TV-Tipps - Evangelische Medienzentrale

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TV-Tipps für Mai und Juni

Montag, 27.05.2019 - 22:45, ARD
Deutschland den Deutschen? 
Die deutsch-türkische Reporterin Gülseren Ölcüm reiste durch die Republik, um herauszufinden, welche Stimmung im Land herrscht und wie sie selbst zu Deutschland steht. Dabei begegnete sie Heike Arnold, die sich für die Initiative "Omas gegen rechts" engagiert. Weitere Gesprächspartner fand Ölcüm im Moderator Michel Friedman, im Soziologen Wilhelm Heitmeyer und in der Politikerin Frauke Petry. - 45 Minuten - Reportagereihe, D 2019 - FSK: 12 

Dienstag, 28.05.2019 - 21:55, Arte
Fritz Bauer - Generalstaatsanwalt. Nazi-Jäger

Fünfzehn Jahre des unverhofften Wirtschaftswunders gingen ins Land, bis eine bundesdeutsche Staatsanwaltschaft erstmals systematische und umfassende Ermittlungen gegen SS-Personal des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau einleitete und im Rahmen eines Sammelverfahrens den Versuch unternahm, den Verbrechenskomplex Auschwitz aufzuklären. Auf Antrag des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer hin fanden ab April 1963 in Frankfurt die sogenannten Auschwitzprozesse statt, bei denen Befehlsgeber und Handlanger der NS-Vernichtungspolitik im KZ Auschwitz-Birkenau verurteilt wurden. Fritz Bauer, der sich als Humanist und Demokrat verstand, wusste nur zu gut, dass viele der einstigen Täter nach dem Krieg wichtige Positionen in Staat und Gesellschaft eingenommen hatten. Sein entschiedenes Eintreten für die juristische Aufarbeitung der Nazizeit zwang die Bundesrepublik, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Bauer begann die Ermittlungen im Frühjahr 1959 auf der Basis von authentischen Dokumenten, die gezielte Tötungen von Auschwitz-Häftlingen durch SS-Leute belegten. Im April 1963 konnte gegen 23 SS-Angehörige und einen Funktionshäftling Anklage erhoben werden. Wenige Tage vor Weihnachten 1963 begann die Hauptverhandlung schließlich gegen 22 Angeklagte. Der Prozess umfasste insgesamt 183 Verhandlungstage bis August 1965, in deren Verlauf 360 Zeugen vernommen wurden. Mit den Verfahren gegen jene, die an der Planung und Ausführung der "Endlösung" beteiligt waren, wollte Bauer zum einen erreichen, dass Schuldige verurteilt werden, zum anderen aber den Deutschen auch die Verbrechen vor Augen führen, die im Dritten Reich in ihrem Namen begangen worden waren. Der jungen Generation gab Bauer eine Botschaft mit auf den Weg, die zu einer radikal neuen Haltung führen sollte: Dass es in einem Unrechtsstaat eine moralische Pflicht ist, Widerstand zu leisten. - 60 Minuten - Dokumentation, F 2016 - Regie: Catherine Bernstein

Mittwoch, 29.05.2019 -  20:15, 3Sat
Rechtsrockland

Zwischen Juli und September 2017 besuchten 11.000 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland Neonazi-Konzerte in Deutschland. Die Hälfte der 34 bundesweiten Konzerte fand in Sachsen und Thüringen statt. Bei den Festivals handelt es sich nicht einfach nur um Treffen von Neonazis, um gemeinsam Musik zu hören. Sie bieten Rechtsextremen die Gelegenheit, sich zu vernetzen. - 45 Minuten - Dokumentation, D 2018 - von Johanna Hemkentokrax und Axel Hemmerling

Mittwoch, 29.05.2019 -  21:00, 3Sat
Themar - Die Kleinstadt und der Rechtsrock

Seit im thüringischen Themar 2017 ein Rechtsrock-Konzert mit über 6000 Neonazis stattfand, gehen Risse durch die Kleinstadt: zwischen Rechtsextremen, deren Gegnern und denen, die wegsehen. Auf der einen Seite gibt es einen bunten Protest, auf der anderen Seite viele Menschen im Ort, die kein Problem mit den Rechten haben, sondern sich mit denen schwer tun, die dagegen zum Protest aufrufen. - 60 Minuten - Dokumentation, D 2019

Dienstag, 04.06.2019 - 20:15, ZDF
Deutschland und die Flüchtlinge - Die große Bürgermeister-Bilanz

Wie gut haben Deutschlands Städte und Gemeinden den Zuzug von Flüchtlingen gemeistert? Wo endet Migration, wo beginnt Integration? Ungeschönt und flächendeckend ziehen Bürgermeister Bilanz. Hat sich der Alltag der Deutschen durch die Zuflucht suchenden Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen verändert? Und wie sehr haben sich ohnehin bestehende Probleme seitdem verschärft? - 45 Minuten - Dokumentation, D 2019

Dienstag, 04.06.2019 - 22:15, ZDF
Im Schatten der Clans - Eine Frage der Ehre

Die Sozialarbeiterin Songül C. arbeitet im sozialen Brennpunkt in Berlin-Neukölln, im Schatten der Clans. Sie will Jugendliche davon abhalten, selbst auf die schiefe Bahn zu geraten. "Wenn man einen rettet, dann rettet man ganz viele damit", ist die Devise der 44-jährigen Sozialarbeiterin, die sich vor zehn Jahren der Arbeit mit den "schwierigen", meist arabischen Jugendlichen verschrieben hat. Wie keine andere kennt sie die Nöte und Zwänge, die das Leben dieser jungen Männer bestimmen. In der Öffentlichkeit oft als gewaltbereite Machos wahrgenommen, sieht Songül in ihnen vor allem Opfer großfamiliärer patriarchalischer Sitten, die ihnen ab Geburt ein archaisches Ehrverständnis abverlangen, das keine Freiheit für das Individuum vorsieht. Die Tanztherapeutin fördert diese Jugendlichen im Jugendclub "Yo!22". Durch intensive Betreuung entdeckt sie in ihnen Talente, die sonst verborgen blieben. So war es auch bei Hamudi. Aufgewachsen in einem Umfeld, in dem man als Junge und Mann vor allem durch spektakuläre Straftaten brillieren und kaum einer sich dem Sog krimineller Clans entziehen kann, führt er seit Jahren einen Kampf: Er will "sauber" bleiben. Termine vor dem Gericht und auch sein unsicherer Aufenthaltsstatus machen es ihm nicht leicht, ein geordnetes Leben zu führen. Er arbeitet bereits selbst an Schulen, gleichzeitig fühlt er sich auch weiterhin dem Ehrbegriff in seinem Viertel verpflichtet. Regelmäßige Telefonate mit Freunden, die im Gefängnis sitzen, gehören genauso zu seinem Alltag wie das Leben in einem Kiez, in dem Drogenmissbrauch und Gewalt keine Seltenheit sind. Jugendstadtrat Falko Liecke, der auch stellvertretender Bürgermeister Neuköllns ist, unterstützt die Arbeit von Songül. Doch für ihn ist das nur ein Baustein von Präventionsarbeit. Er will der Organisierten Kriminalität mit regelmäßigen Polizeieinsätzen zu Leibe rücken. Sein jüngster Vorschlag, den Clans die Kinder wegzunehmen, stößt vor allem bei den Jugendlichen auf Unverständnis, selbst dann, wenn die betroffenen Clans hoch kriminell sind. Das muss er feststellen, als er ein Jugendzentrum besucht, um sich mit Jugendlichen vor Ort auszutauschen. - 30 Minuten - Dokumentation, D 2019

Mittwoch, 05.06.2019 - 20:15, 3Sat
Jemen - der vergessene Krieg

Im Jemen tobt ein Krieg, über den der Westen kaum etwas erfährt. Große Teile des Landes liegen in Schutt und Asche, die humanitäre Situation wird von Experten als katastrophal bezeichnet. Westliche Journalisten schaffen es kaum, aus dem Land zu berichten. Pascal Weber und Marine Pradel erhielten nach vielen Bemühungen Zugang zum Süden des Landes. Ihre risikoreiche Reise führte sie unter anderem nach Aden, in die provisorische Hauptstadt. 28 Millionen Menschen leben im Jemen. 22 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Acht Millionen sind direkt von einer Hungersnot bedroht. Was das für Einzelne heißen kann, dokumentieren Pascal Weber und Marine Pradel. Die Lage in Aden an der Südspitze der Arabischen Halbinsel ist angespannt. Hier zeigt sich die komplizierte Ausgangslage des Krieges besonders deutlich: In Aden bekämpfen sich heute Warlords, südjemenitische Separatisten, Dschihadisten, und selbst die eigentlich Verbündeten im Kampf gegen die Huthi-Rebellen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, ringen in Aden um die Vorherrschaft. In einem Spital in Aden liegt der drei Monate alte Mohammed. Er kam mit einer Fehlbildung zur Welt, die häufig vorkommt und auch häufig operativ korrigiert werden kann. Nicht so im Jemen. Kein einziges Krankenhaus ist derzeit in der Lage, diese Operation durchzuführen. Das Baby ringt um sein Leben. Der Krieg hat viele Menschen vertrieben, sie suchen im eigenen Land Schutz. Das Filmteam reist in ein Lager, wo die Geflüchteten auf sich alleine gestellt sind. Verletzt, erkrankt und traumatisiert suchen sie nach Worten, was die treibenden Kräfte dieses Krieges sind. Viele wissen es nicht. Zu sehen sind die immensen Schäden. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition hat allein in den letzten drei Jahren seit Kriegsbeginn 241 Schulen bombardiert. Dazu hat sich im Südjemen Al-Kaida ausgebreitet. "Der Jemen ist elend, verwüstet, und ein hoffnungsloser Fall", sagt einer der jungen Jemeniten, die Pascal Weber und Marine Pradel auf ihrer Reise durch den Südjemen kennengelernt haben. Doch sie haben auch die zwölfjährige Noor getroffen, die sagt: "Ich will Architektin werden und mein Land wieder aufbauen!" - 50 Minuten - Dokumentation, CH 2018

Mittwoch, 05.06.2019 - 21:05, 3Sat
Eine Familie aus Syrien - Wenn Familien auseinandergerissen werden

Auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien wurde die Familie des kleinen Ahmads, der an einer Fehlbildung des Rückenmarks leidet, getrennt. Der Vater gelangte mit Ahmad und dem ältesten Sohn in die Schweiz. Die drei wurden später nach Deutschland ausgewiesen. Die Mutter und zwei weitere Kinder sitzen im Irak fest. Engagierte Frauen aus dem Tessin versuchen, der Familie weiterhin beizustehen. - 55 Minuten - Dokumentation

Dienstag, 11.06.2019 - 20:15, Arte
Never Again - Amerikas Jugend gegen den Waffenwahn

Sechs Minuten und 20 Sekunden: Diese Zeit brauchte der Amokläufer an der Highschool in Parkland, Florida, um das Leben von 17 Personen auszulöschen. Seine Waffe: ein Sturmgewehr vom Typ AR-15, das er legal erwerben konnte. Die Parkland-Kids haben genug von den leeren Versprechungen der Politiker: Sie organisieren die größten Demonstrationen gegen Waffengewalt seit den Protesten gegen den Vietnamkrieg. Über ihre Twitter-Accounts bringen die Teenager in über 700 Städten der USA Millionen Menschen auf die Straße. Sie alle vereint ein Ziel: schärfere Waffengesetze und das Verbot von Sturmgewehren für Privatpersonen. Doch während sich die Jugendlichen weiter vernetzen, rüstet die Waffenindustrie neu auf. Die Waffenlobby meint, die Gefahr ginge nicht von den Waffen aus, sondern von den Schützen, die sie benutzen. Als Maßnahme gegen Massaker schlagen sie vor, dass nun auch Lehrer mit Waffen ausgerüstet werden sollen - eine Idee, die Präsident Trump unterstützt. Die Teenager müssen sich also gegen die Großen des Landes auflehnen. Ihr Motto: "Wenn Politiker die Probleme nicht lösen, dann lösen wir die Politiker ab." Um das zu erreichen, wollen sie junge Menschen im Alter von 18 bis 29 motivieren, wählen zu gehen. Und das nicht nur wegen der Amokläufe: Von den jährlich etwa 35.000 Toten durch Waffengewalt in den USA ist nur etwa ein Prozent auf solche Attentate zurückzuführen. Der Großteil sind Suizide und Tötungsdelikte. Deshalb blickt die Dokumentation auch nach Chicago, die Stadt mit den höchsten Opferzahlen der USA. Dieser Film ist eine Reise in ein Land, in dem die junge Generation aufsteht und nicht mehr länger zusehen will, wie Geschwister und Freunde getötet werden. - 55 Minuten - Dokumentation, D 2019 - Regie: Sebastian Bellwinkel

Dienstag, 11.06.2019 - 21:20, Arte
Rassenkrieg in den USA? - Die Ziele der Alt-Right

Richard Spencer prägte den Begriff "Alt-Right" - eine Abkürzung für "alternative right". Laut Spencer haben Schwarze und Juden Amerika seinem Volk weggenommen. Seine Antwort: ein Krieg der Rückgewinnung. Spencers Gegenspieler Daryle Lamont Jenkins scheut aber keine Konfrontation. Der schwarze Antifa-Aktivist ergreift jede Gelegenheit, die Anhänger der Alt-Right-Bewegung öffentlich anzuklagen. - 55 Minuten - Dokumentation, USA 2018 - Regie: Adam Bhala Lough

Dienstag, 11.06.2019 - 22:05, Arte
Undercover bei den Neuen Rechten - Mein Jahr in der Alt-Right

Der schwedische Student Patrik nahm an Treffen der Alt-Right-Bewegung teil, erst in London, später in den USA. Die Rechtsextremen vertrauten ihm ihre Pläne an, wie die Auslöschung aller Nicht-Weißen in Nordamerika. Was sie nicht wußten: Patrik ist überzeugter Antifaschist und filmte diese Treffen heimlich mit. Er kam dem inneren Kreis näher und war bei der Demonstration in Charlottesville dabei. - 55 Minuten - Dokumentation, GB 2018 - Regie: Bosse Lindquist  

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