl für den Gottesdienst wie auch die Erwachsenenbildung besonders geeignet.
(ig)

Geeignet für: Erwachsenenarbeit - Seniorenarbeit - Filmreihe / Filmabend

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Plastic Planet

Dokumentarfilm von Werner Boote
95 Minuten, Österreich 2009 - teilw. OmU - DVD1590

Ob als Kugelschreiber, Schüssel oder Telefon - schreiend bunt, glänzend oder biegsam – Plastik ist in allen möglichen Formen und Funktionen Teil des Alltags. Es ist billig, praktisch und mittlerweile in den entlegendsten Flecken dieser Welt zu finden. Sogar im Meer gibt es inzwischen sechs Mal mehr Plastik als Plankton. Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um die Erde sechs Mal in Plastikfolie einzupacken, sagt Filmemacher Werner Boote. Er reiste mit der Kamera rund um den Globus auf der Suche nach Gesprächspartnern aus Industrie und Wissenschaft, um sie nach Fluch und Segen des Kunststoffs zu befragen. Unterhaltsam präsentiert er allerlei Kurioses wie auch viele nachdenklich stimmende Fakten und beschert seinen Zuschauerinnen und Zuschauern erhellende Erkenntnisse. Aber nicht nur das: Ganz konkret hat es Werner Boote mit seinem Film geschafft, dass in Europa bestimmte Babyprodukte vom Markt genommen wurden.
(ig)

Geeignet für: Erwachsenenarbeit - Seniorenarbeit - Filmreihe / Filmabend

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Methode Film

Wutmann / Sinna Man

Animationsfilm von Anita Killi
18 Minuten, Norwegen 2009 – DVD1236

Manchmal ist Boj „apfelkuchenglücklich“. Doch diese Zeiten sind selten. Bei ihm Zuhause wohnt der „Wutmann“. Dann wird aus seinem Vater urplötzlich ein schreckliches, angstmachendes Wesen, das um sich schlägt. Die norwegische Regisseurin Anita Killi erzählt in ihrem vielfach preisgekrönten Film die Geschichte eines Sechsjährigen, der versucht, mit dem Unbegreiflichen zurecht zu kommen und hat einen außergewöhnlichen Animationsfilm über häusliche Gewalt gemacht. Sie findet eine poetische Bildsprache, die nicht verharmlost und zugleich einfühlsam aus der Perspektive des Kindes ist. Auch die gelungene Synchronisation – die Rolle des Boj wird von einem Siebenjährigen mit viel Gespür für Nuancen gesprochen - trägt zur Authentizität des Films bei. Zum Schluss haben sich zwar nicht alle Schwierigkeiten für immer in Luft aufgelöst, aber es gibt für alle einen neuen Anfang.
(ig)

Geeignet für: Schule - Erwachsenenarbeit

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Vater und Tochter

Animationsfilm von Michael Dudok de Wit
9 Minuten, Niederlande/Großbritannien 2000 – DVD1381

Ein kleines Mädchen und ihr Vater fahren mit dem Fahrrad entlang eines Deiches. Bei einer Reihe von Pappeln halten sie und verabschieden sich. Der Mann geht eine Böschung hinunter zu einem Boot. Bevor er auf das Wasser hinausrudert, zögert er kurz, läuft noch einmal zu seiner Tochter, umarmt sie innig und dreht sich mit ihr im Kreis. Jahr für Jahr kehrt das Mädchen mit ihrem Fahrrad zurück an diese Stelle, wird erwachsen, hat eine Familie. Am Ende ihres Lebens geht sie ein letztes Mal zum Deich. Plötzlich sieht sie in der Ferne eine Figur. Sie erkennt ihren Vater, rennt auf ihn zu und wird mit jedem Schritt jünger. Als er sie in die Arme schließt, ist sie wieder das kleine Mädchen, von dem er sich verabschiedet hatte. Die animierten Kreide- und Bleistiftzeichnungen kommen ohne Dialoge oder Kommentare aus und erzeugen gleichzeitig eine besondere Stimmung. Zarte Akkordeon- und Klavierklänge sowie Streichinstrumente bestimmen den Rhythmus des Films. Ob man über die eigene Familiengeschichte, seine Gottesvorstellung oder den Sinn des Lebens nachdenkt – Gesprächsstoff bietet „Vater und Tochter“ genug.
(ig)

Geeignet für: Erwachsenenarbeit - Seniorenarbeit

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Kinshasa Symphony

Dokumentarfilm von Claus Wischmann und Martin Baer
95 Minuten, Deutschland 2010 - OmU – DVD1657

Wenn der Strom ausfällt, legt Joseph Masunda Lutete sorgsam seine Bratsche nieder und kümmert sich erst einmal um die Elektrik. Dann geht die Probe oder das Konzert nahtlos weiter, als hätte es keine Unterbrechung gegeben. In den fünfzehn Jahren seit seiner Gründung ist das Kinshasa Symphony Orchestra inzwischen sehr erfahren, um mit den großen und kleinen Widrigkeiten des Lebens in der afrikanischen Millionenstadt zu recht zu kommen. Die Musiker haben zwei Putsche, mehrere Krisen und einen Krieg überlebt - von Stromausfällen lassen sie sich nicht einschüchtern. „Wenn ich Beethovens ‚Ode an die Freude’ singe, bin ich in einer anderen Welt“, sagt Mireille Kinkina. Alle 200 Musikerinnen und Musiker des Orchesters eint die Liebe zur Musik, die ihnen Kraft und Hoffnung für ihren Alltag gibt.
(ig)

Geeignet für: Erwachsenenarbeit - Seniorenarbeit - Filmabend

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Methode Film

Useless Dog

Dokumentarfilm von Ken Wardrop
6 Minuten, Irland 2004 - Voice over – DVD1648

Guiness spaziert gemächlich über den Hof. Schaut mal nach den Schafen, aber die scheinen ihr aus der Nähe betrachtet irgendwie zu groß. Also, lieber nichts wie weg. Guiness lebt auf einer irischen Farm und ist eine Mischung aus Schäferhund und Terrier. „Ich hätte gern, dass sie ein bisschen mehr Einsatz zeigt“, sagt der Bauer. „Ihre Arbeitsmoral ist sehr schwach. Ein paar Vögel jagen oder ein paar Hühner aufmischen, das ist im Grunde alles, was sie tut.“ Völlig unbeeindruckt von der Meinung ihres Besitzers, streckt Guiness erst einmal alle vier Pfoten von sich und macht eine kleine Pause. Letztlich zeigt Trevor Wardrop allerdings viel Verständnis für seinen Hund, denn Guiness genießt das Leben und so soll es auch bleiben – Arbeit hin oder her. Für Trevor Wardrop zählt etwas anderes als der reine Profit: Guiness gehört einfach zur Farm, zur Familie, so wie sie ist.
(ig)

Geeignet für: Schule - Kinder / Jugendarbeit - Erwachsenenarbeit

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Matthias-Film

One minute fly

Animationsfilm von Michael Reichert,
4 Minuten, Deutschland 2008 – DVD1653

Der Countdown läuft. Die Uhr tickt. Eine Minute Zeit für ein erfülltes Leben. Die Ein-Minuten-Fliege stürzt sich ins Abenteuer, um ihre Checkliste abzuarbeiten. Party, den Dschungel von oben sehen, skydive, sich verlieben und vieles mehr. In rasantem Tempo erzählt der Kurzfilm in vier Minuten seine Geschichte und bietet viele Anknüpfungspunkte, über das eigene Leben nachzudenken. Was ist wirklich wichtig, welche Pläne habe ich, wie soll mein Leben aussehen? „One minute fly“ ist ein klassischer Film, um in ein Thema einzusteigen. Der Film enthält keine Dialoge; allerdings sind in die Bilder eingearbeitete knappe Zwischentexte in einfacher englischer Sprache gehalten.
„One minute fly“ ist Teil einer DVD mit dem Titel „Was zählt im Leben“, auf der drei Kurzfilme und ein Zusatzfilm zwischen vier und 17 Minuten zu diesem Thema zusammengestellt sind.
(ig)

Geeignet für: Schule - Kinder / Jugendarbeit - Erwachsenenarbeit

 

 

Kurz-Tipp

Foto: EZEF

Deweneti - Irgendwo in Afrika

Kurzspielfilm von Dyana Gaye
19 Minuten, Frankreich/Senegal 2006 – DVD1567

Lediglich mit einer alten Dose und seiner eigenen Gewitztheit ausgestattet, zieht Ousmane fröhlich durch die Straßen Dakars und bittet Menschen um Geld. Im Gegenzug verspricht er, für sie zu beten, damit Gott ihre Wünsche erhört. So ganz überzeugt sind die Angesprochenen von der Ernsthaftigkeit seines Versprechens zwar nicht aber geschickt gelingt es dem pfiffigen Siebenjährigen immer wieder, hier ein paar Scheine und dort ein paar Münzen zusammen zu bringen. Als Ousmane in einem Spielwarengeschäft eine Zauberkugel mit einem Weihnachtsmann entdeckt, bringt ihn das auf eine Idee. Flugs sucht er einen Schreiber auf, dem er einen Brief an den Weihnachtsmann mit den Wünschen seiner „Kunden“ diktiert. Auf die Frage, ob er selbst keinen Wunsch hätte, antwortet Ousman verschmitzt lächelnd: „Doch, natürlich!“. Wer genau hinschaut, wird am Ende des Films zarte Schneeflocken über Senegals Hauptstadt entdecken.
(ig)

Geeignet für: Schule - Kinder / Jugendarbeit

 

 

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top