TV-Tipps - Evangelische Medienzentrale

Evangelische Medienzentrale

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Beispiel zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht

Evangelische Medienzentrale Frankfurt

Menümobile menu

TV-Tipps für September

Montag, 23.09.2019 - 20:15, ARD
Hirschhausen im Knast
Wie gelingen Beziehungen und wen brauchen wir im Leben wirklich? Um das herauszufinden, begibt sich Eckart von Hirschhausen an den wohl beziehungsfeindlichsten Ort: Er geht in ein Gefängnis und lässt sich dort einsperren. Zwei Tage ist er isoliert von der Welt "da draußen". Seine Zellennachbarn witzeln darüber, denn sie rechnen in Jahren. Er trifft dort Menschen, die als "knasterfahren" gelten. "Harte Jungs", die nur mit Mühe ihre alten Beziehungen aufrechterhalten. Was bedeutet es, hinter Gittern leben zu müssen? Was macht das mit den Angehörigen und Freunden? Und wie sieht eine "Kuschelzelle" von innen aus? Die Dokumentation bietet fundiertes Wissen rund um die Themen Liebe und Beziehungen. Eckart von Hirschhausen bereitet sie informativ und unterhaltsam auf. Bei seinem Einzug in den Meppener Knast sagte er: "Innerhalb weniger Momente verschwindet mein bisheriges Leben in einer kleinen Kiste und einem Kleidersack. Am Dresscode merkt man: Mit der Welt da draußen habe ich nichts mehr zu tun." Stoff, der die Menschen verbindet Eckart von Hirschhausen überträgt seine Erfahrungen aus dem Gefängnis auf den Alltag, denn was ist mit den Menschen, die sich auch ohne Gitterstäbe allein und vergessen fühlen? Was ist überhaupt der Stoff, der uns Menschen miteinander verbindet? Der uns das Gefühl von Geborgenheit, Liebe oder von Freundschaft gibt? Wer hält zu uns, wenn wir uns am Tiefpunkt unseres Lebens befinden? Wie viele Menschen interessieren sich wirklich für einen, wenn es einem schlecht geht? Ermutigende Aktionen und Lösungen Parallel zur Eckart von Hirschhausens Knasterfahrung finden die - im wahrsten Sinne - "Außen"-Reporter Niko Wirth und Lisa Weitemeier heraus, warum manche Menschen in Freiheit trotzdem einsam sind und wie man Menschen an sich bindet, die einem am Herzen liegen. In ermutigenden Aktionen stellen sie Freundschaften auf die Probe und finden Lösungen, wie man die Beziehungen zu den Liebsten ein Leben lang pflegen kann. Eckart von Hirschhausen nach seiner Entlassung aus dem Knast: "Mein Experiment hat mich ganz schön mitgenommen. Und ich weiß das Glück neu zu schätzen, dass ich jetzt jemanden habe, den ich anrufen kann." - 45 Minuten - Dokumentation, D 2019


Montag, 23.09.2019 - 22:45, ARD
Messerland Deutschland?

"Messer machen Mörder", so deutlich bringt es die Berliner Polizei auf den Punkt. Messerangriffe polarisieren wie kaum ein anderes Thema seit Jahren die Öffentlichkeit. Notärzte, Polizisten, Gewaltforscher und Lehrer sind sich schon lange sicher: In Deutschland gibt es eine gefährliche Bewaffnung mit Messern. Die zunehmende Bewaffnung von jungen Männern wirkt für sie nachweislich ansteckend. Denn wer Angriffe erlebt hat, Opfer oder Täter kennt, wer kein Vertrauen in die regelnde Kraft von demokratischer Öffentlichkeit und Polizei hat, wer einfach nur aggressiv ist, wem es an menschlicher Empathie fehlt, der bewaffnet sich. Erik war 14, als ein deutscher Mitschüler mehrfach in der Schule auf ihn einstach. Der Arbeiter Mohammad dagegen war zur falschen Zeit am falschen Ort, als ein junger Asylbewerber vor einem Kiosk mit einem 13 cm Messer auf ihn einstach. Notärzte und Unfallchirurgen konnten beide retten. Für die Notfallmedizin sind Messerangriffe ein Kampf gegen die Uhr. In Großstädten sind die Kliniken bereits darauf eingestellt. Mit neuen technischen Möglichkeiten werden Blutungen der Messeropfer am Tatort oder in den Notaufnahmen der Kliniken gestoppt. Viele überlebende Opfer leiden aber ihr weiteres Leben an den Folgen: an chronischen Schmerzen verletzter Organe und wiederkehrenden Entzündungen. Psychologen warnen zudem vor den psychischen Folgen für die Opfer, die Messerangriffe als Eingriffe in die Würde, in die Unverletzlichkeit ihres Körpers erleben. Für Johannes (17) endete ein Messerangriff tödlich. In der Faschingszeit stach ihm ein 16 Jähriger mit einem Messer in den Bauch. Innerhalb von Minuten verblutete er und starb. Für seine Familie, Freunde und seine Mitspieler im Reinstetter Fußballverein ein Tag, den sie auch zwei Jahre nach der Tat nicht vergessen können. Hätte das Leben von Johannes gerettet werden können, wenn das Mitführen von Messern bei Veranstaltungen in Schulen und in der Bahn grundsätzlich verboten wäre und dieses Verbot auch konsequent kontrolliert würde? Könnten weitere Messeropfer durch die Einrichtung von Waffenverbotszonen verhindert werden? Der Film begleitet die politische Auseinandersetzung um dieses Vorhaben. Erst seit Mitte 2018 werden Fälle mit dem "Tatmittel Messer/Stichwaffe" von den Innenministerien der Länder gesondert registriert. -  45 Minuten - Dokumentation, D 2019

Montag, 23.09.2019 - 23:30, ARD
Streitfall Sterbehilfe - Wer bestimmt über mein Ende?

Hilfe zum Suizid - das wünschen sich einige Schwerstkranke, die ihr Leid nicht mehr ertragen können. Doch seit 2015 - nach langwierigen Diskussionen - ein neues Gesetz verabschiedet wurde, ist "geschäftsmäßige" Förderung der Selbsttötung strafbar. Bis zu drei Jahre Haft drohen. Welche Folgen hat das Gesetz für unheilbar Kranke, aber auch für Ärzte, die verunsichert sind, wie weit sie in der Begleitung ihrer Patienten gehen dürfen? Um den § 217 wird heftig gestritten: Ein erfolgreiches Gesetz, sagen die einen, denn Sterbehilfevereine mussten ihre Tätigkeit in Deutschland einstellen. Ein unnötiges, schlecht gemachtes Gesetz, sagen die anderen, denn es untergrabe das vertrauensvolle Arzt-Patienten-Verhältnis in einer hoch sensiblen Situation. Einige Ärzte befürchten, dass aus Angst vor möglichen Schwierigkeiten Patienten bei schwerstem Leid nicht mehr die Betäubungsmittel auf Vorrat erhalten, die sie brauchen. Denn die könne man auch zum Suizid verwenden. Die Befürworter des neu geschaffenen Paragrafen kämpfen dafür, die palliativmedizinische Versorgung weiter auszubauen. Sie sehen in der Forderung nach Selbstbestimmung am Lebensende eine Gefahr. Kranke und alte Menschen könnten sich unter Druck gesetzt fühlen, "freiwillig" aus dem Leben zu scheiden, um niemandem zur Last zu fallen. Als im März 2017 das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in letzter Instanz entschied, dass der Staat Patienten in allergrößter Not ein Mittel zur Selbsttötung nicht verweigern dürfe, verhärteten sich erneut die Fronten. Entsetzen auf der einen, Hoffnung auf der anderen Seite. Über 120 Schwerstkranke beantragten beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn das Betäubungsmittel Natrium-Pentobarbital. Von den Betroffenen forderte das BfArM unterschiedlichste Gutachten. Das Bundesgesundheitsministerium aber verhinderte die Herausgabe des Mittels. Es könne "nicht Aufgabe des Staates sein, Selbsttötungshandlungen... aktiv zu unterstützen." Der Film begleitet über ein Jahr lang zwei Schwerstkranke, die sich für den Fall des Falles einen "Notausgang" wünschen. Eine Witwe schildert eindrücklich, wie ihr unheilbar an ALS erkrankter Mann, dessen Antrag auf Natrium-Pentobarbital "keine Aussicht auf Erfolg" hatte, sich für das Sterbefasten entschied - als letzten Ausweg. Zu Wort kommen Palliativmediziner, die sich für und gegen die Hilfe zum Suizid aussprechen, Ethiker und Kirchenvertreter sowie Rechtsanwälte, die für Patientenrechte und Autonomie am Lebensende streiten. Sterbehilfevereine, Ärzte und Schwerstkranke haben beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen den Paragraphen 217 eingelegt. Die Fronten sind abgesteckt. Nun warten alle auf die Entscheidung des Gerichtes noch in diesem Jahr. Wie weit geht unser Selbstbestimmungsrecht? Gibt es ein Grundrecht auf ein selbstbestimmtes Ende? - 45 Minuten - Dokumentation, D 2019

Dienstag, 24.09.2019 - 20:15, Arte
Katar: Millionen für Europas Islam

Journalisten wurden vertrauliche Dokumenten der NGO Qatar Charity zugespielt. Sie enthüllen ein Programm zur Stärkung der Einflussnahme des politischen Islam in ganz Europa mit der Finanzierung von 140 Moscheebauten, Kulturzentren und Schulen, die alle mit der Muslimbruderschaft zusammenhängen. Ein Filmteam recherchierte zwei Jahre lang über die ebenso finanzkräftige wie hermetische Organisation. - 90 Minuten - Dokumentation, F 2019 - Regie: Jérôme Sesquin

Dienstag, 24.09.2019 - 21:45, Arte
Libanon - Ein Land als Geisel

Im Libanon wird keine wesentliche politische Entscheidung mehr ohne die Hisbollah, die schiitische "Partei Gottes", getroffen. Das von verschiedenen Ethnien und Konfessionen geprägte Land ist seit Ende des Bürgerkriegs 1990 wachsenden politischen Spaltungen ausgesetzt. Nun droht die Hisbollah, die vom Iran unterstützt und finanziert wird, das Land und die Region zu destabilisieren. Als politische Partei stellt die Hisbollah zwei Minister in der Regierung. Der sunnitische Ministerpräsident Saad Hariri ist vom Wohlwollen Hassan Nasrallahs, dem Generalsekretärs der Hisbollah, abhängig - nicht zuletzt weil die Miliz der Hisbollah wesentlich stärker ist als die libanesische Armee. In seinen imposanten Reden droht Nasrallah nicht nur Israel, sondern auch den USA. Israel sieht in der Hisbollah den verlängerten Arm seines Erzfeindes Iran. Einer UN-Resolution zum Trotz lagert die Hisbollah Waffen im Südlibanon und hat mehrere Tunnel zu israelischen Gebieten gegraben. Ein erneuter Krieg zwischen der Hisbollah und Israel würde den Libanon dem Erdboden gleichmachen und auch in Israel erhebliche Schäden anrichten. Die Spannungen zwischen den USA und Iran erhöhen die Konfliktgefahr. Der Film zeigt, dass die Hisbollah ihre Macht in den letzten Jahren geschickt ausgebaut und sich zu einem Staat im Staat entwickelt hat. Doch es regt sich Widerstand. Zivilgesellschaftliche Kräfte versuchen, Religionskonflikte zu überwinden und mit demokratischen Mitteln neue Wege zu gehen. - 55 Minuten - Dokumentation, D 2019

Dienstag, 24.09.2019 - 22:40, Arte
Helfen im Namen Allahs

Etwas tun gegen die Armut in Frankreich, gegen den Hunger in der Welt, Kriegsverletzten helfen - die Doku beleuchtet die humanitäre Arbeit muslimischer Hilfsorganisationen und begleitet einige ihrer Protagonisten. Aurore ist für ein Hilfsprojekt des französischen Secours Islamique in Mali zuständig, für die gleiche Organisation kümmert sich Nadia in der Pariser Banlieue um Obdachlose. - 55 Minuten - Dokumentation, F 2018

Freitag, 27.09.2019 - 19:40, Arte
Re: Streiken fürs Klima - Europas Schülerbewegung wächst

Famke aus Berlin, die Schweizerin Lena und Antoni aus Polen demonstrierten im vergangenen halben Jahr jeden Freitag für das Klima, anstatt in die Schule zu gehen. Aber auch ihre Sommerferien widmen sie voll und ganz dem Umweltschutz.Famke reist zu einem Kongress von "Fridays for Future" in Dortmund, bei dem sich Schüler aus ganz Deutschland austauschen - und lernen. Wie lassen sich ihre Forderungen mit Politik und Wirtschaft vereinbaren? Die Schüler haben Wissenschaftler und Volkswirte, wie Prof. Dr. Christoph Schmidt, der die Bundesregierung zur CO2-Steuer berät, eingeladen, um diese Frage mit ihnen zu diskutieren.Der 17-jährige Schüler Antoni aus Warschau reist zum polnischen "Climate Camp", in dem sich verschiedene Umweltschutzgruppen und -aktivisten vernetzen. Welche gemeinsamen Ziele und Forderungen gibt es?Erstes Ziel der "Fridays-for-Future-Bewegung" ist, die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens durchzusetzen. Ansonsten unterscheidet sich die Agenda noch von Land zu Land. Die deutschen Aktivisten setzen sich beispielsweise für die Einführung einer CO2-Steuer ein, die polnischen möchten erreichen, dass der Klimawandel im Schulunterricht thematisiert wird.Um endlich gemeinsame Ziele formulieren und somit mehr Druck auf die europäische Politik ausüben zu können, vernetzen sich nun die bisher eher lose verbündeten Schülergruppen auf internationaler Ebene. Die 16-jährige Lena aus Basel ist Mitorganisatorin des ersten europaweiten Kongresses der Bewegung im schweizerischen Lausanne.Die drei jungen Klimakämpfer haben kein geringeres Ziel, als die Erde und damit ihre eigene Zukunft vor der Klimakatastrophe zu retten. - 35 Minuten - Reportagemagazin, D 2019

Montag, 30.09.2019 - 22:45, ARD
Der Mordfall Lübcke und rechter Terror in Deutschland

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik tötet ein Rechtsextremer wohl gezielt einen Politiker. - 45 Minuten - Politreportage, D 2019 



Diese Seite:Download PDFDrucken

to top