TV-Tipps - Evangelische Medienzentrale

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TV-Tipps für Juli und August

Dienstag, 23.07.2019 - 22:45, ZDF
RBG - Ein Leben für die Gerechtigkeit

Ruth Bader Ginsburg, Richterin am Supreme Court der USA und heute 86 Jahre alt, stellte ihr Lebenswerk in den Dienst der Gleichberechtigung und ist längst zur Ikone geworden. 1993 wurde sie als zweite Frau an den Obersten Gerichtshof berufen und hält dort eisern die Stellung. Bis heute sorgt sie mit ihrer engagierten Agenda für Schlagzeilen und macht Präsident Trump mitunter das Leben schwer. Die ungewöhnliche Karriere der 1933 in Brooklyn geborenen Ruth Bader begann als eine von nur neun Studentinnen an der Harvard Law School und als eine der ersten Jura-Professorinnen der USA. In den 1970er-Jahren erkämpfte sie gegen alle Widerstände bahnbrechende Gerichtsurteile zur Gleichstellung der Geschlechter, die sie zu einer Heldin der Frauenrechtsbewegung und weltbekannt machten. Betsy West und Julie Cohen zeichnen das beeindruckende Porträt einer schlagfertigen Legende, die inzwischen auch als Popkultur-Phänomen Kult ist. Die beiden Regisseurinnen schaffen Ruth Bader Ginsburg mit ihrem Dokumentarfilm ein längst verdientes Denkmal. Der Film hat die amerikanischen Kinos im Sturm erobert und konnte so ein Zeichen für alternative Politik in den USA setzen. Inzwischen berühmt und berüchtigt als "Notorious RBG", entschied sich die Demokratin nach der Wahl Donald Trumps gegen Rückzug und Ruhestand. Mit brillantem Verstand und Leidenschaft ist und bleibt Ruth Bader Ginsburg eine unverzichtbare Inspiration für die politische Kultur. - 95 Minuten - Dokumentation, USA 2018 - Regie: Julie Cohen

Mittwoch, 24.07.2019 - 22:45, ARD
Spielen Sie Gott, Mr. Feinberg?

Der 73-jährige Ken Feinberg ist Staranwalt in den USA. Er kommt immer dann ins Spiel, wenn es um menschliches Leid und um viel Geld geht. Als Schlichter handelt er außergerichtliche Vergleich aus. Erst im Mai 2019 wurde bekannt, dass er damit beauftragt werden soll, im Fall der Klagen gegen Bayer/Monsanto zu vermitteln, in denen es um mögliche Krebsrisiken von Unkrautvernichtungsmitteln mit dem Inhaltsstoff Glyphosat geht.Ob nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York oder der BP-Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko: Feinberg entscheidet darüber, was ein Menschenleben wert ist. Er hält sich an feste Kriterien. Dabei spielt eine wesentliche Rolle, wie hoch der wirtschaftliche Schaden ist, der durch den Tod eines Menschen entstand. Seine Gegner werfen ihm vor, Gott zu spielen und fragen: Warum ist das Leben eines Feuerwehrmanns, der am 11. September 2001 in den Twin Towers ums Leben kam, soviel weniger wert als das eines Börsenmaklers? Wie viel Geld sollte der Ölmulti BP den Fischern bezahlen, die nach einer Ölkatastrophe um ihre Existenz kämpfen? Wie geht man mit Arbeitern um, die am Ende ihres Arbeitslebens erfahren, dass ein Großteil ihrer Rente von Fonds-Managern veruntreut wurde? Der Dokumentarfilm geht der Frage nach, wer der bisweilen allmächtig erscheinende Ken Feinberg wirklich ist. Wie verarbeitet er die menschlichen Tragödien, mit denen er konfrontiert wird? "Spielen Sie Gott, Mr. Feinberg?" vermittelt einen tiefen Einblick in die Seele der amerikanischen Gesellschaft und hinterfragt unser Wertesystem. - 95 Minuten - Dokumentation, D 2016 - Regie: Karin Jurschick - FSK: 12

Sonntag, 28.07.2019 - 9:30, ZDF
sonntags: Tage in Taizé - die Jugend der Welt an einem Ort

Beten, Singen - Stille. In sich hineinhören, in die Tiefe gehen, ins Gespräch mit Gott kommen inmitten einer großen Gemeinschaft. Das ist es, was jährlich Zehntausende nach Taizé zieht. Es sind vor allem junge Menschen, die aus Europa und der ganzen Welt kommen. Sie tauschen sich aus, über den Glauben, ihre Zukunft, aber auch über Politik oder Klimawandel - spirituell begleitet von den Brüdern von Taizé, einem internationalen Männerorden. Gründer der Communauté de Taizé war der Schweizer Roger Schütz (1915 bis 2005), heute ist der Deutsche Alois Löser Prior der Gemeinschaft. Vor 70 Jahren begannen die Brüder ihre Arbeit, nahmen damals Kriegsflüchtlinge auf in dem kleinen Ort nördlich von Cluny. Im Ursprung protestantisch, widmeten die Geistlichen bald ihr Leben der Ökumene. Berühmt wurde Taizé durch die ökumenischen Jugendtreffen, die bis heute stattfinden, zuletzt im Libanon. Der Bergpredigt verpflichtet, stellen die Brüder jedes Jahr unter einen Leitgedanken. 2019 ist es die "Gastfreundschaft". ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh spürt dem Geist von Taizé nach. Sie ist selbst vor Ort und begegnet den Jugendlichen, den freiwilligen Helfern, den Brüdern, Prior Alois und den Schwestern von St. André, die ebenfalls schon seit Jahrzehnten mithelfen. - 27 Minuten - Gesellschaftsmagazin, D 2019

Sonntag, 28.07.2019 - 20:15, ARTE
Selma

Der Film rekapituliert einen im März 1965 von Martin Luther King jr. initiierten Protestmarsch der Bürgerrechtsbewegung von Selma in Alabama in die Hauptstadt Montgomery. Als die Polizei damals friedliche Demonstranten brutal niederknüppelte, gingen die Bilder um die Welt. Den Menschen wurde klar, dass Rechtlosigkeit bis hin zum Lynchmord den Alltag der Schwarzen im amerikanischen Süden bestimmt. - 125 Minuten - Spielfilm, USA, GB, F, B 2014 - Regie: Ava DuVernay

Diesen Film können Sie unter: www.medienzentralen.de/medium35084/Selma im Medienportal der Evangelischen Kirche ausleihen. 

Montag, 29.07.2019 - 19:25, ZDF
Gekaufte Sterne - Das Geschäft mit den Internetbewertungen
Internet-Bewertungen werden von Verbrauchern immer häufiger genutzt. Verbraucherschützer beklagen, dass immer mehr authentisch erscheinende Bewertungen auf den Seiten der großen Anbieter wie Google, Amazon & Co. gefälscht sind. Stichproben mit versteckten Kameras belegen, wer mit welcher Motivation Bewertungen fälscht. Außerdem zeigen die Reporter, wie leicht Manipulationen möglich sind. - 50 Minuten - Dokumentation, D 2019 

Dienstag, 30.07.2019 - 22:45, Arte
Rachels Rettungsdienst - Ultraorthodoxe Jüdinnen im Einsatz

Borough Park im New Yorker Stadtteil Brooklyn ist eine der größten ultraorthodoxen jüdischen Gemeinden außerhalb Israels. Dort kämpft eine Gruppe Frauen dafür, den ersten rein weiblichen freiwilligen Rettungsdienst der Metropole zu gründen. Die Frauen, angeführt von der Zivilrichterin Rachel Freier, wollen die Gesellschaft verändern. Sie stellen sich damit gegen das Patriarchat ihrer Gemeinde. - 60 Minuten - Dokumentation, USA 2018 - Regie: Paula Eiselt  Sonntag,

04.08.2019 - 09:30 Uhr, ZDF
Evangelischer Gottesdienst: Dem Himmel nah, die Seele weit

Gemeinsam mit Urlaubern und den Bewohnern der umliegenden Gemeinden feiern Bischof Michael Bünker und Pfarrer Uwe Träger einen Gottesdienst unter freiem Himmel am Falkertsee in Österreich. In den Bergen kann ich aufatmen. Das meinen zahlreiche Urlauber und Erholungssuchende, die es Jahr für Jahr in die Alpen zieht. Ein beliebtes Ziel ist der idyllische und bekannte Falkertsee auf einer Meereshöhe von 1800 Metern mitten in den Kärntener Nockbergen. - 45 Minuten - Fernsehgottesdienst, D 2019

Sonntag, 04.08.2019 - 17:30 Uhr, ARD
Leben nach dem Koma: Die Geschichte von Heike und Stefan

"Auf einmal ist gar nichts mehr, wie es mal war" - diese Erfahrung macht Heike, als ihr Lebensgefährte Stefan nach einem Motorradunfall ins Wachkoma fällt. Der Mann, den sie liebt und der sie ständig zum Lachen brachte, ist bewusstlos, obwohl er die Augen geöffnet hat. Bewegungsunfähig sitzt er in einem Pflegerollstuhl und muss künstlich ernährt werden. Heike trifft die Entscheidung, Stefan zu Hause zu pflegen. Obwohl die Ärzte ihr nicht viel Hoffnung machen, setzt sie alles daran, dass er aus dem Koma erwacht und zu ihr zurückkommt. Für die Pflege zahlt sie einen hohen Preis: Sie kann Stefan fast nie alleine lassen, muss auch nachts seine Katheter wechseln. Schlimmer wiegt aber für Heike, dass sie für ihre drei Söhne kaum noch Zeit hat. Trotzdem gibt sie nicht auf. Vor welche Herausforderungen stellt die moderne Medizin heute Familien, wenn sie zwar das Überleben sichert, die Angehörigen aber danach weitgehend mit der Pflege alleine gelassen werden? Stefan erlangt schließlich das Bewusstsein zurück und macht winzige Fortschritte. Doch Heike weiß, dass er ein Pflegefall bleiben wird. Trotz eines Rückschlags hält die gesamte Familie auch Jahre nach dem Unfall weiter zusammen. - 30 Minuten - Reportagemagazin, D 2019

Sonntag, 04.08.2019 - 18:00 Uhr, ARD
Deutschland-Reportage: Lange Hartz IV, endlich Arbeit

Julia Schwarzenböck kommt seit elf Jahren ins Jobcenter im hessischen Wetzlar. Solange bezieht sie Hartz IV. Seit ihre Tochter geboren wurde, hat sie nicht mehr gearbeitet. Als sie beim Jobcenter Termine nicht wahrnahm, wurde das Geld gekürzt. Dafür hat Schwarzenböck im Nachhinein Verständnis: "Wir wollen was haben. Da müssen wir unseren Hintern hochkriegen. Sonst darf man auch nicht viel erwarten." Julia Sachwarzenböck lebt mit Tochter und arbeitslosem Freund zusammen. Das Geld vom Amt reiche fürs Leben, sagt sie. Münzen, die beim Einkauf übrigbleiben, kommen ins Sparschwein. Das reicht, um ein paarmal im Jahr übers Wochenende zu Konzerten zu reisen. Die 33 Jahre alte Frau will beruflich neu anfangen. Sie hat Hauptschulabschluss, aber keine Berufsausbildung. Nicht einfach für Langzeitarbeitslose. "Keiner will mich", sagt sie. Was müssen Hartz-IV-Empfänger tun, um aus der Arbeitslosigkeit zu kommen? "Deutschland- Reportage"-Autorin Silke Kujas sucht im Jobcenter Wetzlar nach Antworten. Sie begleitet drei Menschen bei ihren Bemühungen, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Der junge Syrer Adülaziz Hallak ist hochmotiviert. Er will nicht vom Geld des Jobcenters leben. Der anerkannte Asylant machte in Syrien einen Schulabschluss, der in Deutschland nicht zählt. Hallak hat keinen Beruf gelernt. Der 31 Jahre alte Mann absolviert eine viermonatige Fortbildung zur "Fachkraft für Lagerlogistik". Er büffelt Theorie und lernt in einem Praktikum die Praxis mit Lager und Gabelstapler. Frau A., 41 Jahre alt, ist alleinstehend. Auch sie hat weder Schulabschluss noch abgeschlossene Berufsausbildung. Frau A. hat schon diverse Fortbildungen begonnen und abgebrochen. Das letzte Mal arbeitete sie vor acht Jahren. Sie bewirbt sich, aber es hagelt nur Absagen. "Die meisten Arbeitgeber wollen mich nicht einmal kennenlernen", sagt sie. Doch ihr Handeln gegenüber Jobcenter und Arbeitgebern wirft Fragen auf. - 30 Minuten - Reportagereihe, D 2019

Montag, 05.08.2019 - 20:15, ARD
Lion - Der lange Weg nach Hause

Indien, 1986: Der kleine Saroo (Sunny Pawar) ist 1986 fünf Jahre alt und lebt mit seiner Familie in dem Dorf Khandwa am Rande einer Eisenbahnlinie. Gemeinsam mit seinem großen Bruder Guddu (Abhishek Bharate) stiehlt er Kohle von den Güterzügen. Eines Abends sind die beiden Brüder auf dem Bahnhof unterwegs. Guddu versteckt Saroo vorübergehend in einem Zugabteil. Als er nicht rechtzeitig zurückkehrt, ist der kleine Junge eingeschlafen, und der Zug hat sich in Bewegung gesetzt. Mehrere Tage fährt er quer durch Indien, Endstation: Kalkutta, 1600 Kilometer von seinem Heimatdorf entfernt. Alleine und orientierungslos, der hiesigen Sprache nicht mächtig, landet Saroo im Waisenhaus. Das Ehepaar Sue (Nicole Kidman) und John Brierley (David Wenham) aus Australien wird auf das Schicksal des Jungen aufmerksam und erklärt sich bereit, ihn zu adoptieren. So wächst Saroo unter der Obhut seiner neuen Eltern in Tasmanien auf. 20 Jahre später zieht er als junger Mann (Dev Patel) nach Melbourne, um zu studieren und seinen eigenen Lebensweg zu gehen. In der amerikanischen Studentin Lucy (Rooney Mara) findet er die große Liebe. Doch der Gedanke an seine Herkunft lässt Saroo keine Ruhe. An den Namen seines Geburtsortes kann er sich nicht erinnern. Der Wunsch, diesen ausfindig zu machen, wird zur Obsession. Mit Hilfe einer neu entwickelten Internet-Technologie namens "Google Earth" gelingt es ihm schließlich, seinem Ziel näherzukommen. Saroo bleibt keine andere Wahl: Er macht sich auf den langen Weg nach Hause. - 110 Minuten - Drama, AUS, GB, USA 2016 - Regie: Garth Davis

Dienstag, 06.08.2019 - 20:15, ZDF
Wir im Krieg - Privatfilme aus der NS-Zeit

Zum 80. Jahrestag des Kriegsausbruchs 1939 zeigt die Doku mithilfe von privatem und unveröffentlichtem Filmmaterial einen persönlichen Blick auf das Leben in NS-Diktatur und Krieg. Es sind die privat gedrehten Filme unserer Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern. Dem Autor Jörg Müllner ist es gelungen, bei umfangreichen Recherchen bemerkenswerte Funde zutage zu fördern, etwa aus der Stadt Lahr im Schwarzwald. Dort beauftragte einst die Stadtverwaltung ortsansässige Filmer und Fotografen, den Alltag in Lahr vom Tag der Machtübernahme Hitlers bis zum Kriegsende zu dokumentieren. Die Filmaufnahmen - viele davon in Farbe - zeigen, wie das Städtchen immer mehr vom Nationalsozialismus vereinnahmt wird: Zu sehen sind Paraden und Aufmärsche mit Volksfest-Charakter, aber auch der Juden-Boykott und die zunehmende Bedrohung für die jüdischen Bürger in Lahr. Wie in einem Mikrokosmos zeigen die Bilder aus Lahr das Leben in der NS-Diktatur: Was dort im Kleinen geschah, ist auch im Großen geschehen. Privatfilme aus anderen Regionen Deutschlands zeigen die letzten friedlichen Tage vor Kriegsbeginn, etwa Aufnahmen des jungen Ehepaares Höse aus Leipzig von der Hochzeitsreise Ende August 1939 entlang der Oder. Während die jungen Leute ihre Flussfahrt in einem Faltboot genießen und in damals noch unzerstörten Städten wie Breslau und Stettin haltmachen, laufen die Kriegsvorbereitungen des NS-Regimes bereits auf Hochtouren. Aber auch Kriegsszenen wurden von Amateurfilmern festgehalten. Erschütternde Aufnahmen zeigen zerstörte Städte wie Düsseldorf oder Mainz nach Bombenangriffen und das Überleben der Menschen in den Trümmern. Ein anderer Hobbyfilmer dreht seinen Einsatz beim Reichsarbeitsdienst, richtet seine Kamera aber auch auf die Ruinen von Warschau, als er 1940 einen Lkw in das von Deutschen besetzte Polen bringen muss. Die Aufnahmen zeigen die Zerstörungen nach den erbitterten Kämpfen, es gab 40 000 Tote. Als der Filmer beim Angriff auf die Sowjetunion als Funkaufklärer der 20. Panzer-Division im Einsatz ist, hat er wieder seine Kamera dabei. Seine Farbfilmaufnahmen führen Etappen des erbarmungslosen Vormarschs der deutschen Wehrmacht vor Augen, mit brennenden Dörfern und der leidenden Zivilbevölkerung. - 45 Minuten - Dokumentation, D 2019

Dienstag, 06.08.2019 - 22:15, ZDF
37 Grad: Keine Zeit für Tränen - Familien mit krebskranken Kindern

Seit 2016 hat Leonie (16) Krebs. Das ist für sie, aber auch für ihre Eltern und Geschwister eine extreme Situation. Woher nimmt Leonie, woher nimmt die Familie Kraft? Auch für Fabios Eltern kam die Diagnose wie aus heiterem Himmel. Fabio (7) hatte plötzlich starke Nackenschmerzen - und nach dem Besuch beim Arzt die Diagnose Leukämie. Eine Katastrophe für die ganze Familie. Wieso gerade unser Kind? Das fragten sich seine Eltern. Eine glückliche Familie im Osterurlaub in Paris. Die fünf besichtigen die nach dem Brand teilweise zerstörte Kathedrale Notre-Dame und genießen die Stadt vom Wasser aus. Steffi und Jörg sind gern und oft auf Reisen mit ihren drei Kindern Leonie (16), Pauline (13) und Felix (10). Doch was unbeschwert aussieht, ist alles andere als das. Leonie ist schwer krebskrank. Seit 2016 hat sie einen Knochentumor, der trotz Operationen und Chemotherapien immer wieder zurückkehrt, vor allem in Form von Lungenmetastasen. "Dieser Schock Krebs. Was heißt das für uns? Was heißt das an Einschränkungen? Man kann es gar nicht fassen", erzählt Jörg rückblickend. Er ist selbst Mediziner - und plötzlich betroffener Vater. Für die Familie ist nichts mehr alltäglich, alles richtet sich nach Leonies Therapien. "Wir haben immer eine Pause von höchstens drei Monaten. Nur so lange können wir planen und Normalität leben", sagt Steffi. Alle drei Monate wird ein neues CT von Leonies Lunge gemacht. Durchatmen, wenn es ohne Befund ist, oder erneut bangen und hoffen, dass es noch andere Therapieansätze gibt. Fabios Diagnose kam auf dem Weg in den Sommerurlaub nach Italien. Der Junge hatte plötzlich Nackenschmerzen. Eigentlich kein Grund zur Sorge. Doch seine Mutter Katja wollte es lieber noch bei einem Arzt in Deutschland abklären lassen. "Und dann standen wir plötzlich mit Reisegepäck und Schwimmärmeln auf der Kinder-Onkologie. Ich war mir sicher, das muss ein Irrtum sein." Fast ein Jahr Krankenhaus, nicht wissend, ob die Chemotherapie anschlägt, ob Fabios Leukämie auch ohne Knochenmarktransplantation behandelt werden kann. Das ganze Familienleben zerbröselt, jeder ist mit seinen Sorgen um Fabio beschäftigt, nichts ist mehr wie vorher. Und dann gibt es ja auch noch Fabios Schwester Lisa (9), um die sich die Eltern kümmern wollen. Während die Mutter die meiste Zeit auf der Krebsstation verbringt, sorgt der Vater zu Hause für die Tochter. "Wir sind im Prinzip wie zwei Alleinerziehende, jeder hat ein Kind. Meine Frau ist in der Klinik, und ich bin zu Hause mit Lisa", erzählt Alex, Fabios Vater. Familienleben im Ausnahmezustand - da ist keine Zeit für Tränen. - 30 Minuten - Dokumagazin, D 2019

Freitag, 09.08.2019 - 20:15, 3Sat
Die unheimliche Macht der Berater - Wie Politik sich steuern lässt

Fast eine Million Mitarbeiter weltweit, aktiv in über 180 Ländern, ein Umsatz von fast 130 Milliarden Euro pro Jahr: die Big Four, die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt. Diese vier Firmen prüfen die Bilanzen nahezu aller multinationalen Konzerne. Sie prüfen Konzerne aber nicht nur, sie beraten sie auch - unter anderem, wie man Steuerschlupflöcher in Gesetzen nutzen kann. Und sie beraten auch noch die Politik, die diese Gesetze macht. Kaum einer hat so viel Einblick. Sie haben Herrschaftswissen. Sie haben Macht. Schätzungen gehen von bis zu einer Billion europaweit entgangenen Steuern aus. Bei den Steuersparmodellen großer Konzerne spielen die Berater eine Schlüsselrolle, meint die britische Parlamentarierin Margaret Hodge. Sie hat zahlreiche Untersuchungsausschüsse geleitet, in denen die Verwicklung der Big Four in Steuerskandale analysiert wurde: "Hinter dieser massiven Steuervermeidungsindustrie steckt ein System. Wenn sie es verstehen wollen, müssen Sie die Rolle der Beraterfirmen unter die Lupe nehmen. Allen voran die Big Four". In einer umfangreichen Recherche wollen Reporter von WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" herausfinden: Wie mächtig sind diese Beraterfirmen wirklich? Wie arbeiten sie genau? Und welche Rolle spielen sie im schier endlosen Kampf gegen Steuerflucht? - 45 Minuten - Dokumentation, D 2019 

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