TV-Tipps - Evangelische Medienzentrale

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TV-Tipps für März und April

Sonntag, 29.03.2020 - 17:30, ARD
Organspende für unser Kind - Maries zweites Leben

Marie ist drei Monate alt, als sie plötzlich in akuter Lebensgefahr schwebt: Gallengangatresie, eine seltene Erkrankung, die den Körper langsam vergiftet. Ihre Zwillingsschwester Mia dagegen ist kerngesund. Nach einer Notoperation ist klar: Marie kann nur überleben, wenn sie schnell eine neue Leber bekommt. Rund um die Uhr wird das Baby nun in der Uniklinik Essen medizinisch betreut. Die Eltern Tanja und Daniel Hoffmann weichen kaum von ihrer Seite. Fünf lange Monate dauert das zermürbende Warten - dann ist ein passendes Organ gefunden. Doch die Operation verläuft dramatisch, Maries Leben steht danach weiterhin auf der Kippe. Die Eltern quälen sich mit dem Gedanken, ob sie die richtige Entscheidung getroffen haben.Sechs Jahre später: Dass Marie heute lebt, grenzt für die Hoffmanns an ein Wunder. Sie sind den anonymen Eltern des Babys, dessen Leber Maries Leben gerettet hat, unendlich dankbar. Die Zwillinge der Hoffmanns gehen zusammen in den Kindergarten. Nichts scheintäußerlich auf Maries Probleme in der Vergangenheit hinzudeuten. Doch das Leben mit einem transplantierten Organ bedeutet: Marie muss täglich ein halbes Dutzend Medikamente schlucken und regelmäßig zur medizinischen Kontrolle.Jede Auffälligkeit kann ein Anzeichen dafür sein, dass Lebensgefahr droht. Maries Entwicklung ist durch die lange Krankenhauszeit verzögert, dennoch hoffen die Eltern, dass die Zwillinge gemeinsam eingeschult werden. Der Einschulungstest wird zur großen Herausforderung. - 30 Minuten - Dokumentation, D 2020

Sonntag, 29.03.2020 - 18:00, ARD
Bye, Bye, Lindenstraße - Ein Rückblick auf 35 Jahre Fernsehkult

Es sollte eine Familienserie nach britischem Vorbild werden. Eine Endlos-Serie, in der normale Menschen in einem normalen Mehrfamilienhaus ganz normale Dinge tun: Spiegeleier braten, reden, sich streiten, sich lieben. Sie wolle "unterhalten, aber nicht verblöden", hieß es damals im Ankündigungstext. Schnell wurde die "Lindenstraße" mehr als reine Unterhaltung: Sie brachte gesellschaftspolitische Themen in die Wohnzimmer von Millionen Menschen. Rechtsradikalismus, Umweltzerstörung, Sterbehilfe, AIDS - Themen, die das Land bewegen und seit dem Serienstart 1985 immer wieder auch in der wohl bekanntesten Fernsehstraße Deutschlands für Zündstoff sorgten. Zum Ende der Kult-Serie blickt die Dokumentation zurück auf über drei Jahrzehnte "Lindenstraße". Autorin Katrin Niemann mischt zeithistorisches Archivmaterial mit Ausschnitten aus der Serie und dem Blick hinter die Kulissen der Produktion in Köln-Bocklemünd. Zahlreiche Darsteller sowie Produzent und Erfinder Hans W. Geißendörfer und seine Tochter Hana erzählen, wie die "Lindenstraße" ihr Leben geprägt hat. Die "Lindenstraße" schaffte es immer wieder, die Grenzen zwischen der Serien-Realität und dem echten Leben zu verwischen. Der Serienstart 1985 fiel in eine Zeit, als die Deutschen ihr grünes Bewusstsein entdeckten. Seit 1983 saßen die Grünen im Bundestag. In der "Lindenstraße" engagierte sich Beimer-Spross Benny bei der Naturschutzorganisation Robin Wood, die sich in der realen Welt kurz zuvor gegründet hatte. Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 fand am 26. November 1989 eine Anti-Atom-Aktion am Privathaus von Umweltminister Klaus Töpfer statt. Kurz zuvor hatte Benny Beimer in der "Lindenstraße" dazu aufgerufen. Hatte er die ganze Aktion vielleicht provoziert - wie manche Zeitung mutmaßte? Provokant war die "Lindenstraße" vor allem in ihren ersten Jahren: In die Fernsehgeschichte eingegangen ist der Kuss zwischen Carsten Flöter und Robert Engel 1990. Es folgte ein Sturm der Entrüstung. Drohbriefe und Hassnachrichten gingen bei den Schauspielern Georg Uecker und Martin Armknecht ein. Doch es gab auch positive Resonanz: Zu einer Zeit als Lesben und Schwule für mehr Akzeptanz kämpften, machte die "Lindenstraße" gleichgeschlechtliche Liebe sichtbar und sorgte so für ein Stück Normalität. - 49 Minuten - Kulturdoku, D 2020

Sonntag, 29.03.2020 - 18:00, ZDF
ZDF.reportage: Deutschland kocht - Zwischen Gulaschkanone und Sternestress

Sternekoch - das klingt nach Glanz und Glamour. Wer es schafft, einen Michelin-Stern zu "erkochen", der hat es geschafft. Aber was nach Traumjob klingt, ist in Wirklichkeit harte Arbeit. Das erfahren die beiden Kölner Sterneköche Sonja Baumann und Erik Scheffler gerade am eigenen Leib. In ihrem preisgekrönten Restaurant mitten in der Kölner Innenstadt machen die beiden Freunde nahezu alles selbst. Manchmal gehört sogar das Schürzenbügeln noch dazu. Obwohl das Restaurant ihr Lebenstraum ist, sind Sonja und Erik ziemlich fertig. Mehr als vier Stunden Schlaf pro Nacht sind meist nicht drin. Und seit sie Anfang des Jahres den ersten Stern bekommen haben, ist der Druck sogar noch gewachsen. Denn den Stern wieder zu verlieren, das kommt für die beiden nicht in Frage. In der Kantine der Stadtwerke Berlin geht es etwas anders zu. Wer hier arbeitet, der hat sich ganz bewusst vom harten Gastronomie-Leben verabschiedet. "Die Arbeitszeiten hier sind nicht mit Geld aufzuwiegen", sagt Chefkoch Andreas Zawada. Und das, obwohl er und seine Kollegen jede Woche zwischen 5000 und 7000 Essen für die Männer und Frauen in Orange frisch zubereiten müssen. Mit ganz anderen Herausforderungen haben dagegen die Feldwebel der Bundeswehrkochschule zu kämpfen. Mit der mobilen Feldküche wird der Einsatz im Krisengebiet geprobt - die Königsdiziplin der militärischen Verpflegung. Für die Köche bietet die Arbeit bei der Bundeswehr eine Jobgarantie mit gutem Geld und guten Arbeitszeiten. Der Preis für viele hier: Ein Leben fern von der Familie. Eine "ZDF.reportage" über die besonderen Herausforderungen des Kochens. - 30 Minuten - Reportagereihe, D 2020

Montag, 30.03.2020 - 12:15, Arte
Wir ernten, was wir säen - Saatgutretter im Einsatz

Oliver Christ arbeitet seit mehr als 20 Jahren auf dem Demeterhof Piluweri in Müllheim. Seine große Leidenschaft ist das natürliche Vermehren von Pflanzensaatgut. Dafür muss er jedes Jahr die Herausforderungen der Natur meistern: Kälte, Dürre, Mäusefraß. Die Mühe lohnt sich, da ist er sich sicher. Eigenes Biosaatgut zu erzeugen, bedeutet für ihn unabhängig sein von der Chemieindustrie und vor allem, die Nahrungserzeugung in der eigenen Hand zu behalten. Agrarwissenschaftlerin Eva-Maria Schüle pflegt mit Herz und Seele seit zwei Jahrzehnten den Klostergarten der ehemaligen Freiburger Kartause. Als das Gelände 2014 zum Schulgarten des Robert-Bosch-Colleges wird, initiiert sie Workshops für Schüler und Interessierte. So kann sie ihr Wissen über Anbau und Saatgutgewinnung der teils vom Aussterben bedrohten Pflanzen weitergeben. Biolandwirt Giuseppe Li Rosi fühlt sich wie alle sizilianischen Bauern tief mit der Insel und ihren Feldfrüchten verbunden. Als die Abhängigkeit von Industriesaat, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln viele seiner Kollegen in den Ruin treibt, gründet er den Verein Simenza. Ziel ist es: mit alten einheimischen Getreidesorten wieder profitabel wirtschaften zu können. Frank Blattner ist Evolutionsbiologe. Im Auftrag des Leibnitz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung reist er auf die griechische Insel Euböa. Er will dort die Samen der an Hitze gewöhnten Knollengerste sammeln. Wenn es ihm gelingt, die Wildpflanzenart zu entschlüsseln, könnte das helfen, unsere Kulturgerste für den Klimawandel fit zu machen. - 35 Minuten - Reportagemagazin, D 2019

Montag, 30.03.2020 - 22:25, 3Sat
Gwendolyn

Die Österreicherin Gwendolyn Leick ist Mitte 60, ganze 52 Kilo leicht und dreifache Weltmeisterin im Gewichtheben. Trotz einer schweren Krebserkrankung ist sie fest entschlossen, noch einmal einen Titel zu holen. An der Seite ihres Trainers Pat macht sie sich für die Europameisterschaft in Aserbaidschan fit. Dort wird sich zeigen, ob sie weiterhin im Spitzensport mithalten kann. - 85 Minuten - Dokumentation, A 2017

Montag, 30.03.2020 - 22:45, ARD
Die Story im Ersten: Dem Sterben zum Trotz 
Die Reportage von Radio Bremen fragt: Wann ist es Zeit, eine Therapie abzubrechen? Wie kann ich meinen letzten Willen durchsetzen? Und wer profitiert davon, wenn trotzdem immer weiter therapiert wird? So wie beim Vater von Heinz Sening in München. Dieser wurde gegen seinen Wunsch über Jahre in einem leidvollen Zustand künstlich am Leben erhalten. Dem Vater wurden in dieser Zeit alle Zähne gezogen, er litt unter Schmerzen und Erstickungsanfällen. Heinz Sening verlangte Schmerzensgeld für die Qualen seines Vaters und zog vor Gericht. Der Bundesgerichtshof hat ihm den Schadensersatz abgesprochen. "Das Urteil über den Wert eines Lebens steht keinem Dritten zu", sagt die Senatsvorsitzende Vera von Pentz bei der Urteilsverkündung in Karlsruhe. Deshalb verbiete es sich grundsätzlich, ein Weiterleben als Schaden anzusehen, auch wenn es leidensbehaftet sei. Doch Heinz Sening und der Menschenrechtsanwalt Wolfgang Putz sehen das anders und klagen nun vor dem Bundeverfassungsgericht. Das "Story im Ersten"-Team trifft Ärzte, Aussteiger und Informanten: Betroffene, Kritiker und Befürworter des deutschen Gesundheitssystems. Auf ihrer Reise begegnet die Autorin auch Menschen, die ihr helfen, sich gut abzusichern. - 45 Minuten - Dokumentation, D 2020

Dienstag, 31.03.2020 - 12:06 Arte
Der letzte Umzug - Abenteuer Altenheim in Osteuropa

Die 83-jährige Marianne Rothmann aus München zieht um. Ihre vorerst letzte Station: eine Einrichtung für betreutes Wohnen am ungarischen Plattensee. In Deutschland hatte sie vergeblich einen Platz gesucht, doch die Pflegeheime, die in Frage kamen, waren entweder zu teuer oder belegt. Ihren Lebensabend verbringt sie jetzt am Balaton. Günstig und versorgt - aber fern der Heimat.Im Internet hat Marianne Rothmann eine Einrichtung in der Nähe der ungarischen Kurstadt Héviz entdeckt, eine Gegend, die sie aus dem Urlaub kennt. Mit 83 Jahren möchte sie nicht mehr alleine zu Hause wohnen und ein Umzug zu den Kindern kommt nicht in Frage. Die gebürtige Schwäbin war ihr Leben lang selbstbestimmt - und das soll auch möglichst so bleiben. In dem ungarischen Heim leben 45 Senioren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Ein- und Zweibettzimmern sowie in vier Bungalows für betreutes Wohnen. Mit deutschsprachiger Heimleitung, reichlich Pflegepersonal, Satelliten-Fernsehen und Karaoke-Partys. Der Preis: ab 1.370 Euro im Zweibettzimmer, inklusive Miete, Nebenkosten und allen Pflegeleistungen. Für Deutsche sind diese privaten Heime eine preiswerte Alternative. Für die meisten Ungarn sind sie jedoch unerschwinglich. Ihnen bleibt in der Regel nur die Pflege in der Familie. Und der ungarische Pflegenotstand wird durch die Senioren aus dem Ausland noch verschärft. Pflegekräfte, Krankenschwestern und Ärzte sind rar und viele ungarische Altenpflegerinnen arbeiten lieber in den privaten Heimen.Die Reportage begleitet Marianne Rothmann auf ihrem Umzug an den Plattensee und zeigt, mit welchen Herausforderungen nicht nur Deutsche, sondern auch Ungarn an ihrem Lebensabend konfrontiert werden. - 44 Minuten - Reportagemagazin, D 2017


Mittwoch, 01.04.2020 - 20:15, Arte
Das Mädchen Wadjda

Die zehnjährige Wadjda wünscht sich sehnlichst ein grünes Fahrrad, das in einem Spielzeugladen angeboten wird. Doch in Saudi-Arabien gilt das Fahrradfahren als unschicklich; Wadjdas Mutter lässt nicht mit sich reden. Um sich ihren Traum trotzdem zu erfüllen, meldet Wadjda sich in der Schule zu einem Koran-Rezitationswettbewerb an, um sich mit dem ausgesetzten Preis das Fahrrad kaufen zu können. - 90 Minuten - Drama, D, SA, USA, UAE, NL, JOR 2013 - Regie: Haifaa Al-Mansour - FSK: 12 
Diesen Film können Sie unter: www.medienzentralen.de/medium21040/Das-Maedchen-Wadjda im Medienportal aus leihen.

Mittwoch, 01.04.2020 - 21:45, Arte
Der Islam der Frauen

Kann Feminismus islamisch sein? Die Rolle der Frau im Islam löst immer wieder Kontroversen aus. Ist das Kopftuch wirklich ein klares Zeichen der Unterdrückung? Erlaubt der Koran den Männern, über Frauen zu bestimmen und sie zu schlagen? Steht ein modernes Frauenbild im Gegensatz zu den Texten des Korans? Muss sich eine Frau also entscheiden, ob sie gläubige Muslimin oder selbstbestimmte Feministin sein will? Im Film kommen Islamwissenschaftlerinnen zu Wort, für die nicht der Islam oder der Koran frauenverachtend sind, sondern bestimmte Interpretationen und patriarchalische Traditionen. Sie setzen sich für eine geschlechtergerechte Auslegung des Korans ein und versuchen, Religion und Feminismus zu verbinden. Frauenrechtlerinnen wie Zineb El Rhazoui, ehemalige Mitarbeiterin von "Charlie Hebdo", stehen ihren religiösen Wurzeln dagegen unversöhnlich gegenüber und halten den Islam für nicht reformierbar. Regisseurin Nadja Frenz taucht in diesen Diskurs ein und liefert überraschende Erkenntnisse, abseits gängiger Vorurteile. Der Islam und die Frauen - eine Beziehung, die nach vielen hundert Jahren männlicher Interpretation neu definiert werden muss. - 60 Minuten - Dokumentation, D 2019 - Regie: Nadja Frenz

Mittwoch, 01.04.2020 - 22:45, Arte
Sandsturm

In einem Beduinendorf im Süden Israels richtet Jalila ein seltsames Fest aus: Sie ist Gastgeberin der Hochzeit ihres Ehemannes Suliman mit einer zweiten, sehr viel jüngeren Frau. Ihre Wut schluckt sie genauso hinunter wie ihren Stolz, kümmert sich stattdessen um das Essen, die Musik, die Wäsche - und baut sogar eigenhändig das Bett für die Hochzeitsnacht auf. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich mit den für Frauen eng gesteckten Grenzen zu arrangieren. Ihre Tochter Layla sieht das jedoch ganz anders; sie denkt, dass sie alles bekommen kann, wenn sie es sich nur stark genug wünscht. Doch auch sie leidet unter den strengen Regeln der Beduinen. Ihrer Liebe zu Anwar, einem Kommilitonen, begegnet die Mutter mit unerbittlicher Härte, denn ihr ist klar, dass diese Liebe im Clan auf massiven Widerstand stoßen wird. Trotzdem glaubt Layla, vom opportunistischen Vater geliebt und verhätschelt, weiter daran, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können - und hofft auf seine Zustimmung. Dann aber zerfällt die Familie, und die zwei Frauen müssen lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Im Zentrum dieses Spielfilmdebüts steht eine vielschichtige Mutter-Tochter-Beziehung. Aus den Erfahrungen ihrer jeweiligen Generation heraus kämpfen beide auf unterschiedliche Weise gegen die einengenden patriarchalen Traditionen. Ein Film über die tiefe Ambivalenz zwischen Tradition und Moderne. - 85 Minuten - Drama, IL 2016 - Regie: Elite Zexer

Freitag, 03.04.2020 - 12:00 3Sat
Zeit und Ewigkeit - Gedanken zur Karwoche

Was bleibt? Oft wirken die letzten Worte eines Menschen vor seinem Tod wie ein Testament. Sie fassen zusammen, was ihm im Leben besonders wichtig war. Und sie klingen weiter. Wenn sich Christen auf der ganzen Welt in der Karwoche die letzten Worte Jesu Christi vor seinem Tod in Erinnerung rufen, dann tun sie das, weil sie darin sehr stark die hoffnungsvolle Grundmelodie vom "Leben in Fülle" vernehmen, die jede Trauerklage verwandeln kann. Hermann Josef Kugler, Abt der Prämonstratenser-Abtei Windberg, begibt sich im Heiligen Land auf die Spuren dieser Botschaft Jesu. Auf seinem Weg durch das Wadi Qelt von der Palmenstadt Jericho hinauf nach Jerusalem macht er dabei jeweils an den Orten Rast, an denen Jesus sich vor seinem Sterben noch einmal mit seinen Freunden bei Tisch zusammengesetzt und seine Herzensanliegen als geistliches Testament vertieft hat. - 15 Minuten - Magazin, D, IL 2020

Freitag, 03.04.2020 - 19:40 Arte
Wirtschaft mit Zukunft: Langsames Wachstum - mehr Zufriedenheit

Das werktägliche Reportagemagazin dokumentiert europäische Schicksale, Geschichten und Lebenswirklichkeiten aus nächster Nähe, regt zum Nachdenken an und fordert zum Dialog auf. In jeder Sendung wird über ein europäisches Thema, einen außergewöhnlichen Menschen und seine Geschichte oder ein europäisches Projekt berichtet und in den Kontext des jeweiligen gesellschaftlichen Hintergrunds gebracht. - 35 Minuten - Reportagemagazin, D 2020 

Sonntag, 05.04.2020  - 10:55 3Sat
Die Seele der Geige

Die Liebe seines Lebens ist aus Holz und über 300 Jahre alt: Die Stradivari "Lady Inchiquin" ist die Stimme des Stargeigers Frank Peter Zimmermann. Doch zwei Jahre musste er auf das Sechs-Millionen-Instrument durch die Insolvenz der Eigentümerin, der WestLB, verzichten. Der Dokumentarfilm begleitet den Geiger bei der Wiederannäherung an seine verloren geglaubte Liebe, seine ureigene Stimme. Wie aber entsteht eine solche Stimme, wie erschafft man den perfekten Klang? Der Geigenbauer Martin Schleske, ein "Stradivari des 21. Jahrhunderts", bezeichnet seine Werke als "Klangskulptur". Für ihn ist es eine existenzielle Erfahrung, wenn aus einem Baum eine Geige, aus Material schließlich Musik werden darf. Was ist die Seele der Geige? Liegt sie im Holz? Ist es das Handwerk? Oder lässt sie der Geiger im Konzertsaal immer wieder neu entstehen? Eng verwoben erzählen beide Geschichten vom Suchen und Finden des perfekten Klangs. - 50 Minuten - Dokumentation, D 2017

Sonntag, 05.04.2020 - 17:30, ARD
Herr Pfarrer ist jetzt Pfarrerin - Elke und die Gemeinde

Elke Spörkel hat sieben Kinder, war zweimal verheiratet und predigte 26 Jahre lang als Pfarrer Hans-Gerd. Dann wurde bekannt, dass der Pfarrer Frauenkleider trägt. Die Ehe zerbricht. Es folgt eine Krise, die Gemeinde wendet sich ab. Nach solchen Erfahrungen macht Elke Spörkel ihre Transidentität öffentlich. Die Gemeinde nimmt Elke auch als Pfarrerin an und versucht, zum Alltag zurück zu finden. - 29 Minuten - Dokumentation

Sonntag, 05.04.2020 - 19:30, ZDF
Terra X: Eine kurze Geschichte über ... Die Hexenverfolgung

In der Terra X-Reihe "Eine kurze Geschichte über..." beleuchtet der bekannte Geschichts-Blogger Mirko Drotschmann - alias "MrWissen2Go" - die Zeit der Hexenverfolgung. Wie konnte es dazu kommen? Wer waren die Opfer, wer die Täter? Waren es wirklich vor allem Frauen, die verfolgt wurden? Und was genau geschah hinter den Mauern der Gerichtssäle und Folterkammern? Bis 1780 fielen etwa 50 000 Menschen den Hexenverfolgungen in Europa zum Opfer - über die Hälfte davon im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Mirko Drotschmann räumt mit hartnäckigen Vorurteilen auf und erklärt, was man über Hexenwahn und Hexenverfolgung wissen muss. Er schildert, wie es dazu kam, dass Nachbarn oder Bekannte plötzlich andere als Hexen bezichtigten. Und er erzählt, warum Frauen und Männer Taten gestanden haben, die sie nicht begangen hatten. Der Film rollt den tragischen Fall der "Bader-Ann" aus Veringenstadt auf der Schwäbischen Alb auf. Im Jahr 1680 wurde sie als Hexe verurteilt, enthauptet und dann auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Archäologin Marita Genesis ist Expertin für Richtstätten - also Orte, an denen Verurteilte gehängt, gerädert oder enthauptet wurden. Sie hat Dutzende Skelette ausgegraben und herausgefunden, dass einige Tote aus Angst vor Wiedergängern mit magischem Abwehrzauber bestattet wurden. Zum Motor für die unmenschlichen Verfolgungen und massenhaften Hinrichtungen wurde ein Handbuch der Hexenjäger: der "Hexenhammer". Der Dominikanermönch Heinrich Kramer beschreibt darin detailliert, wie Hexen und Zauberer zu erkennen und zu verfolgen seien. Vor allem in Frauen sah er willfährige Opfer des Teufels. Mirko Drotschmann beschäftigt sich mit der Motivation des fanatischen Hexenverfolgers und analysiert, warum sein Werk so lange seine fatale Macht entwickeln konnte. Erst im Jahr 1775 wurde die letzte vermeintliche Hexe in Deutschland umgebracht. Doch wer glaubt, der Spuk sei heute vorüber, irrt sich. Tatsächlich gibt es auch heute noch Hexenverfolgungen, zum Beispiel in einigen Gebieten Südostasiens, Lateinamerikas und Afrikas. Auch dort ist es keine Seltenheit, dass überwiegend Frauen der Hexerei bezichtigt, verstümmelt oder sogar getötet werden. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, sich einen Sündenbock zu suchen, Menschen in eine Schublade zu stecken, oder Feindbilder aufzubauen. Für erlebtes Leid wird oft ein anderer verantwortlich gemacht - so wie damals die Hexen. - 45 Minuten - Dokureihe, D 

Sonntag, 05.04.2020 - 22:35 Arte
La Chana: Mein Leben, ein Tanz

La Chana - das ist der Bühnenname der katalanischen Tanzlegende Antonia Santiago Amador. Seit ihrer Jugend ist der Flamenco ihr Überlebenselixier. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere verschwindet La Chana von der Bildfläche, um Mitte der 80er-Jahre wiederaufzutauchen und erneute Erfolg zu feiern. Auch heute, mit über 70 Jahren, hat die "Gitana" ihr außergewöhnliches Rhythmusgefühl nicht verloren. - 60 Minuten - Dokumentation, IS, E, USA 2016 

Montag, 06.04.2020 - 22:45, ARD
Die Story im Ersten: Der schwache Staat - Wenn Polizei und Justiz es Rechtsextremisten leicht machen

Die Dokumentation "Der schwache Staat" wirft ein Schlaglicht auf den ganz alltäglichen Umgang mit rechtsextremen Straftaten in einem hochnervösen Deutschland zwischen Terrormeldungen, Trauerbeflaggung und Gedenkminuten. Der Bundesinnenminister hat den Kampf gegen Rechtsextremismus zur Staatsräson erklärt. Ist das auf der Vollzugsebene angekommen? Wie geht der Staat im Alltag mit seinen Feinden um? Die Autorinnen Anna Tillack und Anna Klühspies begleiten einen Rechtsanwalt bei seinem täglichen Kampf, den Opfern rechter Gewaltverbrechen Gehör zu verschaffen - und die Täter vor Gericht zu bringen. Aber kommt es zu Anklagen und angemessenen Urteilen? Er führt die Autorinnen auf die Spur einer Gruppe, gegen die der Generalbundesanwalt schon seit geraumer Zeit wegen Verdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Mitglieder der Vereinigung sind unterdessen auf freiem Fuß. Die Szene entwickelt dadurch ein ganz neues Selbstbewusstsein. Immer wieder greift sie bei Tageslicht an, mitten in deutschen Fußgängerzonen. Viele amtlich bekannte Rechtsextremisten verfügen über waffenrechtliche Erlaubnisse. Trotz verschärfter Gesetze. Die Dokumentation findet heraus: Der Verfassungsschutz informiert die Waffenbehörden nur unzureichend. So hat sich die Zahl der Rechtsextremisten mit waffenrechtlichen Erlaubnissen seit 2016 fast verdoppelt. Und auch bei der juristischen Aufklärung von rassistischen Angriffen zeigt der Staat Schwäche: Das Bundesinnenministerium erklärt, im Zeitraum von 2015 - 2018 seien knapp 600 rechte Straftaten gegen Asylunterkünfte polizeilich aufgeklärt worden. Was die Bundesregierung aber nicht sagt: Nur ein Bruchteil der Täter wurde je angeklagt oder gar verurteilt. Taten mit rechtsradikalem Hintergrund tauchen mitunter gar nicht in Statistiken oder Polizeiberichten auf. Bekannte Neonazis verdienen, unter den Augen der Justiz, Geld mit der Verbreitung von Hass: Im Allgäu vertreibt ein Rechtsradikaler Musik mit volksverhetzenden Texten - und ein Landgericht lässt es zu. - 45 Minuten - Reportagereihe, D 2020

Montag, 06.04.2020 - 22:25, 3Sat
10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Wo wird dann die Nahrung für alle herkommen? Der Dokumentarfilm sucht weltweit nach Antworten und Lösungen. Valentin Thurn erkundet die Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken. Wird es die industrialisierte Landwirtschaft schaffen, genug auf unsere Teller zu bekommen? Soll sich zukünftig jeder vegetarisch ernähren, oder sind Insekten die neue Proteinquelle? Wie geht es mit der Massentierhaltung weiter? Kann Fleisch auch künstlich in Laboren hergestellt werden? Was wäre, wenn wir unsere eigene Nahrung jeweils selbst anbauen? Ohne Anklage, aber mit Gespür für Verantwortung geht Film-Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn der drängenden Frage nach, wie verhindert werden kann, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung der begrenzten natürlichen Ressourcen die Grundlage für ihre eigene Ernährung zerstört. Es kann verhindert werden. Wenn alle es wollen. - 100 Minuten - Wissenschaftsdoku, D 2015 - Regie: Valentin Thurn

Dienstag, 07.04.2020 - 12:15, Arte
Alles retour - Die Kehrseite des Onlinehandel

Jedes sechste online bestellte Paket geht retour. Kostenlose Rücksendung ist für Online-Händler mittlerweile eine Plage, weil sich die Wiederaufbereitung der Ware nicht lohnt. Doch wo die Großhändler draufzahlen, machen andere gute Geschäfte, zum Beispiel Retouren-Aufkäufer. Palettenweise kaufen sie das, was an Amazon, Zalando & Co. zurückgeschickt wurde und versuchen es neu zu verkaufen. - 35 Minuten - Reportagemagazin, D 2020

Dienstag, 07.04.2020 - 20:15, ZDF
Streitfall Rassismus - Wie gleich sind wir?

Seit der Flüchtlingskrise 2015 hat sich die Stimmung im Land spürbar verändert. Immer häufiger klagen Menschen anderer Herkunft, Religion oder Hautfarbe über Beleidigungen, Geringschätzung oder gar Übergriffe. Bei ausländerfeindlichen Attacken oder antisemitischen Pöbeleien ist Rassismus leicht zu erkennen. Doch oft kommt er sehr subtil daher, versteckt hinter scheinbar harmlosen Formulierungen. - 45 Minuten - Dokumentation, D 2020

Mittwoch, 08.04.2020 - 21:30, 3Sat
Kakao - ein schmutziges Geschäft

Schokolade zählt auf der ganzen Welt zu den beliebten Süßigkeiten. Sieben Millionen Tonnen davon werden jedes Jahr verzehrt. Doch hinter ihrer Herstellung verbirgt sich eine dunkle Seite. Sklaven- und Kinderarbeit auf illegalen Kakaoplantagen sowie die Vernichtung von Regenwäldern: Die Rohware Kakao wird unter den Augen großer Konzerne wie Nestlé, Cargill oder Ferrero unter fragwürdigsten Bedingungen produziert. Besonders im Fokus: die Elfenbeinküste. Viele Menschen, darunter auch Kinder, kommen aus Burkina Faso in das Nachbarland, vertrieben durch Dürre und Hunger. In der Elfenbeinküste suchen sie Arbeit, häufig allein, ohne ihre Familien, auf einer der vielen Kakaoplantagen. Die Arbeitsbedingungen sind hart: scharfe Macheten, schwere Lasten und giftige Herbizide, oft ohne jegliche Schutzkleidung. 90 Prozent des Urwalds an der Elfenbeinküste sind inzwischen zerstört. Dies alles unter den Augen der großen, internationalen Kakaokonzerne und der Schokoladenindustrie. 2001 einigten sich die Unternehmen, Kinderarbeit, fehlende Mindestlöhne und die weitere Rodung des Regenwaldes zu stoppen. Doch 20 Jahre später ist noch immer nichts von ihrem Vorhaben umgesetzt. Eine bewegende Dokumentation über die Kehrseite der Schokoladenindustrie und ihrer süßen Luxusprodukte. - 30 Minuten - Dokumentation, D 2020

Donnerstag, 09.04.2020 - 13:45, Arte
Madame empfiehlt sich

Bettie lässt ihre Mutter mit den Gästen ihres Restaurants einfach allein - ihr sind die Zigaretten ausgegangen, also steigt sie ins Auto und fährt los. Doch alle Läden scheinen geschlossen und plötzlich merkt sie, dass sie ihr altes Leben nicht mehr will. Ihr Geliebter hat sich eine Jüngere gesucht und ihre Mutter raubt ihr den letzten Nerv. So beschließt sie, einfach weiterzufahren und begegnet auf ihrer Reise ungewöhnlichen Menschen, romantischen Geschichten und frechen Jungs - darunter auch ganz unerwartet ihr Enkel. - 135 Minuten - Tragikomödie, F 2013 

Freitag, 10.04.2020 - 10:00, ARD
Evangelischer Gottesdienst zum Karfreitag - aus dem Dom St. Petri zu Bautzen

Bautzen hat eine der schönsten Altstädte Deutschlands. Die mittelalterliche Stadtmauer umgibt ein reiches Ensemble historischer Bauwerke. Dennoch ist der Ruf der Stadt geprägt durch ein Gefängnis, das sogenannte "Gelbe Elend". Hier waren im Dritten Reich und auch zu DDR-Zeiten vor allem politische Gefangene eingesperrt. Heute erinnert eine Gedenkstätte an die Opfer. Der Gottesdienst am Karfreitag denkt über die Gefangenschaft Jesu nach und wirft von dort einen Blick auf die selbstverschuldeten und erzwungenen Gefangenschaften des Menschseins. Dabei wird der weite Bautzener Dom selbst zu einem Abbild christlicher Freiheit, feiern doch evangelische wie katholische Christen in dieser Kirche ihre Gottesdienste. Die Predigt hält Pfarrer Christian Tiede, die musikalische Gestaltung liegt bei der Domkantorei. - 60 Minuten - Fernsehgottesdienst, D 2020

Freitag, 10.04.2020 - 11:05, ARD
Jüdische Akzentsendung: Leute - wir sind Juden - Crashkurs gegen Antisemitismus

Wenn Anastassia Pletoukhina am Freitagmorgen in ihrem Kiez in Charlottenburg unterwegs ist, hört sie oft den lautstarken Gruß "Gut Schabbes": Jüdischer Alltag in Berlin, wo die junge Soziologin mit Freunden ausgelassen Purim feiert und sich auf das Pessach-Fest vorbereitet. Aber gerade hier, wo jüdischer Alltag so selbstverständlich gelebt wird, werden weitaus mehr antisemitische Straftaten als in anderen Bundesländern registriert. Mit "Empowerment"-Seminaren will Anastassia Pletoukhina ein Zeichen dagegen setzen und junge Juden befähigen, auf Antisemitismus angemessen zu reagieren. Pletoukhina ist in Russland geboren und in Lübeck aufgewachsen. Am 9. Oktober 2019 war sie in der Synagoge in Halle, als ein Attentäter versuchte, in das Gotteshaus einzudringen. "Viele Menschen aus der jüdischen Gemeinde haben das Vertrauen verloren, dass der Staat sie schützen wird", sagt Pletoukhina. Zwar sorgen Polizisten vor Synagogen für Schutz und Sicherheit. Aber wichtig im Kampf gegen Antisemitismus sei auch, dass Juden nicht als "Exoten" in der Gesellschaft behandelt werden: "Das jüdische und das muslimische Leben sind keine exotischen Inseln in der mehrheitlich christlichen Gesellschaft, sie sind ein unentbehrlicher und prägender Teil davon." Pletoukhina ist deshalb überzeugt: "Es war schon immer wichtig, dass jüdisches Leben in Deutschland sichtbarer ist und dass jüdische Stimmen gehört werden." Dazu trägt sie mit ihren Empowerment-Seminaren für junge Juden bei - gewissermaßen als Crashkurse gegen Antisemitismus. - 15 Minuten - Reportage, D

Freitag, 10.04.2020 - 11:20, 3Sat
Glocken - Klang zwischen Himmel und Erde

Glocken gibt es schon seit mindestens 3600 Jahren: Sie rufen zum Gebet und verkünden den Frieden. Die Dokumentation geht den kulturgeschichtlichen Wurzeln der Klangkörper auf den Grund. Glocken wurden zu Kriegsgerät verschmolzen und danach Symbol des Wiederaufbaus. Sie vermelden Freude ebenso wie das Sterben eines Menschen. In China wurden Glocken als Folterinstrumente eingesetzt, für Christen sind sie Verkünder von Zeit und Vergänglichkeit. Es ist nicht der Wohlklang allein, der die Wahrnehmung des Glockenklangs bestimmt, wie die Professoren Bernhard Tschofen, Roland Girtler und August Schmidhofer erläutern. Die Musikhistorikerin Birgit Lodes aus München berichtet von Richard Wagners Plänen, Glocken in seinen Werken einzusetzen, und verrät, wie menschliche Stimmen eine Glocke im Konzert nachahmen können. - 50 Minuten - Dokumentation, A 2011  

Freitag, 10.04.2020 - 18:20, ARD
Die Frau in Gold

Der junge Anwalt Randy Schoenberg glaubt, den wirren Ausführungen einer störrischen, älteren Dame lauschen zu müssen, als ihn Maria Altmann darum bittet, ihr dabei zu helfen, gegen den österreichischen Staat gerichtlich vorzugehen und ihn zur Rückgabe wertvoller Erbstücke zu zwingen. Als er sich dann doch intensiver in den Fall vertieft, wird ihm das Potenzial bewusst, das in diesem Fall liegt und das sich für seine Karriere als Gold erweisen könnte. Denn bei den Erbstücken handelt es sich um ikonische Gemälde Gustav Klimts - insbesondere die berühmte "Frau in Gold". Die Bilder waren Marias Familie von den Nazis geraubt worden. Eigentlich hätte Österreich die Bilder nach dem Krieg an die rechtmässige Erbin zurückgeben müssen. Doch der Staat weigert sich, sich von den wertvollen Arbeiten eines der bedeutendsten Maler Österreichs zu trennen. Randy beschliesst, Maria als Anwalt zu helfen, zu ihrem Recht zu kommen. Damit beginnt für die beiden eine lange Odyssee, die von Maria ein ganz besonders schweres Opfer abverlangt: Sie muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen und nach Wien zurückkehren - zurück an den Ort, der mit so viel Leid und Verlust verbunden ist. - 100 Minuten - Spielfilm, GB, USA 2015 - Regie: Simon Curtis - FSK: 6

Freitag, 10.04.2020 - 22:40, Arte
"Jesus Christ Superstar Live in Concert"
Der opulent gefilmter Konzertabend der Rockoper von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice. Die Story dramatisiert die letzten sieben Tage im Leben von Jesus Christus mit den Mitteln der Popmusik. Der Musical-Welterfolg aus den 70er Jahren wurde ins 21. Jahrhundert gebracht und mit Superstars wie John Legend, Sara Bareilles und Alice Cooper brillant besetzt. - 100 Minuten - USA 2018 

Freitag, 10.04.2020 - 22:50, ZDF
Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes

In dem Dokumentarfilm begleitet Wim Wenders das Publikum auf einer persönlichen Reise mit Papst Franziskus. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche. Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein. Ein Gespräch zwischen ihm und - im wahrsten Sinne - der Welt entsteht. Papst Franziskus teilt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen. - 95 Minuten - Dokumentation, CH, V, I, D, F, USA 2018 - Regie: Wim Wenders

Samstag, 11.04.2020 - 20:15, Arte
Sakrale Bauwerke: Kirchen - Vom Streben nach Höhe und Licht

Drei Jahrhunderte lang wurde das frühe Christentum im Verborgenen praktiziert. Mit der allmählichen Ausbreitung der Religion wuchs schließlich auch die Zahl der Klöster und Kirchen. Bald verschoben die Baumeister die Grenzen des technisch Machbaren und errichteten immer größere himmelstürmende Kathedralen. In der bewegten Geschichte des Christentums hat sich der Stil der christlichen Sakralbauten stets gewandelt: In Jerusalem bildete die Grabeskirche als erste Gedenkstätte der neuen Religion den Mittelpunkt der christlichen Welt. Sie wurde auf dem Golgota-Hügel erbaut, der Stätte der Kreuzigung, und enthält das leere Grab Christi. In der westlichen Welt wurde mit der Abtei Mont-Saint-Michel, deren Grundmauern aus dem 8. Jahrhundert stammen, ein architektonisches Wunderwerk geschaffen, das karolingische, romanische und gotische Stilelemente vereint. In den Steinmauern der Abtei schlägt sich die gesamte Entwicklung mittelalterlichen Denkens nieder. Die Kathedrale von Chartres dagegen, die im 12. Jahrhundert in gerade einmal 30 Jahren erbaut wurde, zeichnet sich durch ihren einheitlichen Stil aus. Das wohl schönste architektonische Beispiel dieser geistigen und künstlerischen Revolution findet sich in Florenz: der Dom mit seiner gigantischen Kuppel und den weiß-grünen Marmorfassaden - eine Hommage an die großen Meister der Zeit wie Michelangelo, Donatello oder Brunelleschi. Am Roten Platz in Moskau steht die Basilius-Kathedrale für den orthodoxen Zweig des Christentums. Das Meisterwerk der orthodoxen Architektur mit seinen einzigartigen Farben und Formen hat die Revolution unbeschadet überstanden und empfängt heute erneut Gläubige zu Gottesdiensten. - 90 Minuten - Dokureihe, GB 2017 - Regie: Bruno Victor-Pujebet 

Sonntag, 12.04.2020 - 09:30, ZDF
Evangelischer Gottesdienst - Ostern auf dem roten Teppich
Der Tod hat nicht das letzte Wort. Das ist die christliche Überzeugung, die im Glauben an die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag ihren Ausdruck findet. Wie einen roten Teppich breitet Gott diese Osterbotschaft an diesem Morgen für alle aus, so die Überzeugung der Gemeinde der Evangelischen Kreuzkirche in Herne. Die Predigt im Ostergottesdienst hält Präses Dr. Annette Kurschus. - 45 Minuten - Fernsehgottesdienst, D 2020

Sonntag, 12.04.2020 - 23:10, Arte
Kubrick erzählt Kubrick

Von "Eyes Wide Shut" und "Shining" bis "Uhrwerk Orange" und "2001: Odyssee im Weltraum": Der Oscar-Preisträger Stanley Kubrick zählt zu den bedeutendsten Regisseuren der Filmgeschichte. Mit bisher unveröffentlichten Tondokumenten gibt diese Dokumentation Gelegenheit, Kubrick dabei zuzuhören, wie er über sein Werk spricht. Dabei offenbart der Großmeister des Kinos die Geheimnisse seiner Kunst. - 65 Minuten - Dokumentation, F 2020

Montag, 13.04.2020 - 09:25, ARD
Die Sendung mit der Maus Spezial - Berühmte Bauwerke und ihre Geschichte

Mit glockenförmiger Kuppel steht die Frauenkirche heute in Dresden. Doch zwischen den hell strahlenden Sandsteinen fallen Siham schnell die dunklen auf. Um die lange Geschichte dieser dunklen Mauerstücke zu verstehen, muss sie in die Vergangenheit schauen. Auch den Reichstag, unser Parlament, kennt fast jeder: Hier in Berlin treffen sich die Politiker des Deutschen Bundestags. Schon seit 1894 steht das Gebäude - aber wie kamen die alten Mauern zu so einem modernen Glasdach? Eine der bekanntesten Kirchen der Welt ist der Kölner Dom. Unzählige Touristen wollen ihn täglich sehen und versuchen dabei auch, ein Selfie vor dem Dom zu machen. Aber das ist gar nicht so einfach, schließlich handelt es sich um die dritthöchste Kirche der Welt. Doch aus welchem Grund wurde das prunkvolle Gebäude ausgerechnet hier errichtet? Neuschwanstein ist wohl das meist besuchte Schloss Deutschlands. Vor mehr als 700 Jahren stand dort noch die Burg Hohenschwangau. Von den hohen Felsen, auf denen sie stand, hatten die Ritter einen guten Überblick, um nach Feinden Ausschau zu halten. Viele Jahrhunderte später träumte der junge bayrische König Ludwig II. von einem majestätischen Bauwerk und gab den Auftrag, sein Traumschloss zu bauen. - 30 Minuten - Kinderreihe, D 2020

Montag, 13.04.2020 - 10:00, ARD
Gottesdienst zum Ostermontag - aus der St. Nicolai-Kirche in Lemgo

Der Festgottesdienst steht unter dem Motto: "Nächstenliebe ist mein Lieblingsgeschäft". Nach dieser Devise handelte Fürstin Pauline zur Lippe, die vor 200 Jahren starb und bis heute für ihr soziales Engagement bekannt ist. Sie hob die Leibeigenschaft auf, verhalf Armen zu einer Mahlzeit und gründete den ersten Kindergarten Deutschlands. Als Regentin setzte sie persönlich die Eigenständigkeit ihres Kleinstaates gegen Napoleon durch. Wie sehr hat der christliche Glaube die Regentschaft von Fürstin Pauline beeinflusst? - 60 Minuten - Fernsehgottesdienst, D 2020

Montag, 13.04.2020 - 18:15, ZDF
Blick in die Ewigkeit? - Der Tod und das Danach

Wir werden sterben. Jeder von uns. Doch was geschieht, wenn wir tot sind? Und gibt es ein Leben nach dem Tod? Diese Fragen beschäftigen die Menschen seit eh und je. Eric Wrede war erfolgreicher Musikmanager. Heute ist er Bestatter und hat sein eigenes, unkonventionelles Unternehmen in Berlin. Für Eric ist der Tod Alltag. Dennoch stellt er ihn auch immer wieder vor neue Fragen. Er begibt sich auf die Suche nach Antworten. Dafür blickt er in verschiedenste Richtungen. Existentielle, wissenschaftliche, spirituelle und theologische Ansätze führen zu unterschiedlichen, mitunter widersprüchlichen Erkenntnissen. Eric Wrede trifft auf Menschen, die ihre Sicht der Dinge und ihre Erfahrungen mit ihm teilen. Von den Niederlanden bis nach England führt die Suche nach Hinweisen auf ein Leben nach dem Tod. Der Kardiologe Pim van Lommel hat bei seiner jahrelangen Sterbeforschung Bewusstsein im Zustand klinischen Todes gefunden. Der Beweis für eine Seele? Eric Wrede spricht mit Menschen, die durch eine Nahtoderfahrung einen Blick ins Jenseits werfen konnten, aber er bekommt auch sehr rationale Antworten von Neurologen und Psychologen. Produziert unser Gehirn unser Bewusstsein? Und wenn nicht, was passiert mit unserem Selbst nach dem Sterben? Eric Wrede will es wissen - er macht eine virtuelle Sterbeerfahrung und erfährt seine erste buddhistische Meditation. Er blickt nach innen und außen - er befasst sich mit dem mentalen Sterben und dem Körperlichen. Auch Religionen wecken Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Doch auf welcher Grundlage? Theologe Nikolaus Schneider teilt seine sehr persönliche Jenseitshoffnung mit Eric Wrede. Und all diese Puzzleteile ergeben am Ende ein Bild von dem, was uns erwarten könnte. "Blick in die Ewigkeit? - Der Tod und das Danach" ist eine sehr persönliche Begegnung mit der Frage aller Fragen: Gibt es ein Leben danach? - 45 Minuten - Dokumentation, D 2020

Montag, 13.04.2020 - 19:15, ARD
Die Retter von Notre Dame

In den frühen Morgenstunden des 16. April 2019 wachte Paris im Schock auf: Die Kathedrale Notre Dame war durch ein Feuer schwer beschädigt und einsturzgefährdet. Die Berichterstattung über den kolossalen Brand löste eine weltweite Welle von Solidarität und Trauer über die Schäden an der 800 Jahre alten Kathedrale aus. Dieser Film dokumentiert, was in den Stunden, Tagen, Wochen und Monaten nach dem Brand geschah. Ein Jahr lang begleiteten die Kamerateams die Anstrengungen, Notre Dame vor dem Einsturz zu retten. Mit nahezu ungehindertem Zugang zur Baustelle zeigt der Film, wie Architekten, Archäologen, Ingenieure und besonders spezialisierte Handwerker sich der Aufgabe stellen, das Weltkulturerbe zu stabilisieren. Es ist eine ungeheure Mission, jeden Tag stellen sie sich neuen Herausforderungen, die schier unmöglich erscheinen. Dieser Film fängt die menschlichen Geschichten der Retter von Notre Dame ein, die sich das Ziel gesetzt haben, dieses einmalige, historische Gebäude der Nachwelt zu erhalten. - 45 Minuten - Dokumentation, F, D

Montag, 13.04.2020 - 19:40, Arte
Re: Schokolade ohne Reue - Ist fairer Genuss möglich?

Der Schokohunger der Europäer hat einen bitteren Nachgeschmack. Der Kakao kommt meist aus Westafrika und verursacht Elend: Armut, Kinderarbeit, Umweltzerstörung. Aber es geht auch fair: Hendrik Reimers produziert Schokolade, die von der Kakaobohne bis zur verpackten Tafel im Herkunftsland Ghana hergestellt wird. So bleibt die Wertschöpfung im Land, und es entstehen qualifizierte Arbeitsplätze. - Schokolade ohne Reue - Ist fairer Genuss möglich? - 35 Minuten - Reportagereihe, D 2018

Dienstag, 14.04.2020 - 22:15, ZDF
37 Grad: Zwei Quadratkilometer Stress - Letzte Hilfe - Chance für einen Stadtteil

37 Grad stellt Menschen vor, die dahin gehen, wo andere lieber wegschauen. Der Film zeigt mutige Mannheimer, die versuchen, einen Stadtteil zu retten, den viele bereits abgeschrieben haben. Die Bevölkerung wächst hier stärker als in der Gesamtstadt, seit Jahren bereitet die Armutseinwanderung aus Osteuropa dem Stadtteil viele Probleme. Auch wenn die Kriminalitätsstatistik im Vergleich zu gesamt Mannheim nicht besonders herausragt - wer kann, zieht weg. "Ich schäme mich für Deutschland, dass wir hier ein Paradies geschaffen haben für billigen Sex, aber nicht die Verantwortung tragen möchten für die Frauen, die hier traumatisiert und ausgebeutet werden", sagt Julia Wege, die sich mit ihrem Verein "Amalie" der Armutsprostitution entgegenstellt. Doch das ist nicht das einzige Problem der Neckarstadt-West. Auch Stefan Semel ist weggezogen, der Müll auf den Straßen, der Lärm in der Nacht, all das war ihm zu viel. Trotzdem kommt er jeden Tag in die Neckarstadt, um vor allem den Kindern hier eine Stütze zu sein. Denn obwohl es immer mehr Schüler ohne Deutschkenntnisse gibt und die sozialen Probleme in den Familien offensichtlich sind, gibt es im Viertel keine einzige Ganztagsschule. Stefan Semel kämpft mit seinem Verein "Aufwind e.V."für das Recht der Kinder auf ein gewaltfreies Leben und für Bildungsgerechtigkeit. Seit 15 Jahren bietet er ihnen ein Ersatz-Zuhause und hat hier aus leistungsschwachen Schülern schon einige Abiturienten gemacht. Melis Sekmen kennt die Nöte der Kinder und Jugendlichen hier, wie kaum eine andere. Sie selbst hat das Milieu hinter sich gelassen. Aufgewachsen vis-à-vis der Rotlichtmeile, zogen ihre Eltern weg, damit die Tochter eine bessere Zukunft hat. Es ist ein offenes Geheimnis: Wer will, dass sein Kind erfolgreich ist, der meidet die Schulen der Neckarstadt-West. Immer mehr bildungsorientierte türkische Familien ziehen weg - Melis Sekmen will das ändern, deshalb macht sie Politik. Die Neckarstadt-West, mit all ihren Herausforderungen von damals und heute, hat aus ihr eine Kämpferin gemacht. Sie will, dass die Schwächsten am stärksten gefördert werden, wie zum Beispiel die Prostituierten, die bei "Amalie" Schutz suchen. Julia Wege hat bisher 90 Frauen aus der Zwangsprostitution gerettet. Mit viel Mut und wenig Geld hat sie Bordelle abgeklappert und den von der Gesellschaft vergessenen Frauen ein neues Leben ermöglicht. Sie wird genauso wie Stefan Semel weitermachen, damit der Stadtteil wieder lebenswert wird, für alle. Der Film zeigt, was drei engagierte Menschen tun, damit ein Stadtteil wie Neckarstadt-West mit seiner kulturellen Vielfalt ein lebenswerter Ort bleibt und nicht in eine parallele Welt abgleitet. - 30 Minuten - Dokumagazin, D 2020

Dienstag, 14.04.2020 - 16:00, Arte
Wanderschäfer im Iran - Die Schule der Hirtenkinder

Im Zagros-Gebirge im Südwesten des Irans begleitet ein Lehrer eine Familie nomadischer Hirten vom Volk der Bachtiaren beim Viehauftrieb im Frühling. Drei Wochen lang läuft er mit der Familie mit und unterrichtet abends die Kinder. Sein Ziel ist es, ihnen die Schulbildung zu vermitteln, die notwendig ist, um später in der Stadt leben und arbeiten zu können. Die gefährliche Route führt durch enge Passagen und Schluchten, über steile Bergrücken und schneebedeckte Pässe und ist ein beständiger Kampf gegen Kälte und Wind. Am Ende der Reise erreichen die Nomaden ihr Sommerlager und der Lehrer organisiert die Prüfungen. In diesem Jahr gibt es außerdem eine Besonderheit: Es ist das letzte Mal, dass die Familie die Strecke zu Fuß bewältigt - das Ende einer tausendjährigen Tradition. - 55 Minuten - Dokumentation, F 2019 - Regie: Louis Meunier

Dienstag, 14.04.2020 - 21:45, Arte
Anders essen - Das Experiment

Für die Dokumentation "Anders essen - Das Experiment" wird erstmals ein Acker mit genau jenen Getreiden, Gemüsen, Früchten, Ölsaaten und Gräsern bepflanzt, die pro Person auf unseren Tellern landen - und die die Industrie unter anderem zu Futtermitteln für Tiere verarbeitet. Es entsteht ein Feld von 4.400 Quadratmetern Größe, die Fläche eines kleinen Fußballfeldes, das der "durchschnittliche" Bürger benötigt. Zwei Drittel davon liegen im Ausland. Insgesamt verbrauchen wir doppelt so viel, wie uns eigentlich zusteht: Würden sich alle Menschen so ernähren, bräuchten wir eine zweite Erde; weltweit stehen einem Menschen lediglich 2.200 Quadratmeter zur Verfügung. Und: Unsere Lebensmittel verursachen so viel Treibhausgase wie der Autoverkehr. Dass es auch anders geht, zeigen drei Familien im Selbstversuch: Sie wollen ihren Flächenverbrauch verringern, fairer und umweltverträglicher essen. Anders kochen, mit weniger Fleisch. Anders essen, mit mehr Freude. Anders einkaufen, regional und saisonal. Wird es gelingen? Eine Dokumentation über unsere Art einzukaufen, zu kochen und zu essen und die Folgen für unsere Umwelt. "Anders essen" - das Experiment zeigt, wie man mit wenig Aufwand vieles verändern kann. - 90 Minuten - Ernährungsmagazin, D 2019 - Regie: Kurt Langbein

Mittwoch, 15.04.2020 - 20:15, ARD
Die Getriebenen

Juli 2015: Während die europäische Währungskrise mit einem finalen nächtlichen Gipfeltreffen in Brüssel und der Entscheidung, dass Griechenland in der Eurozone bleibt, gerade ihrem vorläufigen Ende entgegengeht, ist eine andere Herausforderung für den europäischen Kontinent nicht mehr zu ignorieren: Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Elend und suchen Schutz in Europa. Als Griechenland und Italien unter dem Flüchtlingszustrom im Sommer 2015 zusehends kapitulieren, wird klar: Europa steht vor einer Zerreißprobe. Der innenpolitische Druck, darauf zu reagieren, wächst erheblich: Die Kritik am Flüchtlingsmanagement des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, aber auch am Innenministerium und an der Person von Bundesminister de Maizière wird stetig lauter, die Spitzen der Sicherheitsbehörden tragen vehement ihre Bedenken zur Auswirkung der Zuwanderung auf die innere Sicherheit vor, die CSU vertritt einen klar flüchtlingskritischen Kurs und Vizekanzler Gabriel versucht, sich mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen unverhohlen gegen die Bundeskanzlerin zu profilieren. Die humanitären und logistischen Probleme bei der Aufnahme von Geflüchteten werden immer offensichtlicher und Koalitionspartner, die Opposition sowie der Großteil der Bevölkerung fordern zunehmend ein klares Zeichen von Angela Merkel, die noch versucht, die notwendigen Schritte zur Bewältigung der Situation zu koordinieren und einen politischen Konsens herzustellen. Das Zusammentreffen mit dem geflüchteten Mädchen Reem Sahwil in einer Gesprächsrunde mit Schülern sowie der Besuch einer Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau geraten zu ihren persönlichen Wendepunkten: Merkel macht die Flüchtlingskrise schließlich zu ihrem Thema und setzt sich gemeinsam mit ihren Ministern in der EU für eine gesamteuropäische Lösung ein. Im Spätsommer 2015 spitzt sich die Lage zu und Ungarns Präsident Viktor Orbán ist bereit, den Konflikt eskalieren zu lassen ... Die unterschiedlichen Reaktionen auf diese Ausnahmesituation, den Entscheidungsdruck, der auf der Bundeskanzlerin, den Ministerien und auf all denjenigen lastete, die sich an einer Lösung beteiligen sollten, zeichnet "Die Getriebenen" minutiös nach. - 120 Minuten - Dokudrama, D 2020 - Regie:Stephan Wagner

Mittwoch, 15.04.2020 - 22:45, ZDF
Am Puls Deutschlands: #wasmichamklimastreitnervt

Was sollte in der Klimadebatte anders laufen? Was nervt die Menschen am Klimastreit? Jochen Breyer will das wissen und trifft Menschen mit unterschiedlichen Meinungen. Unter #wasmichamklimastreitnervt diskutierten Tausende: Die Politik tue zu wenig, finden die einen - andere wollen sich nichts verbieten lassen. Jochen Breyer trifft auf eine gespaltene Gesellschaft. Haben wir verlernt, miteinander zu diskutieren? Seit 2019 ist die Klimadebatte in vollem Gange. Millionen überwiegend junge Menschen gehen auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Doch es gibt auch Gegner: Politiker etwa, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Aber auch Menschen, die Sorge haben, dass in ihrer Umgebung etwa ein Windrad gebaut werden könnte. Was nervt die eine, was die andere Seite an der Klimadebatte? Braucht es mehr Verbote, um das Klima zu schützen - oder weniger? Woran verzweifeln Menschen in der Debatte? Kommt die soziale Komponente bei Klimaschutzmaßnahmen zu kurz? Werden große Konzerne zu wenig in die Pflicht genommen? Die Dokumentation "Am Puls Deutschlands" zeigt, welche Fragen die Deutschen in der Klimadebatte bewegen. - 30 Minuten - Dokumentation, D 2020

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