TV-Tipps - Evangelische Medienzentrale

Evangelische Medienzentrale

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Evangelische Medienzentrale Frankfurt

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August

Mittwoch, 16.08.2017- 20:15, Arte
Pride
Als 1984 die Bergarbeiter streiken, beschließt eine Gruppe junger Homosexueller, sich für diese an den Rand der Gesellschaft gedrängte Minderheit einzusetzen. Sie gründen die Vereinigung "Lesben und Schwule für die Bergarbeiter" und beginnen auf der Straße Geld zu sammeln, das sie den Arbeitern zukommen lassen möchten. Doch die Gewerkschafter möchten nichts mit ihnen zu tun haben; in der britischen Gesellschaft dominiert Homophobie. Davon lässt sich die Gruppe nicht entmutigen, und nach vielen Telefonaten stößt sie auf die kleine walisische Gemeinde Onllwyn, die gewillt ist, sich mit den Aktivisten zu treffen. Vor Ort wird rasch deutlich, dass auch hier die Vorurteile tief verankert sind. Bei einer gemeinsamen Feier kommt es jedoch zu einer Annäherung, als der sympathische, schwule Jonathan eine Tanzeinlage liefert, die die Frauen begeistert was die Männer wiederum erstaunt. Als eine Journalistin aus dem Dorf einen negativen Artikel schreibt, scheint das Projekt gescheitert. Aktivisten und Bergarbeiter sammeln noch einmal ihre letzten Kräfte und nutzen die gegnerischen Stimmen für sich selbst auf eine Weise, mit der niemand gerechnet hat. - 115 Minuten - Komödie, GB, F 2014 - Regie: Matthew Warchus
Diesen Film können Sie unter der Signatur-Nummer DVD1560 in der Evangelischen Medienzentrale ausleihen.

Sonntag, 20.08.2017 - 17:30, ARD
Gott und die Welt: Urlaub wie im Himmel - Auszeit im Kloster
Deutschland ist in Urlaubsstimmung im Sommer 2017. „Gott und die Welt“ wirft einen ganz eigenen Blick auf das Thema „Auszeit“. Wir begleiten Touristen, die sich auf ein besonderes Urlaubs-Experiment einlassen: die Auszeit im Kloster. Die Hamburgerin Kressy ist zwar getauft, aber in die Kirche geht sie eigentlich selten. Trotzdem hat sie sich entschieden, für ein paar Tage ins Kloster zu gehen. Die Gemeinschaft der Nonnen und die Spiritualität des Ortes, das habe sie schon immer fasziniert, sagt sie. Bei den Benediktinerinnen im Kloster Burg Dinklage in Niedersachen will die Kunsttherapeutin ein paar Tage der Stille erleben. Wolfgang Eibert ist rüstiger Rentner und packt die Koffer für ein „Mitmach-Wochenende“ unter Mönchen im Kloster Plankstetten bei Nürnberg. Er mag die Abgeschiedenheit des Ortes und den durchgetakteten Tagesablauf. Die Mönche betreiben eine Bäckerei und einen Bio-Bauernhof mit Metzgerei. Anpacken, um runterzukommen – mit dieser Hoffnung geht der ehemalige Buchhalter ins Kloster. „Gott und die Welt“ zeigt, wie sich Klöster als spirituelle Urlaubs-Alternative neu erfinden. Dabei ist das Ferien-Angebot nicht nur Ausdruck christlicher Nächstenliebe, sondern für manches Kloster auch überlebenswichtige Einnahmequelle. So stand das Gästehaus von Kloster Arenberg bei Koblenz kurz vor dem Aus. Doch mit ihrer Wellness-Idee haben die Schwestern das Haus gerettet. Heute dienen sie nicht nur Gott, sondern auch der Entspannung ihrer Gäste. Mit der Mischung aus klösterlichem Leben und Wohlfühl-Angeboten haben sie heute eine Auslastung, von der manches Wellness-Hotel nur träumen kann.- 30 Minuten - Religionsmagazin, D 2017

Montag, 21.08.2017 - 19:30, Arte
Re: Meine 92-jährige Mitbewohnerin - Studenten im Altenheim
Sechs Studenten leben Tür an Tür mit 160 Senioren. Das ganze ist ein Experiment der Generationen im Altenheim "Humanitas" in Deventer, 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Jung und Alt sollen von diesem Projekt profitieren. Die Studenten erhalten kostenlosen Wohnraum. Als Gegenleistung müssen sie 30 Stunden im Monat mit den Senioren verbringen. Die Sendung "Re" hat die Musical-Studentin Jolieke van der Wals über mehrere Monate begleitet. Die Reportage zeigt ihre persönliche Entwicklung und wie sie trotz anfänglicher Schwierigkeiten nach und nach Kontakt zu den Senioren aufbaut. Die 20-Jährige wollte endlich weg von Zuhause und auf eigenen Beinen stehen. Doch wie findet man ein bezahlbares Zimmer? Der studentische Wohnungsmarkt in den Niederlanden zählt nach Großbritannien zu den teuersten Europas. 300 bis 600 Euro im Monat zahlen holländische Studierende für ein Zimmer. Dazu kommen, die im Vergleich zu Deutschland, hohen Lebenshaltungskosten. Die Folge: Rund 36 Prozent der Studierenden in den Niederlanden leben noch bei ihren Eltern. Gleichzeitig stecken die Niederlande, wie der Großteil Westeuropas, tief im demographischen Wandel. Unter dem Begriff "Grijze druk" (zu deutsch "Grauer Druck") steht das Thema alternde Gesellschaft ganz oben auf der politischen Agenda. Das traditionell, solidarische Sozialsystem stellt eine alternde Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Es geht vor allem um die Frage, wie das Land mit der wachsenden Zahl pflegebedürftiger und demenzkranker Menschen umgeht. Gea Sijpkes ist die Direktorin des Altenheims Humanitas. Um ihr Haus attraktiver zu machen, hat sie das Projekt "Woonstudenten" entwickelt: "Wir müssen aufhören, Ältere aus der Mitte unserer Gesellschaft an den Rand zu drängen und mehr Brücken zwischen Jung und Alt bauen." Umfragen unter den Bewohnern zeigen, dass sich ihr Wohlbefinden durch die jungen Mitbewohner deutlich verbessert hat. Die Studenten erklären den Senioren wie Tablet-Computer oder E-Mails funktionieren. Andere machen mit ihnen kleine Ausflüge, lösen Kreuzworträtsel oder hören einfach nur zu. So gewinnen am Ende beide Seiten: Die Studenten finden Wohnraum und die Alten bekommen Zuwendung und ein Lebensgefühl jenseits von Krankheit und Pflegebedürftigkeit. - 35 Minuten - Reportagereihe, D 2017

Dienstag, 22.08.2017 - 19:40, Arte
Re: Zu gut für die Tonne - Kampf der Lebensmittelverschwendung
Selina Juul hat erreicht, dass in Dänemark die Lebensmittelabfälle um 25% reduziert wurden. Mittlerweile führt sie eine Bewegung an, die zeigt, dass persönliche Initiative und bewusster Konsum einen Unterschied machen können. Weltweit landet etwa die Hälfte aller Lebensmittel auf dem Müll. Ein Großteil davon wäre vermeidbar, würden die Verbraucher und Produzenten mit dem Essen bewusster umgehen. - 35 Minuten - Reportagereihe, D 2017

Dienstag, 22.08.2017 - 20:15, Arte
Von Britannien nach Bagdad: Gertrude Bell
Die Doku erzählt die ungewöhnliche und tragische Geschichte von Gertrude Bell, die oft mit Lawrence von Arabien verglichen wird. Gertrude Bell wurde nach langen Reisen durch den Nahen Osten vom britischen Auslandsgeheimdienst angeworben, um an der Neuordnung der Region mitzuwirken und die noch heute gültigen Grenzen zu ziehen. Der Film schildert ihre ungewöhnliche Reise durch die arabische Wüste. - 90 Minuten - Dokumentation, F, USA, GB 2016 - Regie: Zeva Oelbaum

Dienstag, 22.08.2017 - 22:40, Arte
Ex Kindersoldaten im Dienst der USA
Der Film des dänischen Dokumentarfilmers Mads Ellesøe beginnt im kleinen Büro eines Personalvermittlers in Kampala, Uganda. Hier stapeln sich die Personalakten auf dem Boden. Die Firma vermittelt insbesondere Personal an die private Militärfirma Aegis - für US-Einsätze im Irak und in Afghanistan. "Wer kämpfen kann, bekommt Arbeit", sagt der Leiter des Personalvermittlers. Wie viele der angeworbenen Söldner genau Ex-Kindersoldaten sind, kann er jedoch nicht sagen. Das vom 20-jährigen Bürgerkrieg gebeutelte Uganda ist eines der ärmsten Länder der Welt. Auch im ehemaligen Bürgerkriegsland Sierra Leone rekrutieren private Militärfirmen ihr Personal. Zum Beispiel im Camp Lion. "Als ich im 'Camp Lion' erstmals wieder eine Waffe in der Hand hielt, um für den Irak zu trainieren, für einen neuen Krieg, kam die Erinnerung an den Bürgerkrieg hoch und ich musste weinen", sagt der ehemalige Kindersoldat und Irak-Söldner Bockarie Marrah. Er ist einer der Ex-Kindersoldaten aus Sierra Leone, die im Dokumentarfilm erzählen, wie sie von privaten Militärfirmen in den Irak geschickt wurden - um den USA zu dienen. Seltsam mutet es an, wenn diese ehemaligen Kindersoldaten in Uniformen vor der Kamera stehen, auf denen der Name westlicher Militärunternehmen prangt. Die meisten von ihnen wurden von der britischen Militärfirma Aegis rekrutiert, die ihren Sitz zwischenzeitlich in Basel hatte. Aegis ist eine der grössten Militär- und Sicherheitsfirmen der Welt (gehört heute zu GardaWorld) und wird von namhaften Persönlichkeiten aus Politik und Militär geleitet. Ein prominentes Gesicht ist auch der britische Ex-Oberst Tim Spicer, der Aegis im Jahr 2002 gründete. Aegis wurde von den USA im Irak-Krieg mit der Koordination sämtlicher privater Sicherheitsdienstleister betraut. Und befehligte damit nach den USA die zweitgrösste Streitmacht im Irak. Der Dokumentarfilm zeigt auf, was diese Auslagerung bedeutet: Wie jede Industrie sucht in Zeiten der Globalisierung auch die Kriegsbranche nach möglichst billigen Arbeitskräften. Aegis bezahlt den Söldnern aus Sierra Leone einen Hungerlohn: rund 250 Dollar. Dabei schreckt die Firma auch nicht davor zurück, traumatisierte junge Männer anzuheuern, die als Kind von Militär- und Rebellenführern zwangsrekrutiert wurden. Wie Mohamed Jalloh, der 13 Jahre alt war, als sein Vater vor seinen Augen geköpft und er von den Rebellen gezwungen wurde, für sie im Bürgerkrieg zu kämpfen. Manche Kinder wurden gar gezwungen, ihre eigenen Eltern zu töten. Sie wurden mit Drogen vollgepumpt und gedrillt. Kämpfen, um zu überleben. Trotz negativer Schlagzeilen gibt es bis heute weder für private Militärfirmen noch für Privatsoldaten eine internationale Regelung. "Privatsoldaten machen die Entscheidung, in den Krieg zu ziehen, bedeutend leichter", sagt Lawrence Wilkerson, Ex-Stabschef im US-Aussenministerium. Durch die fehlende Kontrolle können sich die Regierungen der parlamentarischen Aufsicht entziehen - und sie müssen für den Einsatz von Privatsoldaten keine Rechenschaft ablegen. Gefallene Privatsoldaten erscheinen in keiner Statistik. - 55 Minuten - Dokumentation, DK 2016 - Regie: Mads Ellesøe

Dienstag, 22.08.2017 - 23:35, Arte
Luise und Mohamed - Aufbruch nach Algier
Trotz aller Schwierigkeiten hatten Luise und Mohamed geheiratet. Luise war konvertiert mit aller Ernsthaftigkeit und Konsequenz, besonders ihrem liberalen Elternhaus gegenüber. 15 Jahre ist das Paar nun verheiratet. Sie leben mit drei Kindern in Deutschland. Die älteste Tochter ist elf, der Sohn sieben Jahre und die jüngste Tochter neun Monate alt. Der Film begleitet die Familie über zwei Jahre. - 60 Minuten - Dokumentation, D 2016 - Regie: Beatrix Schwehm

Dienstag, 22.08.2017 - 21:45, 3Sat
Update für die Demokratie
Auf dem Marktplatz von Pirna in Sachsen macht eine Gruppe junger Menschen Werbung - Werbung für die Demokratie. Die Aktivisten wollen wissen, ob das Klischee stimmt, ob die Sachsen der Demokratie skeptischer gegenüberstehen als die meisten anderen Deutschen. Und deshalb anfälliger sind für undemokratische, populistische Bewegungen wie Pegida oder Parteien wie die AfD. - 45 Minuten - Dokumentation, D 2017

Mittwoch, 23.08.2017 - 21:15, ARD
Altersglühen - Speed Dating für Senioren
13 Menschen zwischen Ende 60 und Mitte 80: Sie haben schon vieles erlebt in ihren Leben. Jeder hat seine ganz eigenen Hoffnungen, Wünsche, Konflikte und Probleme. Was sie eint, ist die Sehnsucht nach Nähe - nach einem liebenden, liebenswerten Partner und der etwas ungewöhnliche Weg, den sie gewählt haben, um ihrer Einsamkeit zu entkommen: ein Speed Dating. Sie wagen sich also zu einer Veranstaltung, bei der sich jeweils ein Mann und eine Frau gegenübersitzen und nur sieben Minuten Zeit haben, einander kennenzulernen und öffnen sich mutig in immer neuen Konstellationen einem fremden Gegenüber. - 90 Minuten - Drama, D 2014 - Regie: Jan Georg Schütte 

Mittwoch, 23.08.2017 - 20:15, ARD
Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach
Der Vogelblick auf die menschliche Existenz, gepaart mit einer abstrakten Ästhetik, inspiriert etwa von den Fotografien August Sanders und den Gemälden Karl Hofers oder Felix Nussbaums, sind Elemente, die Roy Andersson in seinem Film nutzt, um selbst einen abstrakten Realismus zu schaffen. Die Dramaturgie seiner Folge grandioser Tableaus orientiert sich an Homers "Odyssee" und dem Wort "Irrfahrt". - 95 Minuten - Tragikomödie, S, D, N, F, DK 2014 - Regie: Roy Andersson - FSK: 12
Film des Monats Januar 2015

Freitag, 25.08.2017 - 20:15, 3Sat
Mit Hass und Gewalt - Angriff auf die Demokratie
Seit dem Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 werden Politiker, die sich für den Verbleib und die Integration von Flüchtlingen aussprechen, mit Drohbriefen und Hass-Mails überhäuft. Die Dokumentation porträtiert betroffene Politiker. Auch rekonstruiert sie die Ereignisse in Tröglitz, die im März 2015 zum Rücktritt des ehrenamtlichen Bürgermeisters geführt haben. Sie hinterfragt, was die Angriffe auf Mandatsträger für die Demokratie bedeuten. Bei Parteibüros werden Fenster eingeschlagen, Kundgebungen werden gestört, Bürgermeister und Landräte werden auf der Straße persönlich bedrängt. Landrat Erich Pipa aus dem Main-Kinzig-Kreis erhält offene Morddrohungen. Er steht unter Polizeischutz. Der Linken-Politikerin und Abgeordneten im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern Karen Larisch sollte mit der Drohung, ihre Tochter werde "bald nicht mehr Jungfrau" sein, Angst gemacht werden. Der ehrenamtliche Bürgermeister von Tröglitz in Sachsen-Anhalt, Markus Nierth, trat zurück, weil Rechtsradikale vor seinem Privathaus demonstrieren wollten. Die Belastungen für Amts- und Mandatsträger sind gewaltig. "Diese Entwicklung muss unbedingt gestoppt werden", sagt Gerd Landsberg, Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, und BKA-Vizepräsident Peter Henzler warnt vor einer weiteren Zuspitzung durch die anstehenden Wahlkämpfe. - 45 Minuten - Dokumentation, D 2017

Sonntag, 27.08.2017 - 17:30, ARD
Gott und die Welt: Das Robin Hood – Arm und Reich an einem Tisch
Mitten in Madrid, nur wenige Meter von den Touristenattraktionen entfernt, liegt das Restaurant Robin Hood. Ein Name, der hier Programm sei, sagt Padre Angel. Von den Reichen nehmen, um es den Armen zu geben. Nur dass die Reichen hier nicht überfallen werden. Padre Angel ist der Initiator des Restaurants. Seine Idee: Mittags können die Gäste freiwillig etwas mehr für ihr Essen bezahlen. Am Abend dürfen dann Menschen, die sich kein Essen im Restaurant leisten können, gemeinsam mit zahlenden Gästen speisen. Padre Angel ist 80 Jahre alt und in Madrid längst eine Berühmtheit. Seit mehr als fünf Jahrzehnten setzt er sich für sozial schwache Menschen ein. Seine Kirche hat er schon lange für alle geöffnet. Jeden Tag – 24 Stunden. Nachts können sie dort schlafen, morgens um acht gibt es ein Frühstück auf den Kirchenbänken, am Tag immer etwas zu essen, Sie erhalten kostenlose medizinische Untersuchungen und vor allem viel gelebte Solidarität von freiwilligen Helfern, die von der Idee des Padres begeistert sind. Doch das war dem Pfarrer nicht genug. Er wollte nicht nur Almosen verteilen, sondern Solidarität mit den Armen leben. Ganz im Sinne von Papst Franziskus. Als er hörte, dass in der Nähe der Kirche eine Gaststätte zu verpachten sei, kam ihm die Idee eines Restaurants für die Armen. Seitdem gibt es das Robin Hood. Ein Restaurant für Obdachlose mitten in einem Touristenviertel von Madrid? Wie das gelingt, zeigt dieser Film. Und er berichtet von einem Pfarrer und seinen vielen Helfern, die sich unermüdlich für das Schicksal sozial Benachteiligter einsetzen, führt die Zuschauer in eine Kirche der Solidarität und vor allem ins Restaurant Robin Hood. Dort wo Reiche und Arme gemeinsam speisen können. Unter dem Motto von Padre Angel: Freundschaft, Würde und Gemeinschaft - 30 Minuten - Reportagereihe, D 2017

Dienstag, 29.08.2017 - 20:15, ZDF
Macht! Kampf! Wahl! - Merkel gegen Schulz

Das Rennen ums Kanzleramt geht in den Endspurt. In der Sendung werden die Stärken und Schwächen der Kandidaten analysiert und gezeigt, welche Ziele sie verfolgen. Die Autoren haben die beiden Spitzenkandidaten über mehrere Monate begleitet. Dabei sind ihnen interessante Einblicke gelungen, die die Wahlkampfstrategien sichtbar machen und ein intensives Bild von Merkel und Schulz zeichnen. 45 Minuten - Dokumentation, D 2017

Dienstag, 29.08.2017 - 22:15, ZDF
37 Grad: Schwarze Haut - deutscher Pass

Die Drei kommen ursprünglich aus Afrika und haben einen deutschem Pass: Ewane aus Kamerun will Polizist werden, Esi aus Ghana ist Zuckerbäckerin, der Krankenpfleger Emiliano aus Mosambik ist ein leidenschaftlicher Schrebergärtner. Die Doku begleitet sie in dem Spannungsfeld zwischen Integration, Vorurteilen und realen Problemen, ausgelöst durch die politischen Veränderungen. 30 Minuten - Dokumentation, D 2017

Mittwoch, 30.08.2017 - 21:45, ARD
Verliebt, verführt, verkauft - Die miesen Geschäfte der Loverboys

Der Loverboy Mehmet D. hat alles genau geplant. Der Zuhälter lebt in zwei verschiedenen Wohnungen, mit zwei verschiedenen Frauen. Keine weiß von der anderen, beide glauben, dass Mehmet D. sie liebt. "Sag ihr: Baby, wir bauen uns was auf zusammen. Die glauben das", prahlt er am Telefon. Und: "Weißte wie viel Geld da raus springt, bei dem Scheiß?" Mehmet D. schickt beide Frauen auf den Strich und kassiert ihren kompletten Verdienst. Bis er verhaftet wird, hat er mindestens 260.000 Euro mit den Frauen verdient. Mehmet D. ist ein Loverboy. Loverboys spielen ihren Opfern die große Liebe vor, bringen sie in eine emotionale Abhängigkeit, drängen sie mit psychischer und körperlicher Gewalt zur Prostitution. Nicht selten sind ihre Opfer noch minderjährig, zum Teil gerade erst in der Pubertät. Die ARD-Dokumentation "Verliebt, verführt, verkauft" fragt: Wie kann es sein, dass junge Frauen Opfer eines Loverboys werden? Von der Liebe in die Prostitution Nadja ist das Opfer eines Loverboys. Sie ist 16, als sie sich zum ersten Mal richtig verliebt. "Ich war damals sehr pummelig, eher unattraktiv. Er hat mir das Gefühl gegeben, etwas Besonderes zu sein und hat mir immer wieder Komplimente für mein Aussehen gemacht" sagt Nadja. Sie ist unendlich verliebt. Dann bittet ihr neuer Freund sie um einen "Gefallen". Er habe Schulden, werde bedroht, der einzige Weg, das Geld schnell zurückzuzahlen: Nadja soll für ihn anschaffen gehen. Erst mit Lügen, später mit Erpressung und Gewalt bringt er sie dazu, für ihn auf den Straßenstrich zu gehen. Wer sind die Opfer? Hilfsorganisationen warnen: Gerade Minderjährige sind unter den Loverboys begehrt, denn sie lassen sich leichter manipulieren. Außerdem gibt es Freier, die für Minderjährige viel Geld bezahlen. Dabei kommen die Opfer aus allen sozialen Schichten. Hat sich ein Mädchen in einen Loverboy verliebt, können die Eltern meistens nur noch hilflos zusehen, wie ihnen ihr Kind entgleitet. Die Tochter von Dirk steht kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung als sie ihren Loverboy kennenlernt. "Damals war sie so ein richtiges Papa-Kind und es war eigentlich alles prima", sagt Dirk. "Bis zu dem Zeitpunkt, wo der neue Freund ins Spiel kam." Innerhalb von wenigen Wochen distanziert sie sich immer mehr von ihrem Zuhause, verschwindet schließlich ganz. Über mehrere Monate weiß Dirk nicht, wo seine Tochter ist. Eine völlige Isolation vom sozialen Umfeld ist Teil der Loverboy-Methode. Wer kann helfen? Fast alle Frauenberatungsstellen in Deutschland kennen solche Geschichten. Seit Jahren versuchen sie den Opfern von Loverboys zu helfen und kämpfen mit großen Schwierigkeiten. Denn oft dauert es lange, bis die Betroffenen überhaupt verstehen, dass sie Opfer eines Loverboys sind. Viele schämen sich, haben Angst vor der Gewalt, die der Loverboy ihnen androht, und vertrauen sich deshalb niemanden an. Auch Polizei und Justiz sind häufig hilflos. Kaum ein Opfer traut sich, gegen seinen Loverboy auszusagen. Einen Prozess gibt es nur, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Loverboy seine Opfer zur Prostitution gezwungen hat. Viele Beratungsstellen setzen deshalb auf Prävention und bieten Vorträge und Workshops, doch die meisten Schulen lehnen ab. Sie wollen nicht mit dem Thema in Zusammenhang gebracht werden. Damit öffnen sie Loverboys Tür und Tor. - 28 Minuten - Dokumentation, D 2017 

Mittwoch, 30.08.-2017 - 23:15, ARD
Alles gut - Ankommen in Deutschland

Im Spätsommer 2015 spalten drei Worte ein ganzes Land: Wir schaffen das. Millionen Bundesbürger engagieren sich für Asylbewerber. Anderswo brennen die Flüchtlingsheime, die Fremdenfeindlichkeit nimmt zu und die Regierung streitet über Obergrenzen und Sprachkurse für Geflüchtete. Willkommenskultur stand gestern im Mittelpunkt, nun geht es um Integration und die Frage, wie sie gelingen kann. Der 95-minütige Dokumentarfilm "Alles gut - Ankommen in Deutschland" erzählt von zwei Kindern, die zu dieser Zeit mit ihren Familien nach Deutschland kamen: Djaner, 7, aus Mazedonien und Ghofran, 11, aus Syrien. Ihre Flucht endete in Hamburg, im gutbürgerlichen Stadtteil Othmarschen. Aber wie finden sich die beiden in ihrem neuen Leben zurecht? Djaner ist mit seinem Bruder Mahmud und seiner depressiven Mutter vor Armut und Diskriminierung davon gelaufen. An seinem ersten Tag an einer deutschen Grundschule geht für den Roma-Jungen ein Traum in Erfüllung. In seiner Heimat bedeutete Schule für ihn Angst vor Schlägen. Hier will Djaner dazugehören, wie Hunderttausende andere Flüchtlingskinder, die in Deutschland plötzlich beschult werden. Ghofran hoffte anfangs, sie könne Deutschland bald wieder verlassen. Sie hört arabischen Hip-Hop und lebt in Gedanken weiter in Syrien, während ihr Vater Adel in Hamburg darum kämpft, für immer anzukommen. In der Schule, wo sie Deutsch lernt, begegnet Ghofran Mädchen, die alles dürfen. Was davon will sie annehmen, was ist sie bereit, dafür aufzugeben? Für ihren bildstarken, sehr bewegenden Dokumentarfilm "Alles gut - Ankommen in Deutschland" begleitet die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Autorenfilmerin Pia Lenz ("Hudekamp - Ein Heimatfilm") Djaner und Ghofran ein Jahr lang bei ihrer Suche nach sich selbst und einem neuen Leben. Die Perspektive der Kinder eröffnet einen neuen, unverstellten Blick auf die Integration Hunderttausender Geflüchteter und die Frage: Wie geben wir denen eine Heimat, die am dringendsten eine Zukunft brauchen? - 95 Minuten - Dokumentation, D 2017 

Mittwoch, 30.08.2017 - 22:10, Arte
Das Land der Erleuchteten

Der raue, abgelegene Nordosten Afghanistans ist eine Hochgebirgslandschaft mit Gipfeln bis zu 7.500 Meter Höhe. Es ist das Grenzgebiet zu Tadschikistan, Pakistan und China. In dieser Region verdienen sich nomadisch lebende Kinderbanden etwas Geld mit den Überbleibseln der vielen Kriege, unter denen ihr Land seit langer Zeit zu leiden hatte. Sie sammeln alle Arten von Metallresten, um sie zu verkaufen. Andere Kinderbanden leben ihr eigenes, nomadisches Leben und verdienen ihren Lebensunterhalt damit, Karawanen und Schmuggler auf ihrem Weg zur Grenze zu überfallen oder sie lassen sich dafür bezahlen, ihnen Begleitschutz zu gewähren. Die Währung ist Opium. Immer wieder hängen die Kinder ihren Träumen nach, in denen alle ausländischen Besatzer ein für alle Mal ihr Land verlassen. Als die westlichen Streitkräfte dann beginnen, aus Afghanistan abzuziehen, stehen die Kinder vor einer völlig neuen Herausforderung: Sie gehören einer Generation an, die nie ein Leben in Frieden in ihrem Land erleben konnte. "Das Land der Erleuchteten" ist der erste lange Dokumentarfilm des jungen, engagierten Regisseurs Pieter-Jan De Pue. Er entstand über einen Zeitraum von sieben Jahren, gedreht auf 16-mm-Film. Nahtlos verschmilzt in dem Film die dokumentarische Beobachtung mit der fiktionalen Erzählung die harsche Realität, die den Alltag der Kinder prägt, mit ihren Wünschen, Träumen und Hoffnungen. - 80 Minuten - Drama, D, B, IRL, NL, AFG 2016 - Regie: Pieter-Jan De Pue

Donnerstag, 31.08.2017 - 20:15, 3Sat
Das manipulierte Bild - Es war noch nie so leicht Medienprodukte zu fälschen

Nie war es einfacher, Bild- und Videoaufnahmen zu fälschen. Nie war die Öffentlichkeit mehr in Gefahr, sich durch manipulierte Bilder fehlleiten zu lassen. Vor rund 25 Jahren wurde das elektronische Bildbearbeitungsprogramm "Photoshop" eingeführt. Seitdem hat es nicht nur Prominente auf Fotos schlanker gemacht, sondern auch den Journalismus nachhaltig verändert. Die digitale Manipulation macht auch vor Nachrichtenbildern nicht Halt: Dutzenden Fotoreportern wurde in den vergangenen Jahren nachgewiesen, ihre Bilder dramatischer und spektakulärer gestaltet zu haben. Redakteure und Zuschauer müssen sich mehr denn je fragen: Original oder Fake? Mit Satellitenbildern wollte Russland der Ukraine die Schuld am Abschuss der Malaysia-Airlines-Maschine über der Ostukraine zuschieben. Doch eine forensische Untersuchung internationaler Experten ergab, dass die Aufnahmen gefälscht wurden. Die Raketensysteme wurden so die Ansicht der Sachverständigen nachträglich in das Bild montiert. Derartige Manipulationen sind vor allem in Krisensituationen und internationalen Konflikten an der Tagesordnung. Nachrichtenredaktionen wie das "heute journal" des ZDF beschäftigen mittlerweile eigens geschulte Mitarbeiter, die die TV-Bilder unbekannter Quellen verifizieren. Anhand von GPS-Daten, Wetterlage, Gebäuden oder Soldatenuniformen versuchen die Experten, den Wahrheitsgehalt der Quellen zu überprüfen. Längst beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit der Manipulation der Bilder und ihrer Enttarnung. Am Dartmouth College in den USA haben Forscher eine Software entwickelt, die retuschierte Fotos erkennt. Das Programm kann sogar einschätzen, wie stark die Manipulation ausfiel. Die Dokumentation "Das manipulierte Bild" lässt die Zuschauer eintauchen in die Welt der digitalen Manipulation und zeigt, welche Auswirkungen sie auf den Journalismus hat. Neueste Forschungsergebnisse machen deutlich, mit welchen Methoden die Fälschungen enttarnt werden können. - 45 Minuten - Dokumentation, D 2016 

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