TV-Tipps - Evangelische Medienzentrale

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TV-Tipps August

Freitag, 24.08.2018 - 20:15, Arte
Steht auf, Genossinnen! 
Zwölf Stunden täglich am Webstuhl schuften, Sprechverbot, missbraucht von den Aufsehern - ein Hungerlohn als Gegenleistung. So sieht 1890 die Realität der Arbeiterinnen in der Seidenfabrik Duplan in einem Ort nahe Grenoble aus. Die junge Seidenspinnerin Lucie Baud arbeitet seit ihrem zwölften Lebensjahr in der Fabrik und erlebt dort zusammen mit den anderen Frauen die Hölle auf Erden. Als ihr Mann Pierre plötzlich verstirbt, ist sie als Witwe, Alleinverdienerin und Mutter zweier Töchter auf sich allein gestellt. Doch trotz alledem verliert Lucie nie die Hoffnung. Mit Kreativität, Elan, Kampfgeist und der Kraft des Gesangs setzt sie sich für die Rechte der Frauen ein. Sie ist in der von Männern dominierten kapitalistischen Gesellschaft im Frankreich des 19. Jahrhunderts eine Ausnahmeerscheinung. Als ihr Patron Duplan den Arbeitern den Lohn um die Hälfte kürzt und billige italienische Zwangsarbeiterinnen nach Frankreich holt, organisiert Lucie Streiks der gesamten Arbeitergemeinschaft. Sie fordert bessere Arbeitsbedingungen und die Anhebung des Lohns. Der Gewerkschafter der sozialistischen Arbeiterbewegung Charles Auda ist begeistert von Lucies Kampfgeist und wird zu ihrem größten Bewunderer und Unterstützer. Unerschrocken engagiert Lucie sich auf einem nationalen Kongress der Textilgewerkschaft und versucht, repräsentativ für die Frauen aus der Arbeiterklasse ihre Stimme zu erheben. Für ihre Überzeugungen stellt die junge Frau sich und sogar ihre beiden Töchter hintan und riskiert, dass ihre Familie ihr bald den Rücken kehrt. Bis zuletzt beugt sich die Frauenrechtlerin nicht dem in dieser Zeit für sie bestimmten Schicksal - doch schafft sie es, mit ihren revolutionären Gedanken tatsächlich etwas zu bewegen? Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film zeichnet die Biografie einer starken Frauenrechtlerin, die für ihre Überzeugungen bis ins Gefängnis und fast in den Tod ging. - 90 Minuten - Drama, F 2018 - Regie: Gérard Mordillat 


Sonntag, 26.08.2018 - 17:30, ARD
Mein Organ hat eine Seele - Letzte Chance Transplantation
"Das ist ein Geschenk, damit muss ich jetzt verantwortungsvoll umgehen." Leo Veenendaal ist sich bewusst, dass er sein Glück seinem Vater zu verdanken hat. Von ihm hat er eine Niere bekommen. Der 27-Jährige ist krank. Als er 16 war, haben seine Nieren einfach aufgehört zu arbeiten. Sein Körper wurde nicht mehr entgiftet. Von da an musste er dreimal die Woche zur Dialyse und wartete auf ein Spenderorgan. Dass er selbst nach neun Jahren Wartezeit immer noch keine Niere bekommen sollte, hätte er nicht gedacht. So hat sich Leo dazu durchgerungen, das Angebot des Vaters anzunehmen. Bei Nierentransplantationen sind Lebendspenden möglich. Meggy Wolsfeld dagegen musste darauf hoffen, dass jemand mit einem passenden Organ stirbt. Sie brauchte dringend eine Lunge. Ein seltener Gendefekt führte dazu, dass ihre eigene Lunge immer schlechter wurde. Gerade noch rechtzeitig bekam sie das lebensrettende Spenderorgan. Heute ist Meggy 57. Es geht ihr gut. Seit fast vier Jahren lebt sie nun mit der Lunge eines Fremden. Das macht sie dankbar und traurig zugleich. Immer wieder müsse sie an ihren Spender denken, sagt sie: "Ich habe sogar das Gefühl, dass die Seele von dem Menschen bei mir ist." Der Film "Mein Organ hat eine Seele" begleitet Meggy und Leo über vier Jahre hinweg: von der zähen Wartezeit, über die kraftraubende Transplantation bis hin zum Leben mit dem neuen Organ. Träume werden wahr: eine Weltreise, ein unbeschwertes Leben. Manche Veränderungen sind aber auch schmerzhaft: Eine Beziehung geht in die Brüche. Und die Realität ist knallhart: Das Spenderorgan kann jederzeit abgestoßen werden. - 30 Minuten - Dokumentation, D 2018


Dienstag, 28.08.2018 - 22:15, ZDF
37 Grad: Die Berührerin - Sex für Menschen mit Behinderungen 
Edith Arnold ist Sexualbegleiterin. Sie wird mit Menschen intim, die eine geistige Behinderung haben. In unserer Gesellschaft ist ihre Arbeit noch ein Tabu. In der Werbung, in Filmen, in unserem Alltag ist Sex omnipräsent. Aber wie steht es um die Sexualität von Menschen mit Behinderungen? Bei einer körperlichen Behinderung scheint die Antwort klar. Die Betroffenen können ihre Bedürfnisse formulieren und ausleben. Aber was ist mit Menschen mit geistiger Behinderung? Menschen, die sich verbal womöglich nicht ausdrücken können, deren Selbstbestimmung aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung im täglichen Leben oft gegen null geht? Ihre Sexualität ist etwas, worüber kaum jemand sprechen möchte. Bei Edith Arnold ist das anders. Sie besucht diese Menschen und wird intim mit ihnen - gegen Bezahlung. Und so kann man sich eine solche Sexualbegleitung vorstellen: Als Edith den Raum betritt, herrscht Stille. Sie macht leise Musik an und dimmt das Licht. Im Krankenbett liegt Tim. Der junge Mann kann nicht sprechen, aber seine Vorfreude ist zu spüren. Die Frau spricht leise zu ihm, während sie sich über ihn beugt. Nach einiger Zeit berührt sie ihn. Es geht um Aufmerksamkeit, um körperliche Nähe. Was zwischen Tim und Edith in der Stunde ihres Beisammenseins passiert, ist offen. Der Film porträtiert die 29-jährige Edith und stellt immer wieder die Frage, ob ihre Arbeit einen Zugewinn an Selbstbestimmung für Menschen mit geistiger Behinderung darstellt. Die Sexualbegleiterin selbst plädiert für mehr Differenziertheit bei diesem Thema. "Nur weil ich Sexualbegleiterin bin, bin ich noch lange keine Heilige. Aber nur weil ich eine bezahlte sexuelle Dienstleistung anbiete, bin ich auch niemand Schlechtes", sagt sie. Aber warum hat sich die Hamburgerin für diesen ungewöhnlichen Beruf entschieden? Der Film versucht, ihr Handeln sowie ihre Motivation zu ergründen, und hinterfragt ihr Tun kritisch. Wo genau liegt die Abgrenzung zur Prostitution? Immerhin nimmt Edith Geld für sexuelle Leistungen. Eine Stunde kostet 150 Euro. Wie funktioniert die Kommunikation mit ihren Kunden, und woran erkennen Edith Arnold, die Eltern oder das Pflegeumfeld, dass jemand mit einer geistigen Behinderung den Wunsch nach Nähe und Sexualität verspürt? Die Mutter des schwer-mehrfachbehinderten Tim hat sich für Sexualbegleitung entschieden. Sie hat das sexuelle Bedürfnis ihres Sohnes früh bemerkt - eine regelrechte Notsituation. "Wir haben dann schon gedacht: Was kann man machen? Mal auf die Reeperbahn gehen? Gibt es da jemanden, der ihm helfen kann? Aber das war dann auch nicht die Lösung." Die Lösung heißt seit vier Jahren Edith Arnold. "37°" stellt sich diesem durchaus umstrittenen Thema und setzt sich mit dem wenig beachteten Feld der Sexualbegleitung und dem Alltag einer Sexualbegleiterin auseinander. - 30 Minuten - Dokumagazin, D 2018 


Dienstag, 27.08.2018 - 20:15, Arte
Starbucks ungefiltert 
Starbucks ist es gelungen, aus einem so banalen Getränk wie Kaffee ein weltweit beliebtes Lifestyle-Produkt zu machen. Der Kaffeeriese vermittelt seinen Kunden das Gefühl, trendy zu sein, es geschafft zu haben und ein klein bisschen über den anderen zu stehen. Und für dieses Gefühl sind wir bereit, tief in die Tasche zu greifen. Das hat Howard Schultz, der Gründer des international tätigen Kaffeeunternehmens, richtig erkannt. Er schuf ein Imperium, das zu einem der großen Symbole der Globalisierung wurde und Millionen Kunden an sich band. Starbucks hat bereits die halbe Welt erobert. Mit insgesamt 28.000 Cafés in 75 Ländern, stets in bester Lage, kommt kaum noch jemand an diesem Kaffeeriesen vorbei. Die gewaltige Marketingmaschinerie von Starbucks basiert auf sozialem Engagement und humanistischen Leitbildern ebenso wie auf der Betonung von Spitzenqualität und Verantwortungsbewusstsein den Kaffeeerzeugern und der Umwelt gegenüber. Starbucks, so heißt es, will seinen Kunden qualitativ hochwertigen Kaffee anbieten und dabei helfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Hinter dem riesigen Erfolg verbirgt sich jedoch eine etwas grauere Realität, die das Unternehmen gerne kaschiert und die ihm Kritik einbrachte. Dazu zählen das Rentabilitätsstreben und der damit einhergehende Druck auf die Mitarbeiter, der Verkauf von Fast-Food-Produkten und nicht zuletzt auch die von der EU scharf kritisierte Steueroptimierungsstrategie der Gründung von Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern, zum Beispiel den Niederlanden. Gleichzeitig engagiert sich der Konzern aus Seattle für die Gesundheit und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Zum Repertoire der Marke gehören auch symbolische Gesten wie die Unterstützung von gleichgeschlechtlichen Ehen, die Aufforderung zur Wahlbeteiligung, die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und Kriegsveteranen sowie das Versprechen, 10.000 Flüchtlinge einzustellen. Howard Schultz engagiert sich auch persönlich im Kampf gegen Rassismus. Auf den ersten Blick setzt sich die Marke also für ihre Kunden, Mitarbeiter und Kaffeelieferanten ein. Gleichzeitig hat das multinationale Unternehmen allerdings immer die Aktienkurse im Blick und ist auf stetiges Wachstum aus. Die tiefgehende Analyse von Gilles Bovon und Luc Hermann zeigt, mit welch geschickter Strategie Starbucks so unverzichtbar werden konnte, und bringt dabei auch so manch andere Seite der Marke ans Licht. - 95 Minuten - Dokumentation, F 2017 - Regie: Luc Hermann


Dienstag, 28.07.2018 - 21:50, Arte
Im Schatten der Netzwelt - The Cleaners

Die Dokumentation deckt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila auf, dem weltweit größten Standort für Content-Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in Zehn-Stunden-Schichten im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden an die Content-Moderatoren abgegeben. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie arbeiten, sind eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valleys. Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändern die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content-Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Parallel zu den Geschichten von fünf Content-Moderatoren erzählt der Film von den globalen Auswirkungen der Onlinezensur und zeigt, wie Fake News und Hass durch die sozialen Netzwerke verbreitet und verstärkt werden. Die utopische Vision einer vernetzten globalen Internetgemeinde wird endgültig zum Alptraum, wenn hochrangige ehemalige Mitarbeiter der sozialen Netzwerke Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen der Plattformen geben. Durch gezielte Verstärkung und Vervielfältigung jeglicher Art von Emotionen werden die Plattformen zu gefährlichen Brandbeschleunigern, die soziale, politische und gesellschaftliche Konflikte anheizen und die drohende Spaltung unserer Gesellschaft vorantreiben. Die Regisseure Hans Block und Moritz Riesewieck erzählen in ihrem Debütfilm vom Platzen des utopischen Traums der sozialen Medien und stellen die drängende Frage nach den Grenzen des Einflusses von Facebook, YouTube, Twitter & Co auf uns und unsere Gesellschaften. - 85 Minuten - Dokumentation, D, BR, NL, I, USA 2018 - Regie: Hans Block - FSK: 16


Dienstag, 28.08.2018 - 23:30, Arte
Global Family

Der Dokumentarfilm erzählt von einer Familie aus Somalia, die aufgrund des brutalen Bürgerkriegs in ihrer Heimat auf der ganzen Welt verteilt lebt. Imra, mit über 80 Jahren die Älteste der Familie, muss ihr Exil in Äthiopien verlassen. Die Familie muss schnell eine Lösung finden. Doch wo soll Imra hin? Dorthin, wo die anderen Familienmitglieder längst ihren eigenen Träumen von Heimat und Zukunft nachgehen? Imras ältester Sohn Shash, legendärer Ex-Kapitän der somalischen Fußball-Nationalmannschaft und dort so berühmt wie hierzulande Franz Beckenbauer, ist in Bonn-Tannenbusch ein Flüchtling unter vielen. Mit seiner Tochter Yasmin versucht er, die greise Mutter nach Deutschland zu holen, um einen Teil der Familie wieder zu vereinen. Doch es gibt große Hindernisse in und außerhalb der Familie. So entwickelt sich ein transnationales Familiendrama. "Global Family" ist eine Art moderner Heimatfilm, der sich mit den existenziellen Fragen eines Lebens und Überlebens in der Heimatlosigkeit beschäftigt. Die porträtierte Familie, zerrissen in der weltweiten Diaspora, kann exemplarisch stehen für das Schicksal unzähliger Flüchtlingsfamilien. Es ist ein brandaktueller Film, auch vor dem Hintergrund der Diskussion in Deutschland über den Familiennachzug von Flüchtlingen. - 75 Minuten - Dokumentation, D, CDN, ETH, I 2018 - Regie: Melanie Andernach

Mittwoch, 29.08.2018 - 22:45, ZDF
ZDFzoom: Blauer Brief für die Schule - Was im System schiefläuft

Für die Dokumentation hat Autorin Valerie Henschel in Schulen recherchiert und gedreht. Das Fazit: Das Klima im Klassenraum ist angespannt und rau. Lehrer und Schüler leiden darunter. In der Politik gibt es bislang für diese Probleme kaum Lösungen. Dass es auch anders geht, zeigt der Blick nach Australien. Hier stellen Schulen ihr Konzept gerade um. Mehr Teamarbeit, mehr Freiraum für die Unterrichtsgestaltung und flexible Konzepte sind ein Mittel, um Schule effektiver zu gestalten. - 30 Minuten - Dokumentation, D 2018

Mittwoch, 29.08.2018 - 22:10, Arte
Das Salz der Erde

Der brasilianische Fotograf Sebastiao Salgado hat 40 Jahre lang die Welt bereist. In über 100 Ländern fotografierte er Arbeiter, Naturvölker, Arme und Hungernde, Vertriebene auf der Flucht. In den 1990er Jahren dokumentiert er mit der Kamera den Todeskampf der aus Ruanda flüchtenden Tutsi und Hutu, bis er in eine tiefe Depression stürzt. 2004 gibt ihm ein neues langjähriges Foto-Projekt Kraft. - 110 Minuten - Dokumentation, BR, F, I 2014 - Regie: Wim Wenders - FSK: 12 


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