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Evangelische Medienzentrale Frankfurt

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Film und Gespräch im September und Oktober

Filmmuseum Frankfurt

27.09.2019 um 22:30 Uhr
Vorgestellt von: Kerim Dogruel
Nach dem Film: Gespräche und Drinks

YOZHIK V TUMANE Igel im Nebel
UDSSR 1975. R: Yuri Norstein. Art Direction: Franchesca Yarbusova. 11 Min. 35mm. OmU
SKAZKA SKAZOK Tale of Tales
UDSSR 1979. R: Yuri Norstein. Art Direction: Franchesca Yarbusova. 29 Min. 35mm. OmU
In IGEL IM NEBEL ist Igelchen auf dem Weg zum Bären, um gemeinsam die Sterne zu zählen. TALE OF TALES lässt sich dagegen nur schwer fassen. Vielleicht trifft es die Beschreibung der Schriftstellerin und Co-Autorin Petrushevskaya am besten: „poetry from garbage“. Nicht nur die Geschichten zeichnen die Filme aus, sondern die expressiven Charaktere Franchesca Yarbusovas. Yuri Norstein animiert sie mit Hilfe einer Vielzahl raffinierter Techniken. Das verleiht ihnen eine Textur, die man zu fühlen meint.

05.10 um 18:00 Uhr
Preisgekrönte Kurzfilme des „Cine y Audiovisuales“-Programms der Universität von Magdalena in Kolumbien, vorgestellt von Carlos Mario Bernal Acevedo, Filmemacher und Dozent.


OJOS ALAS BALAS
Kolumbien 2016. R: Mauricio Arrieta (Maostro). Animationsfilm. 7 Min. OmeU
JULIA
Kolumbien 2013. R: Jaime Avendaño. 17 Min. OmeU
CONCIENCIA
Kolumbien 2013. R: Sorany Marín 24 Min. OmeU
CONTROL Z
Kolumbien 2014. R: Jehisel Ramos y Eri Pedrozo. Animation. 16 Min. OmeU
NIÑOS EN LA VÍA
Kolumbien 1990. R: Carlos Bernal und Beatriz Bermúdez. Dokumentarfilm. 33 Min. OmU

08.10. um 18:00 Uhr
Einführung: Therese Hörnigk (Literaturwissenschaftlerin, Vorsitzende der Christa Wolf Gesellschaft, Berlin)

DER GETEILTE HIMMEL

DDR 1964. R: Konrad Wolf. D: Renate Blume, Eberhard Esche. 110 Min. 35mm
Mit der Adaption von Christa Wolfs Roman Der geteilte Himmel realisierte Konrad Wolf seinen wohl berühmtesten Film. Als junge Frau verliebt sich Rita in den zehn Jahre älteren Chemiker Manfred, welcher sie ermutigt zu studieren. Sie zieht mit ihm zusammen und macht ein Betriebspraktikum. Aber die skeptisch-bittere Grundhaltung Manfreds gefährdet ihre Liebe und er geht schließlich nach Westberlin. Der Film lädt in seiner Distanziertheit zur besonderen Reflexion über die Verhältnisse in der DDR ein.

10.10. um 20:15 Uhr
Filmkritischer Kommentar: Manfred Riepe
Psychoanalytischer Kommentar: Soheila Kiani-Dorff

KISS OF THE SPIDER WOMAN / Kuss der Spinnenfrau

USA/Brasilien 1985. R: Hector Babenco D: William Hurt, Raul Julia, Sônia Braga. 120 Min. 35mm. Engl. OmU
In der Zelle eines südamerikanischen Gefängnisses begegnen sich ein politischer Häftling und ein homosexueller Mann, der sich für die schwülstig-kitschige Traumwelt eines Propagandafilms begeistert. Auf engstem Raum entwickelt sich eine Freundschaft, die dem einen Hoffnung und die Kraft zu lieben gibt, den anderen seine Würde bewahren lässt. Einfühlsam inszenierte und hervorragend gespielte psychologische Studie, die die Sehnsüchte des Menschen und das Recht auf Träume, Achtung und Individualität behandelt.

11.10 um 22:30 Uhr
Vorgestellt von: Björn Schmitt
Nach dem Film: Gespräche und Drinks

POTO AND CABENGO

USA/BRD 1980. R: Jean-Pierre Gorin, Dokumentarfilm. 73 Min. 16mm. OmU
Jean-Pierre Gorin, bekannt für seine Zusammenarbeit mit Jean-Luc Godard, emigrierte in den 1970er Jahren in die USA. Dort entstand dieser Film über ein Zwillingspaar, das in sozialer Abgeschiedenheit eine eigene Sprache entwickelt hat. Gorin zeigt unter anderem Szenen mit der deutschen Großmutter der Zwillinge – als Bilder einer babylonischen Sprachverwirrung – und kommentiert filmisch die gescheiterten Träume der weißen Unterschicht ebenso wie die eigene Rolle als Exilant.

12.10  um 17:00 Gespräch und  um 18:00 Film
Zu Gast: M.A. Littler und Elizabeth Oehlkers Wright

FRANZ WRIGHT - LAST WORDS

Deutschland/USA 2019. R: M.A. Littler. Filmessay. 122 Min. DCP. engl. OF
„LAST WORDS ist ein Dokument, das als abstraktes, experimentelles Hörspiel begann und sich ganz organisch zu einem Film entwickelt hat. Es lässt Zeuge davon werden, wie sich die eigene Wahrnehmung in traumähnlichen Bildern verliert – und hört einem Mann beim Sich-Verabschieden zu.“

13.10. um 20:15
Nach dem Film spricht Ulrich Sonnenschein (epd film) mit Regisseur Tom Sommerlatte und Darstellerin Karin Hanczewski

BRUDER SCHWESTER HERZ

Deutschland 2019. R: Tom Sommerlatte. D: Sebastian Fräsdorf, Karin Hanczewski, Godehard Giese. 105 Min. DCP
Die Geschwister Franz und Lilly betreiben eine Rinderzucht. Franz ist wunschlos glücklich, doch Lilly träumt von Veränderung. Da kommt ihr die Romanze mit Chris gerade recht. Bislang  unzertrennlich, stehen die Geschwister vor einem Konflikt, der ihre Existenz auf die Probe stellt.

15.10. um 18:00 Uhr
Einführung: Carola Hilmes (Literaturwissenschaftlerin, Goethe-Universität Frankfurt)

DIE TOTEN BLEIBEN JUNG

DDR 1968. R: Joachim Kunert. D: Barbara Dittus, Günter Wolf, Klaus-Peter Pleßow. 112 Min. 35mm
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers entwirft DIE TOTEN BLEIBEN JUNG schlaglichtartig eine Chronik von Ereignissen aus den Jahren 1918 bis 1945. In der Parallelmontage verschiedener Handlungsstränge, die alle mit der Ermordung eines jungen Kommunisten zusammenhängen, entwirft der Film ein Panorama der deutschen Gesellschaft zwischen den beiden Weltkriegen, wobei er sowohl Täter als auch Opfer und Angehörige zeigt. Christa Wolfschrieb am Drehbuch mit.

19.10. um 18:00 Uhr
vor dem Film spricht Urs Spörri (DFF) mit Alice Brauner (Geschäftsführerin CCC und Tochter von Artur Brauner)

DIE RATTEN

BRD 1955. R: Robert Siodmak. D: Maria Schell, Curd Jürgens, Heidemarie Hatheyer. 97 Min. DCP
Frei nach Gerhart Hauptmann spielt die Handlung im Berlin der 1950er Jahre: Die schwangere und völlig mittellose Polin Pauline kommt auf dem Weg nach Westdeutschland bei der Spediteursgattin Anna John unter und überlässt dieser aus der Not heraus ihr Kind – mit fatalen Folgen.

20.10. um 11:00 Uhr - Matinee anlässlich des Gedenktags der Stadt Frankfurt am Main an die erste Massendeportation in das Ghetto Łódź am 19. Oktober 1941.
Filmgespräch mit Heiko Arendt und Ruth C. Oswalt (Schauspielerin und Nichte von Ernst Ludwig „Lux“ Oswalt)
Moderation: Claudia Sautter (Journalistin)

MEINEN FREUNDEN ZUM ABSCHIED

Ernst Ludwig Oswalt (1922-1942)
Deutschland 2019. R: Heiko Arendt. Dokumentarfilm. 80 Min. DCP
Als Vorpremiere zeigt das DFF den Dokumentarfilm MEINEN FREUNDEN ZUM ABSCHIED über das kurze Leben des Frankfurter Verlegersohns Ernst Ludwig Oswalt, genannt ‚Lux‘: Ich weiß nicht, was vor mir liegt, vielleicht ist das gut so, schrieb er in seinem Abschiedsbrief, bevor er am 11. Juni 1942 in das Vernichtungslager von Majdanek oder Sobibor verschleppt wurde.

22.10. um 18:00 Uhr
Zu Gast: Rainer Simon

TILL EULENSPIEGEL

DDR 1974. R: Rainer Simon. D: Winfried Glatzeder, Franciczek Pieczka, Cox Habbema. 104 Min. 35mm
Am Vorabend des Bauernkrieges zieht der Narr Till Eulenspiegel durchs Land und scheut sich nicht davor, gesellschaftliche Missstände aufzudecken. Diese bisweilen derbe Adaption, an deren Drehbuch Christa Wolf mitwirkte, entwirft ein vielschichtiges Bild der Narrenfigur mit Bezügen zur Gegenwart und rief auch die Stasi auf den Plan: „Es ist mehr als eine Frechheit, dass sich Simon so etwas traut und vielleicht sogar die Hoffnung hegt, dass wir es nicht merken würden, dass er uns wahrscheinlich für Idioten hält.“

24.10. um 20:15 Uhr
Der Humangeograf Till Straube, die Soziologin Vanessa E. Thompson (beide Goethe Universität) und der Informatiker und Aktivist Miguel Ayala (copwatchffm) führen in den Film ein und diskutieren im Anschluss mit dem Publikum.

PRE-CRIME

DE 2017. R: Monika Hielscher, Matthias Heeder. Dokumentarfilm. 91 Min. DCP
Beim „Predictive Policing“ soll eine Software auf Basis von Big Data voraussagen, wann und wo Verbrechen begangen werden. PRE-CRIME untersucht, wie der Wunsch nach absoluter Sicherheit mit der Erosion der Unschuldsvermutung zusammenhängt und wie verlässlich Algorithmen sind.

25.10. um 22:30 Uhr
Vorgestellt von: Larissa Krampert
Nach dem Film: Gespräche und Drinks

Filme von Elke Marhöfer

SOILS-HABITS-PLANTS
Deutschland/Japan 2017. R: Elke Marhöfer, Mikhail Lylov. 11 Min. 16mm
NO, I AM NOT A TOAD, I AM A TURTLE!
Deutschland/Republik Korea 2012. R: Elke Marhöfer. 51 Min. Betacam
PRENDAS – NGANGAS – ENQUISOS – MACHINES
Kuba/Schweden/Deutschland 2014. R: Elke Marhöfer. 26 Min. DCP
In ihren Filmen betrachtet die Berliner Künstlerin Elke Marhöfer die Welt mit animistischem Gestus als Miteinander von Mensch, Tier und Pflanzen. In SOILS-HABITS-PLANTS sieht man Pflanzen beim Wachsen zu, Labortests sowie Beackertes und Bebautes. Koreanische Pansori-Sänger und eine Gottesanbeterin, die einen Asphaltweg überquert, erhalten in NO, I AM NOT A TOAD, I AM A TURTLE! die gleiche filmische Aufmerksamkeit. PRENDAS – NGANGAS – ENQUISOS – MACHINES wiederum blickt auf Kühe, Küken und Pferde, deren Vorfahren einst von Kolonisator/innen nach Kuba gebracht wurden.

27.10. um 17:00 Uhr
Vorpremiere der restaurierten Fassung
Im Anschluss: Filmgespräch mit Wim Wenders und Apero mit Live-Musik von „Trio da Nina“ (Worldjazz)

LISBON STORY

Deutschland/Portugal 1994. R: Wim Wenders. D: Rüdiger Vogler, Vasco Sequeira, Patrick Bauchau. 103 Min. DCP. OmU
Ein Toningenieur reist nach Lissabon, um dort einem befreundeten Regisseur bei Dreharbeiten zu helfen, doch dieser scheint spurlos verschwunden zu sein. LISBON STORY ist vieles zugleich: Eine Hommage an das Kino, eine Verbeugung vor der Arbeit am Filmton sowie vor der Stadt, der Musik und den Menschen Lissabons. Mit einem Gastauftritt von Manoel de Oliveira.

29.10 um 18:00
Einführung: Ilse Nagelschmidt (Literaturwissenschaftlerin, Universität Leipzig)

ZEITSCHLEIFEN – IM GESPRÄCH MIT CHRISTA WOLF

Deutschland 1991. R: Karlheinz Mund. Mit Christa Wolf, Kurt Biedenkopf u.a. Dokumentarfilm. 103 Min. DCP
Der Regisseur Karlheinz Mund dokumentierte in seinem 1991 fertiggestellten Film die wichtigsten Aktivitäten und Auftritte von Christa Wolf seit dem Herbst 1989. Im Gespräch gibt sie offen Auskunft über die Brüche in ihrer eigenen Biografie, die auf einzigartige Weise mit den Brüchen in der jüngsten deutschen Geschichte zusammenhängen. Der Film verbindet Lesungen von Christa Wolf, Ausschnitte aus Filmen, die auf ihren Vorlagen beruhen, und Bilder von den letzten Tagen der DDR.

30.10. um 18:00 Uhr
Zu Gast: Barbara Trottnow

VISITING THE PAST – VON NEW YORK NACH ESSENHEIM

Deutschland 2018. R: Barbara Trottnow. Dokumentarfilm, 55 Min. DCP. OmU
Der Film begleitet Joan Salomon aus New York bei einem Besuch in Essenheim. Ihre jüdische Familie musste das rheinhessische Dorf aufgrund der Anfeindungen nach der Machtergreifung der Nazis verlassen, ihre Großmutter und ihre Tante kamen im Konzentrationslager ums Leben. Der Film begleitet Salomon auf den Spuren ihrer Vergangenheit in Essenheim. Er beschreibt den Wunsch nach  Heimat und die Suche nach der eigenen Herkunft, blickt aber auch auf den Umgang derer mit der Vergangenheit, die nie weg waren.

31.10. um 20:15 Uhr Eintritt: 5 €
Vortrag von Vinzenz Hediger, in deutscher Sprache
Vinzenz Hediger ist Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt, wo er das Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ leitet und am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ forscht.

HAI CHANG CHUAN QI / I Wish I Knew

VR China 2010. R: Jia Zhangke. D: Tao Zhao. 138 Min. 35mm. OmeU
Die Hafenstadt Shanghai wurde nach dem Ende des ersten Opium-Kriegs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Einfallstor für westliche Händler und Kolonisten in das bis dahin unzugängliche Kaiserreich. Shanghai avancierte zur Drehscheibe des Welthandels, aber auch zum kulturellen Zentrum des neuen China, samt einer blühenden Filmindustrie. - Gedreht als Auftragsfilm für die Weltausstellung 2010 zeigt I WISH I KNEW die jüngste Transformation der Stadt und zeichnet zugleich ihr filmisches Gedächtnis nach.

 

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Die Filmshow

Wöchentlich - neu und online. 

Mit Pfarrer Christian Engels,
Leiter des Filmkulturellen Zentrums im Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik.

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