Kurz-Tipps 2010 - Evangelische Medienzentrale

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Evangelische Medienzentrale Frankfurt

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Kurz-Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Selma, das Schaf 

Animationsfilm von Alexandra Schatz nach dem Buch von Jutta Bauer
3 Minuten, Deutschland 1998 - DVD1315  

Selma mümmelt vergnügt an verschiedenen Grashalmen, unterhält sich mit den Kindern, treibt ein wenig Sport und plaudert mit der Nachbarin. Dann sinkt sie in erholsamen Schlaf. Auf die Frage, was sie tun würde, wenn sie mehr Zeit hätte, erklärt Selma frohgemut: ich würde morgens etwas Gras fressen, mittags mit den Kindern sprechen …
Auch ein Lottogewinn brächte das Schaf nicht im Geringsten aus der Ruhe. Das Tagesprogramm sähe genau so aus wie vorher. Und damit sind die Zuschauer dieses Animationsfilms nach nur drei unterhaltsamen Minuten inmitten von gewichtigen Themen wie dem Sinn des Lebens, der Suche nach dem Glück oder der Treue zu eigenen Lebenseinstellungen und Werten. Die Zeichnungen ohne Schnickschnack überzeugen im gelungenen Zusammenspiel mit Text und Musik.
(ig)

Selma, das Schaf ist ein zeitloser Film für alle Altersklassen, gleichermaßen einsetzbar in Schule, Jugendarbeit wie Erwachsenenbildung.

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Matthias-Film

90 Jahre Plus - Unterhaltung mit einer Wachstumsgruppe

Ein Dokumentarfilm von Mischka Popp und Thomas Bergmann
58 Minuten, Deutschland 2005 – DVD1243

Das Schönste im Leben sei die Liebe, sagt Frau Jakob und erzählt verschmitzt, wie sie sich mit ihrem Mann in der Öffentlichkeit nur heimlich hinter einer Zeitung küssen konnte. Frau Weber muss lachen, als der Filmemacher sie nach ihrem ersten Kuss fragt. Der ist schon eine ganze Weile her. Denn die Damen, die hier so munter plaudern, haben beide die 90 schon längst überschritten. Sie sind zwei der vier Protagonisten, die in diesem Film des Frankfurter Regie-Duos zu Wort kommen. Und sie haben viel zu erzählen. Geschichten, Anekdoten, Erinnerungen. Unsentimental und voller Lebensmut präsentieren sich die agilen Herrschaften. So unterschiedlich die Lebensentwürfe der Einzelnen sind, vermitteln alle eine über weite Strecken positive Perspektive vom Altwerden. Man möchte sie eigentlich gerne persönlich kennenlernen.
(ig)

Geeignet für: Erwachsenenarbeit - Seniorenarbeit - Filmreihe / Filmabend

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Matthias-Film

Das Geheimnis der Frösche

Animationsfilm von JacquesRémy Girerd
90 Minuten, Frankreich 2003 – DVD1070

Frösche quaken. Normalerweise. Sprechen sie stattdessen ein lupenreines Deutsch, dann ist das mit Sicherheit ein Zeichen. In diesem Fall warnen sie zwei Kinder vor einer herannahenden Katastrophe. Dann setzt der Regen ein. Dicke Tropfen, die alsbald in prasselnden Dauerregen übergehen. 40 Tage und Nächte lang. Und schon ist man mit Jacques-Rémy Girerds liebenswertem Film „Das Geheimnis der Frösche“ mitten in der Sintflut. Der Versuch, der Bauernfamilie dem Unwetter zu trotzen und ihre Tiere mitsamt den Tieren des benachbarten Zoos zu retten ist mit allerlei Schwierigkeiten verbunden, die mitunter auf humorvolle und originelle Weise überwunden werden. Konflikte sind schließlich unausweichlich wenn Fleischfresser auf Pflanzenfresser treffen - müssen sie miteinander auf engstem Raum leben, ist das eine Herausforderung für alle. Mit Spannung, Witz und Poesie erzählt der Film seine moderne Arche-Noah-Geschichte.
(ig)

Geeignet für: Kinder / Jugendarbeit - Filmreihe / Filmabend

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Katholisches Filmwerk

Harvie Krumpet

Ein Animationsfilm von Adam Elliot
23 Minuten, Australien 2003 - OmU – DVD1105

Harvie ist keine Schönheit, kommt aus armen Verhältnissen und wird bis zu seinem Tod mit Schicksalsschlägen zu kämpfen haben. Klingt anstrengend und wäre es sicher auch als Realfilm. Regisseur Adam Elliot schafft allerdings mit der Animation eine wohltuende Distanz. Der drolligen Knetfigur Harvie Krumpet gelingt es in kürzester Zeit, das Herz des Publikums zu erobern. Lakonisch, unsentimental und mit britischem Humor erzählt der Film die Geschichte eines langen, schwierigen Lebens. Aber auch wie Harvie sich immer wieder auf neue Situationen einstellt und versucht, das Beste daraus zu machen. Getreu des politisch nicht korrekten Mottos: „Das Leben ist wie eine Zigarette. Genieße es bis zum letzten Zug.“ Der Film steckt voller Themen von „Familie“ über „Sinn des Lebens“ bis zu „Außenseiter“. Harvie Krumpet hat verdientermaßen 2004 den Oscar in der Kategorie „Animierter Kurzfilm“ gewonnen.
(ig)

Geeignet für: Schule - Kinder / Jugendarbeit - Erwachsenenarbeit

 

 

Kurz-Tipp

Foto: Matthias-Film

Gott segne unseren Überfall

Dokumentarfilm von Martin Buchholz
30 Minuten, Deutschland 2003 – DVD1080

Man kann keine innere Ruhe haben, wenn man nicht macht, was gut ist“, sagt Diet Eman. „Was man glaubt, Gottes Wille ist“, setzt sie leise hinzu. Menschenleben zu retten gehörte für die patente Christin eindeutig dazu. Mit ihrem Verlobten Hein Sietsma gründete sie während der deutschen Besetzung der Niederlande eine Widerstandgruppe. Sie versteckten jüdische Freunde, suchten und organisierten Untertauchmöglichkeiten für Menschen, die in Gefahr waren. Ihre Raubüberfälle auf deutsche Behörden, um die dringend benötigten Lebensmittelkarten für ihre Schützlinge zu ergattern, begannen sie immer mit einem Gebet. Diet Eman erzählt offen und nachdenklich, manchmal sogar mit einem leichten Augenzwinkern von dieser schwierigen Zeit. Alle Juden, die Diet Emann und ihr Verlobter versteckt hatten, haben überlebt. Hein Sietsma jedoch nicht. Zu den bewegendsten Augenblicken des Films gehört der Moment, als Diet Emann aus seinem letzten Brief vorliest. „Bleib mutig. Auch wenn wir uns auf Erden nicht wiedersehen, werden wir unsere Haltung niemals bereuen.“
(ig)

Geeignet für: Erwachsenenarbeit - Seniorenarbeit - Schule

 

 

 

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